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Amoklauf an finnischer Schule Mindestens sieben Schüler und Lehrer getötet

07.11.2007 ·  Nach dem Amoklauf an einer Schule in Finnland gibt es widersprüchliche Angaben zur Zahl der Todesopfer: Ein 18 Jahre alter Abiturient soll nach Angaben der Sanitäter mindestens sieben Lehrer und Schüler getötet haben. Die Polizei bestätigte bisher nur einen Toten. Unklar ist auch, ob der Täter tot ist.

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Zuerst erschien ein Video im Internet, dann fielen tödliche Schüsse: Ein 18 Jahre alter Abiturient hat am Mittwoch in einem finnischen Gymnasium bis zu sieben Lehrer und Mitschüler getötet. Während die Polizei zunächst nur einen Toten offiziell bestätigte, sprachen Augenzeugen von drei Toten, darunter neben zwei Schülern auch die Schulleiterin.

„Im Moment ist die Zahl der Toten sieben oder mehr“, sagte der Chef des Rettungsdienstes, kurz nachdem die Polizei die Belagerung der Schule in Tuusula 60 Kilometer vor Helsinki beendet hatte. Es war zunächst unklar, ob der Täter festgenommen worden oder ebenfalls tot war. Nach Polizeiangaben wurde ein Opfer mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen in ein Krankenhaus der 60 Kilometer entfernten Hauptstadt Helsinki gebracht.

Durch die Türen geschossen

Er habe mitten im Unterricht plötzlich um sich geschossen, erklärten Augenzeugen. Ein Lehrer berichtete, der Täter sei danach von Klasse zu Klasse gewandert, habe angeklopft und danach durch die Türen geschossen. In dem Schulzentrum mit Gymnasium und einer Handelsschule in Tuusula 60 Kilometer nördlich von Helsinki war nach den Schüssen Panik ausgebrochen. Schüler und Lehrer sprangen aus Fenstern und über eine Mauer ins Freie. Danach konnten Polizisten weitere Menschen in einer nahe gelegenen Kirche in Sicherheit bringen.

Der Amokläufer hatte sich nach Aussagen von Mitschülern vor zwei Wochen im Internet-Forum YouTube unter dem deutschen Pseudonym „Sturmgeist89“ angemeldet. Wenige Stunden vor dem Amoklauf wurde auf dieser Seite ein Video mit dem Titel „Jokela High School Massacre“ eingestellt. Das darin gezeigte Video mit einer gegen das Schulgebäude gerichteten Schusswaffe hatten innerhalb von zwei Stunden 125.000 Nutzer heruntergeladen.

Unter dem Namen „Sturmgeist89“ hatte sich der mutmaßliche Täter selbst noch wenige Stunden vor dem Amoklauf eingeloggt und auch seinen bürgerlichen Namen angegeben. In dem Text in Englisch hieß es unter anderem: „Ich bin ein zynischer Existenzialist. Ich bin bereit, für meine Sache zu sterben.“ Die Polizei erklärte, die Identität des Täters sei nicht geklärt. Deshalb könne man auch nicht sicher sein, ob der Autor der Internet-Seite mit dem Amokläufer identisch sei.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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