Dem amerikanischen Popstar Michael Jackson droht neues Ungemach. Gegen den bereits in ein Verfahren wegen sexuellen Mißbrauchs eines minderjährigen Jungen verstrickten „King of Pop“ ist eine weitere Klage im Bundesstaat Louisiana eingereicht worden, wie aus den am Donnerstag öffentlich gemachten Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Demnach soll Jackson den Kläger Joseph Bartucci im Mai 1984 mit vorgehaltener Waffe zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Bartucci war den Akten zufolge damals 18 Jahre alt. Bislang habe er die Erinnerungen an den Mißbrauch verdrängt, argumentierte Bartucci. Erst als er einen Fernsehbericht über den Prozeß Jackson gesehen habe, habe er sich erinnert.
Jackson war im vergangenen November festgenommen worden, weil er sich zwischen Februar und März 2003 an einem damals zwölfjährigen Jungen vergangen haben soll. In der zehn Punkte umfassenden Anklage werden ihm Kindesmißbrauch in vier Fällen sowie Verschwörung zur Kindesentführung vorgeworfen. Der Popstar plädiert auf nicht schuldig. Seine Verteidigung bezeichnet die Mutter von Jacksons angeblichem Mißbrauchsopfer, die das Verfahren in Gang brachte, als geldgierige Lügnerin. Der Prozeß soll Ende Januar beginnen.