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Amerika : Bizarrer „Hitler-Ring“ soll versteigert werden

  • Aktualisiert am

Ein Bild des Rings, der beim amerikanischen Auktionshaus „Alexander Historical Auctions“ versteigert werden soll. Bild: dpa/ Alexander Historical Auctions

Nazi-Devotionalien haben in Amerika wieder Konjunktur. Dabei werden auch bizarre Stücke versteigert - selbst wenn ihre Vergangenheit nicht immer ganz klar ist.

          Ein ebenso bizarres wie seltenes Artefakt des Nationalsozialismus soll nächste Woche in Amerika versteigert werden. Das Auktionshaus Alexander Historical Auctions bei Washington bietet den lange verschollenen „Hitler-Ring“ an. Der Goldschmiedemeister Karl Berthold hatte das überladene Schmuckstück für den Diktator Adolf Hitler angefertigt. Es soll bei der Versteigerung 100.000 Dollar (76.000 Euro) bringen. Das Auktionshaus versichert, dass der Ring echt sei. Entsprechende Dokumente lägen vor.

          Ein Hakenkreuz von Hakenkreuzen getragen

          Der Ring ist aus Silber, vom einstigen Goldüberzug ist nach etwa 75 Jahren kaum noch etwas übrig. Auf dem Ring ist ein gewaltiges Hakenkreuz, das von anderen Hakenkreuzen und Schwertern getragen wird. Ein großer Rubin krönt das Stück. Der Ring ist in einem silbernen Globus und ruht auf einem Fuß - der wiederum ein Hakenkreuz trägt.

          Berthold schenkte Hitler das Stück. Der Goldschmied machte unter den Nationalsozialisten Karriere. Am Kriegsende nahm nach Darstellung des Auktionshauses ein amerikanischer Soldat den Ring mit. Mehrere Sammler hätten ihn besessen, der letzte sei vor zwei Jahren gestorben und die Enkel würden den Ring nun verkaufen.

          Für ein Fünftel des Preises soll ein anderes Stück weggehen: Es soll sich um die „Reichsjägermeisternadel“ von Hermann Göring handeln. Der Nazi war begeisterter Jäger und hatte sich selbst zum obersten Wildhüter Deutschlands gemacht. Die goldene Nadel ist mit Edelsteinen bestückt und war auf vielen Fotos Görings zu sehen, unter anderem einem Titelbild des amerikanischen Magazins „Time“ von 1940.

          Quelle: DPA

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