02.05.2012 · Nicht nur Prominente leben es, das Modell „Älterer Mann sucht sich jüngere Frau“. Der Tausch verspricht einen neuen Anfang, eine zweite Jugend. Aber hält der Traum?
Von Katrin HummelRichtlinien für Lesermeinungen
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In Wahrheit sind wir noch "Neandertaler"
Unser Verhalten und unsere Emotionen sind genetisch daran ausgerichtet, was vor 10-20.000 Jahren überlebenswichtig war. Die moderne Zeit hat uns mangels Selektion nicht zu neuen Menschen gemacht. Das Urmuster der biologischen Aktivität eines Mannes mit einer Frau ist primär auf Erhaltung der Art gerichtet und mit einer angejahrten Frau wären solche Mühen vergeudete Energie. So halten es auch Hirsche usw., die ihren Harem nur nach Abschnüffeln (Flämen) selektiv zur richtigen Stunde bespringen. Und Menschenfrauen bevorzugen wie in Urzeiten oft maßvoll ältere, lebenserprobte Männer als Lebensversichrung für sich selbst und ihre "Küken". Als Anreiz, für den archaischen Jäger und Sammler, seine Beute in die Wohnhöhle zu tragen, hat die Natur eine ganzjährige Belohnung erfunden, nämlich das, was bei Bonobos zum ritualisierten Tagesablauf gehört. So einfach und primitiv?
Persönliche Lebensplanung vs. Allgemeinheit zahlt
Was heisst hier persönliche Lebensplanung ? Jeder kann sein Leben planen wie er will, solange er anderen nicht auf die Tasche fällt. Bei der Dame z.B., die "Ochsenfrosch" Joschka (aus Liebe) geehelicht hat und ihn - rein statistisch gesehen - um Jahrzehnte überleben wird, dürfte die Außenministerwitwenpension den deutschen Steuerzahler später mal Millionen kosten (die bei geordneten Verhältnissen im Hause Fischer nicht anfallen würden). Muss ich das als Steuerzahler/Beitragszahler in die Rentenversicherung hinnehmen, bloß weil sich Joschka alle paar Jahre eine Neue gönnt ? Wie soll ich das meinen Kindern erklären, die das mal finanzieren müssen, und die ich zu einem anständigen Leben erziehe ?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.05.2012 11:05 UhrIhr Kommentar hat mit dem Artikel nichts zu tun
Der Artikel beschäftigt sich nicht mit der Beamtenbezahlung. Die Beamtenbesoldung besteht aus dem Sold und der Pension. Deswegen werden Beamte auf Lebenszeit ernannt. Ob dies für Politiker Sinn macht, ist eine andere Frage. Bei Angestellten ist es aber im Wesentlichen ebenso. Auch Angestellte erhalten ein Gehalt und eine Rente als Gegenleistung für ihre Arbeit. Teil der Pensionsregelung ist die Witwenpension. Das ist doch ganz einfach. Beamte und Angestellte arbeiten um Geld zu verdienen. Wenn die Bezahlung ihnen zu hoch erscheint, ist das eine Frage der Tarifverträge, hat aber mit diesem Artikel nichts zu tun.
Guter Punkt, Herr Nuehm
Finde ich auch.
Aber warum beklagt sich niemand darüber, wenn es um die
Einführung der Homo-Ehe geht, beispielsweise (ebenfalls mit
Hinterbliebenenpensionen, und Altersunterschiede gibts da
häufiger)? Zahlen Ihre Kinder dafür lieber? Oder andere
Vergünstigungen für Frauen, beispielsweise gleiche
Beiträge für längere Rentenleistung wegen niedrigerem
Rentenaltern und höherer Lebenserwartung?
Mir sieht das nach einer Rationalisierung eines Widerwillens gegen eine
bestimmte Paarkonstellation aus (aus welchen Gründen auch immer).
Rentenversicherung sollte reagieren
Stimme Herrn Hackenberg zu - es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, wenn die Allgemeinheit über Jahrzehnte eine Witwenrente finanzieren muss, bloß weil ein alter Mann glaubt, eine junge Frau haben zu müssen. Hier sollte es Grenzen geben!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.05.2012 13:05 UhrWarum ?
Wenn die Rentenversicherung reagieren soll, dann so, dass sie auf Kapitaldeckung umgestellt wird und der Generationenvertrag endlich endet. Dann brauchen Sie sich nicht mehr aufregen. Jemandem seine persönliche Lebensplanung vorzuschreiben ist moralisch verwerflich und nicht das 0,0000000001% der Gesellschaft diesen Lebensstil durchziehen. Ist dasselbe wie mit Strafzahlungen für Kinderlose bei Rente oder Steuer usw.. Das ist pervers!
Junge Frauen mit angeheirateten Polikerpensionen
Ich wuerde gerne wissen, was insbesondere die jungen Frauen aus
Zweit-/Drittehen den Steuerzahler kosten (vermutlich Millionen), wenn
der Ex-Politiker gestorben ist - im Vergleich, wenn der Verblichene eine
quasi gleichaltrige Frau als Witwe hinterlassen haette?????
Was mir ferner an dem Artikel auffaellt - wo bleiben in der Aufzaehlung
die alten ex- Platzhirsche aus CDU/CSU und FDP, zB Kohl, Scheel usw?
Nach meinen Beobachtungen neigen CDU/CSU-Politiker allerdings eher dazu,
heimliche Geliebte zu haben die idR sofort "verstossen"
werden, wenn die Sache publik wird - ganz zu schweigen von den Faellen,
wo sich Nachwuchspolikerinnen "hochgeschlafen" haben - ich
kenne da einen besonders pikanten Fall, wo sich die Geliebte eines
Lantagspraesidenten zurerst zur Landtagsabgeordneten, dann zur
Staatssekretaerin "entwickelte"- spaeter uebernahm dann der
Sohn den Landesvorsitz der Partei des Vaters und machte die mittlerweile
ex-Geliebte des Vaters zur Generalsekretaerin seiner Partei.
mit welchem Recht?
ich habe da eher Probleme mit den Parteimitgliedern, letztlich mit den Wählern, die dieses ermöglichen. Der Staat schafft Gesetze und Möglichkeiten, die geachtet, genutzt oder mißbraucht werden. Im letzteren Fall sollte das auch bestraft werden. Alles andere ist doch wohl Privatsache. Wenn wir nur noch die Politiker wählen würden, welche ehrlich sind bei Wahlversprechen, so müßten wir das mindestens 10 Jahre durchhalten und es würde sich etwas ändern. Da wir aber lieber Politiker wählen, die uns was vormachen, müssen wir diese auch ertragen.
Wäre "Liebe" existent, würde das Alter nichts bedeuten
Ich bin kein Experte, dies ist mein persönlicher Eindruck: Alleine
sein ist nicht unbedingt gut, vor allem nicht im Alter. Die Damen der
Schöpfung kennen ihre Beweggründe für eine Partnerschaft
mit einem älteren Herren besser als ich.
Ein älterer Mann wird eine solche Beziehung nicht ablehnen -
wohlwissend, welche Zukunftspläne eine jüngere Frau noch
schmieden kann. Glückliche Zeiten sind der Maßstab, nicht das
Empfinden der restlichen Gesellschaft.
So ultratolerant sind wir dann doch nicht
Wer sagt eigentlich, dass eine Beziehung zwischen zwei gleichaltrigen
normal sei? Nur weil wir uns gegenseitig darauf einimpfen, spricht
vieles für ein Altersgefälle, gerade in einer rationalen Zeit,
in der jeder in den meisten Lebensbereichen Profite sucht. Rein aus
Zweckdienlichkeit sind Gefälle-Beziehungen Zukunftsmusik,
gleichzeitig aber eine Rückkehr zur immer schwächer werdenen
Polarisierung bei Paaren aufgrund unschärferer
Geschlechtsidentitäten sowie Folge einer nicht altern wollenden
Gesellschaft und unschärferen Altersidentitäten.
Außerdem fehlt mir auch die Beleuchtung der anderen Konstellation,
oder spricht man darüber nicht? Trotz der allgemeinen
Androgynisierung sind Beziehungen von älteren Frauen zu jungen
Mänern wohl immer noch ein Tabuthema, wahrscheinlich weil die
Identität der modernen Frau immer noch stark auf ihre sexuelle
Attraktion, körperlicher Perfektion und Aussehen begründet
ist. Kein Wunder, schaut man sich zB die Werbung an, die unsere
Identitäen spiegelt
Ist doch eine klare win-win-Situation!
In der Regel hat er Kohle. Und sie ist schön. Sonst funktioniert es
natürlich nicht.
Er: junge attraktive Frau, bessere Trophäe als jeder Porsche
Sie: reichlich Kohle für Powershopping, in der Regel kein Zwang zu
Erwerbsarbeit mehr, wenn Kinder, ist auch das Kindermädchen noch
drin. Und minimales Risiko, wegen einer Jüngeren verlassen zu werden.
Nachteile: für Sie Sex mit einem nicht mehr wirklich knackigen
Kerl, er läuft Risiko, betrogen und nach einer Scheidung abgezockt
zu werden.
Würde sagen, insgesamt fairer Deal! eher mit Vorteilen für Sie...
Ernstes Thema mit gesellschaftlicher Tragweite
Das Thema hat für Betroffene eine ganz erhebliche Tragweite und
für den Rest der Gesellschaft sollte man die rentenrechtlichen
Konsequenen nicht unbeachtet lassen, wenn 9% der Ehepartner Ihren
Partner um Jahre oder Jahrzehnte überleben.
Wenn daran denke, wie ich mit 25 oder 30 Jahren war, verstehe ich schon,
dass "ältere Kerle" durchaus nochmal jüngere Fraue
gewinnen können. Junge Männer sind sehr mit sich und ihrer
beruflichen Entwicklung beschäftigt. Sie sind oft noch nicht in der
Lage, auf die Bedürfniss ihrer Frau und einer jungen Familie, die
sie gerade gegründet haben einzugehen. Ihnen fehlt die
Gelassenheit, auch mal fünfe gerade sein zu lassen. Das kann man
lernen- muß man auch in Beziehungen lernen. Insofern bezweifle
ich, ob nur die Männer von einem Altersunterschied der Partner
profitieren. Vielleicht profitieren auch Partnerschaft und Kinder davon.
Interessant finde ich dabei auch, dass unsere Großelterngeneration
sehr große Altersunterschiede bei der Partnerwahl hatte.
Den Artikel und die hieran anschließende Diskussion empfinde ich vor dem Gedanken der Toleranz als überflüssig und schädlich. Jeder Mensch hat das Recht, das zu tun, was er meint tun zu müssen, um glücklich zu sein - solange er anderen nicht schadet. Wenn irgendwelche älteren Menschen (!) einen jüngeren Partner haben wollen, dann sollen sie dies eben tun. Und auch der junge Partner ist in aller Regel auch mündig genug, um das zu überschauen. Man will glücklich miteinander sein und ist es eben. Und wenn es nur für eine kurze Zeit ist. Auch gleichaltrige Partner haben keine Garantie auf den Erfolg ihrer Beziehung und produzieren auch genug Scheidungskinder. Meist dann, wenn es den Kindern noch richtig weh tut, nämlich wenn sie jung sind. Ich sehe da keine Diskussionsgrundlage und habe mittlerweile auch wenig Verständnis für moralische Einwände. Es geht schlicht niemanden etwas an. Und wenn es nur eine Vernunftbeziehung ist, dann steht das den Leuten auch frei.
Die Evolution bevorzugt fruchtbare Frauen und diese sind eben jünger.
Frauen bekamen früher mit ca.23 Jahren das erste Kind.Heutzutage
,also nach ca 15 Jahren, bekommen Frauen erst mit ca 29 Jahren das erste
Kind.Das ist teilweise auf
sozioökonomische Faktoren zurückzuführen: Zum Beispiel
werde die Entscheidung, eine Familie zu gründen, in heutigen
Jahrgängen häufiger hinausgeschoben.
Mit zunehmendem Alter riskieren die Männer jedoch auch, dass sie
kinderlos bleiben, weil die Furchtbarkeit der Partnerin
abnimmt,d.h.oberhalb von ca.30 Jahren drastisch abnimmt.Es ist
bedauerlich,dass "emanzipierte"Frauen dies eher nicht
wahrhaben wollen und meinen,sie hätten die Evolution im Griff nach
eigenem Gutdünken und vergessen ihre abenehmende Fertilität
usw.Kein Wunder deshalb,dass Männer,egal wie alt sie sind ,eben
letztlich jüngere Frauen bevorzugen.Die Evolution frägt nicht
nach Moral,sondern sie ist auf Fortpflanzungsfähigkeit angelegt.
@Sophie Koenig/Viele Frauen hören es auch heutzutage nicht gerne.Tut mir leid das sagen zu müssen
Die Aufklärung und damit die Entwicklung der Naturwissenschaften
haben es ermöglicht u.a. auch die Regeln der Evolution zu
enträtseln.Die Evolution denkt nicht,sie sorgt dafür,dass
Lebewesen so ausgerüstet werden,dass sie unter den oft
(sehr)widrigen Bedinungen auch in der Geschichte des Menschen schlicht
überleben können.
Die Emanzipation setzt dabei nicht die Evolution außer kraft.Tut
mir leid Ihnen das sagen zu müssen.Naturwissenschaftliche Fakten
sind keine Sichtweisen ,sondern schlicht Fakten.
Selbst Darwin hatte sich trotz den eigenen Erkenntnissen
verstiegen,indem er glaubte,er könne die Evolution in seiner
eigenen Familie außer kraft setzen oder von der Evolution sich
emanzipieren.Er hatte seine Kinder mit der eigenen engen Verwandtschaft
verheiraten lassen,weil er glaubte,die Intelligenz der Kinder würde
dadurch gesteigert werden(Genaueres müßte man nochmal
nachlesen).Jedenfalls ging der Versuch die Regeln der Evolution
außer kraft zu setzen wollen,kräftig schief.
Richtig, Herr Schneck
Es ist eine bemerkenswerte Auffassung von Emanzipation, Aufklärung
und dem ganzen Gedöns, erwachsenen Menschen das Alter ihres
Partners vorschreiben zu wollen.
Sollen solche Paare von einem Gremium älterer Frauen eine
Genehmigung einholen? Diese Denkweise ist in der Tat einige Jahrhunderte zurück.
Willkommen im 21. Jahrhundert!
Wenn man das so sieht, könnten wir ja auch wieder auf Bäume klettern und Bananen essen. Die Welt hat sich weiterentwickelt, die Emanzipation der Frauen ist ein riesiger, wenn nicht DER Abkoppelungsversuch überhaupt von solch chauvinistischen Begründungen unter dem Deckmantel der Biologie. Wozu haben wir denn den Humanismus und die Aufklärung durchlebt? Um am Ende zu sagen: Tja, der Mensch ist und bleibt sowieso ein Tier (???)
Sugardaddies wollen sich nicht primär fortpflanzen
Ich denke, Hr. Reichert meint, durch ihre biologische Anlage finden Männer nur Frauen attraktiv, mit denen die Fortpflanzung erfolgreich zu sein verspricht. Diese Tendenz besteht und das Frauen lange jung (=fruchtbar) aussehen wollen, gibt einer ganzen Industrie ihre Daseinsberechtigung. Das diese faltigen Herren dann in die künstlich unfruchtbar gemachte Körper junger Frauen ejakulieren, ist wohl Ironie des Schicksals zu nennen.
Nein, Herr Reichert,
die Furchtbarkeit von Frauen nimmt ab 30 nicht drastisch ab, sondern
drastisch zu! Aber Scherz beiseite: Was die im Artikel angesprochene
Lebenserwartung angeht, wundert mich, wie man feststellen kann, dass
deutlich juengere Frauen frueher sterben - Frau Muente wird ja
wahrscheinlich schon ihren Mann ueberleben, und was ist danach? Wird sie
nie wieder heiraten, sondern auf ihren fruehen Tod warten? Wohl kaum.
Vielleicht heiratet sie danach ja einen gleichaltrigen Mann. Und wenn
sie dann trotzdem jung stirbt, wie wird das denn dann in der Statistik gezaehlt?
Emanzipierte Frauen
Wie soll man denn als "emanzipierte" Frau diesem Dilemma entgehen, ohne sich wieder zu entemanzipieren (also wieder abhängig werden, nichts andere bedeutet dieses Wort). Ich verstehe da den Zusammenhang nicht und ich weiß auch nicht, was "emanzipierte" Frauen so falsch machen? Dass eine solche Beziehung auf rein biologischer Ebene Sinn macht (Mann kann noch, junge Frau kann auch, nur alte Frau kann nicht mehr), mag stimmen. Was daran die moderne Frau von heute ändern soll, weiß ich nicht. Auch wenn Kinder wieder früher geboren werden (was heutzutage nun mal bei Studium, Ausbildung, Beruf schwieriger geworden ist und auch, weil man nun mal nicht mehr mit 16 verheiratet wird, sondern den Partner selbst wählt <-- Emanzipation), wüsste ich nicht, was daran ändern sollte, dass es Männer gibt, die jüngere Frauen auswählen. Zumal viele dieser Männer bereits Familien gegründet haben. Mit der modernen Frau hat dieses Phänomen gar nichts zu tun, es ist immer hin auch nicht ganz neu.
Wenn in einer Beziehung der eine die andere "angelt" oder umgekehrt, bleibt immer jemand auf der Strecke, das ist doch wohl bei gleichaltrigen Paaren dasselbe. Wer nur Jugend sucht, oder nur Jugend bieten kann, wird sich nicht wundern müssen, wenn es schief geht. Mich wundert hier der "Hass", wenn es um andere ungleich alte Paare geht. Die Jahre, die sie mit einander verbringen ist ausschlaggebend und gibt ihnen manchmal recht. Sind da die gleichalten Paare soviel erfolgreicher. Wenn sie gleich lange miteinander auskommen, ist ein ungleiches Alter aber durchaus spannender...
Manchmal ist es wirklich Liebe
Mein Mann ist 14 Jahre jünger als ich. Da ich weder reich, noch sonderlich erfolgreich bin, muss es wohl Liebe sein. Daran glaube ich und vielleicht ist das bei anderen Paaren mit Altersunterschied auch so.
Was für Moralkrüppel sind das, die ihre Familie sitzen lassen, um sich eine junge Frau zuzulegen! Und den jungen Frauen kann ich nur sagen: viel Spaß, wenn sie ihm in zwanzig Jahren die Windeln wechseln!
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 16:19 UhrGesamtgesellschaftlich heikel
Diese Haltung ist für eine Einzelperson nachvollziehbar und wenn sich das Verhalten auf die "Models" und "Geldsäcke" beschränkt auch gesellschaftlich ungefährlich. In einem größeren Kontext - beispielhaft angeführt: unsere pornogestählte Jugend - in dem Sex und Partnerschaft nicht dauerhaft angelegt, sondern eher wie der Besuch eines Fitnessstudios oder eines Wochenendbesäufnisses gesehen wird, sieht die Sache anders aus. Dann errodiert die Konstanz, die eine Partnerschaft eigentlich gewährleistet, durch das bunte "Bäumchen-Wechsel-Dich"-Spiel, da das zielgerichtete Handeln, dass die alternden Alphamännchen sicher aufbringen und das ihnen Erfolg bringt, für die breite Masse nicht vorhanden ist. Wenn aber die Gesellschaft trudelt, trudelen auch die Alphamännchen und ihre "Models" ... und die Schweiz schafft ja es schon jetzt nicht mehr, die ganzen Deutschlandflüchtlinge aufzunehmen.
Tja, Herr Busse, ...
... dass manch einer seine persönlichen Gelüste wichtiger nimmt als moralische Einwände, ist aber auch keine besonders neue Erfindung.
Keine Angst, in die Hölle kommt niemand, ...
so schmerzhaft wird es nicht werden, wohl eher fade, wenn die ersten Wallungen vorüber sind und man feststellt, daß doch vieles fehlt ...
Tja, die Moralapostel sterben nicht aus.
Früher drohten sie uns, das wir in die Hölle kommen.
Aber natürlich wissen wir längst, das die verbissenen
Moralapostel nur ihre eigenen
Bedürfnisse bekämpfen. Sie möchten ja so gern,
dürfen aber nicht - und deshalb sollen
auch alle anderen nicht....
Die Diskussion führt doch wohl völlig am Thema vorbei ! Was
bei diesem Thema übrigens immer der Fall ist.
.
Liebe Leute,selbst bei solchen Themen seit "ihr" nicht
wirklich ehrlich ?!
.
Ohne jetzt verbal zu sehr abgleiten zu wollen - aber bei jüngeren
Frauen geht es aus dem Blickwinkel älterer Männer durchwegs
ZUALLERST (wenn nicht gar allein) darum:
.
für gewisse Tätigkeiten (in "besseren Kreisen" sagt
man dazu : "für gewisse Stunden") eine Frau zu haben,bei
der "alles noch etwas fester und schöner ist " -beim
Anfassen und Ansehen" !
.
Und dies gilt ganz besonders auch bei den Herrn Politikern- die ihre
jüngeren (Geschlechts)Partnerinnen gewiß nicht wegen
"ihrer frischen Intellektualität" nach der Optik
auswählen !
Ich finde es immer äußerst beleidigend, wenn ich solche Paare sehe. Ich gebe zu, als junge Frau ist es schon irgendwie reizvoll, einem reiferen Mann zu gefallen. Aber eigentlich ist das ja keine Kunst und zudem unfair sich selbst gegenüber. Denn jeder wird einmal alt und welche Frau möchte schon ihren Lebensabend allein verbringen, nur weil sie angeblich nicht mehr soviel "Esprit" besitzt wie ihre jüngeren Ausgaben. "Esprit" ist doch nur eine faule Ausrede bequemer Männer in der Midlife-Crisis, die die Schwächen junger Frauen ausnutzen (Stichwort Vaterkomplex, gestreicheltes Ego etc.), um sich mit ihnen zu schmücken und ein bisschen Pfirsischhaut zu fühlen. Wir sind keine Urzeitmenschen mehr! Die Zeiten, in denen das gesündeste und schönste Weibchen den Stammesführer zur Begattung erwählt sind doch wohl passé.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 21:45 UhrDas es noch so ist, nur subtiler, stimmt, aber...
ich wollte durch den Rückgriff auf das Urzeit-Bild meiner Meinung dazu Ausdruck verleihen.
Hat sich bewährt
Und warum ist das so? Weil es sich bewährt hat. Ich bin dank meiner 20 jahre jüngeren Frau noch 3x Vater geworden. Eine klassische win-win-win-Situation.
Gleiche Rechte für alle
Frauen nutzen, wenn sie jung sind und halbwegs attraktiv, gerne die
"Schwächen" der Männer aus. Sie wehren sich auch
nicht dagegen, älteren Frauen vorgezogen zu werden. Wenn sie dann
selber älter werden, rufen manche plötzlich nach "Fairness".
Das Leben ist aber nicht fair, auch nicht zu den Männern, denen
gegenüber man in der Jugend nicht so entgegenkommend ist wie den
jungen Frauen (die Männer müssen erstmal "reifen",
das heißt arbeiten und Geld und Status erwerben).
Zwanzig bis dreißig Jahre später können auch Frauen nur
noch mit Persönlichkeit und Gemüt punkten, wie Männer
schon immer. Die "Gesellschaft" (= die Frauen) versucht dann,
die Anziehungskraft mancher älterer Männer auf jüngere
Frauen zu ächten.
Doch es hat jeder das Recht, seine Attraktivität zu nutzen, nicht
nur die Frauen. Älter werden wir alle, und es ist nicht die Schuld
der Männer, daß Frauen das oft härter trifft als sie
selber, die nie "jung und schön" und begehrt waren.
"Die Zeiten, in denen das gesündeste und schönste Weibchen den Stammesführer zur...
...Begattung erwählt sind doch wohl passé. Da widerspreche
ich Ihnen! Die Riten haben sich geändert und sind subtiler
geworden, im Ergebnis aber greifen nach wie vor unsere neolithischen
Gene.
Ältere Männer, die keine jüngere, fitte Freundin haben,
mit der sie Spass haben und sich gut fühlen, rationalisieren ihren
Frust gern.
"Ich kauf mir doch nicht jemand...."
"Die Frauen wollen doch nur das Geld..."
Denen kann man nur empfehlen: probiert es doch einfach aus.
Oder habt ihr etwa ihr etwa Angst?
"Junge Frau"? Tut mir leid, ohne einer Mittvierzigerin mit ihrem Frustausbruch zu nahe treten zu wollen, aber in allen diesen Fällen sind die Frauen jenseits der Dreißig. Da sollte das Thema lauten "Alter Mann, alte Frau" (und dann ist der Altersunterschied ziemlich egal).
Wo ist denn die lebendige, dynamische und fitte gleichaltrige Frau - für MICH???
Auf meiner Suche nach der passenden Partnerin für meine dritte Ehe habe ich viele Profile im Internet gelesen, viele Dates gehabt und so manche Beziehung begonnen. Aber ... Fakt ist für mich als immer noch in eigener Praxis tätiger, 67-jähriger Psychoanalytiker: Es fehlen mir in meinem Alter die meiner Persönlichkeit entsprechenden Frauen - mit denen ich eine liebevolle Beziehung auf Augehöhe führen könnte und - wollte. So bin ich weiter allein, denn - ich kaufe niemanden ein.
Auffällig ist doch wieviel attraktive junge Frauen mit unattraktiven älteren Männern...
...liiert sind im Vergleich zu der entgegengesetzten Konstellation. Prominente Beispiele sind Sarkozy, Berlusconi, Eccleston und Maschmeier. Womit diese Männer betören ist ja wohl klar: Geld, Macht und Einfluss in dessen Glanz Frau blühen kann. Sie darf dann als talentlose Trophäenfrau den süssen Müßiggang frönen, bis sie den alten Sack mit Hilfe eines cleveren Scheidungsanwalt ausnimmt wie eine Weihnachstganz und sich dann den gutaussehenden Tennislehrer angelt. (Nur für erotische Abenteuer versteht sich, nicht als Lebenspartner!). Fazit: Kommst du als attraktives weibliches Wesen zur Welt, brauchst du weder Talent noch Angstrengung um ein materiell abgesichertes Leben zu führen. Ich freue mich schon auf die empörten Reaktionen der Feministinnen in diesem Forum!
Was für eine abwegige Statistik! Umgehkehrt wird ein Schuh draus:
Wer einigermaßen gesund ist, also alt werden kann, ........
Man könnte auch sagen: Wer bis ins hohe Alter säuft, stirbt
nicht jung an Alkoholismus ....
Katrin Hummel Jahrgang 1968, Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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