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Aktionstag 15 Sekunden Stille

25.04.2001 ·  Eine Diskothek stellt die Musik leiser, ein Schießstand informiert über Schutz gegen lautes Knallen - am Mittwoch soll sich Ruhe ausbreiten.

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Wenn die Uhr am Mittwoch 14.15 zeigt, soll die Welt für 15 Sekunden schweigen. Das stellen sich zumindest die Organisatoren des Tags gegen Lärm - des internationalen Noise Awareness Day - vor.

15 Sekunden sind eine kurze Zeitspanne, doch sie unterbrechen den ständigen Geräuschpegel in unserer Umgebung. Auto-, Flug- und Bahnlärm fallen den Menschen dabei als besonders unangenehm auf. Lärm machen aber auch die lauten Nachbarn, die Musik im Nebenzimmer, das Brummen der Computer. Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (Dega) will mit der Viertel Schweigeminute auf solche Belästigungen aufmerksam machen und sie nach Kräften reduzieren.

Weniger Lärm in der Disko

Am Mittwoch wollen beispielsweise Schulen, Hochschulen, Ärzte, Berufsgenossenschaften aber auch Diskotheken und Schießstände gemeinsam Lärm bekämpfen. Aktionen sollen die Menschen darauf aufmerksam machen, was sie hören und wie sie hören. Die 15 Sekunden Stille sind nur eine der Maßnahmen: Eine Dresdner Diskothek stellt ab dem 22. April die Musik leiser. Und an mehreren Orten im Bundesgebiet gibt es Hörtests (siehe Link).

Aufgerufen ist auch jeder Einzelne, den Lärm um sich herum zu reduzieren. Indem beispielsweise der nebenher laufende Radio und Fernseher abgeschaltet wird.

Bei lärmintensiven Tätigkeiten empfiehlt die Dega einen Hörschutz. Vorsorge sollte auch den Kindern gelten: Spielzeug, das viel Krach macht, eignet sich nicht für die Kleinsten, findet die Gesellschaft für Akustik.

Schäden durch Schall

Denn die Schallwellen, die unser Trommelfell zum Schwingen bringen, können ernsthaft schaden. Auf ihrem Weg über das Trommelfell, die Gehörknöchelchen gelangt der Schall in die Schnecke mit den Zilien, den Sinneshärchen, die den Schall zu Nervenimpulsen zum Gehirn machen. Die Zilien können durch Lärm für eine gewisse Zeit abschlaffen oder platzen oder verkleben. Durch laute Schläge oder Schüsse können die Härchen auch abbrechen.

Lärm stresst außerdem den gesamten Körper. Lauter Schall reizt nämlich die Nerven und Stresshormone werden ausgeschüttet. Dadurch steigt der Blutdruck. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, Schlafstörungen können die Folge sein. Dadurch wird auf die Dauer das Herz-Kreislauf-System in Mitleidenschaft gezogen. Ein ruhiger Mittwoch ist also nicht nur angenehm, sondern auch gesund - meint die Dega, die den Lärm als grobe Umweltverschmutzung einschätzt .

Quelle: @cop, @mg mit Material der Universität Oldenburg
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