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Airport Congonhas : Landebahn gilt seit langem als gefährliche Rutschbahn

  • Aktualisiert am

Rutschige Landebahn: Airport Congonhas zum Zeitpunkt der Katastrophe Bild: AFP

Experten hatten es befürchtet, ein kleiner Vorfall am Vortrag erwies sich als Vorbote der Katastrophe: Die Landebahn auf dem Flughafen von Sao Paulo gilt bei Regen seit geraumer Zeit als gefährliche Rutschbahn.

          Die Unglückspiste auf dem Flughafen Congonhas in der brasilianischen Stadt São Paulo hat nach Angaben der Flughafenverwaltung Infraero schwerwiegende Mängel aufgewiesen.

          Wie Infraero am Dienstag auf ihrer Website mitteilte, wurde die Oberfläche der Hauptlandebahn schon seit Mitte Mai saniert, um Aquaplaning zu verhindern. Die Bahn sei erst am 29. Juni nach einer ersten Ausbesserungs-Phase auf der gesamten Fläche wieder freigegeben worden. Bei den Bauarbeiten seien unter anderem Unebenheiten und Schäden des Asphalts ausgebessert worden. In einem zweiten Abschnitt sollte demnach bis September der Regenwasserablauf verbessert werden.

          Vortag: Landebahn zeitweise gesperrt

          Schon am Montag war nach Angaben von Infraero ein kleines Flugzeug der Gesellschaft Pantanal mit 21 Passagieren nur knapp an einem Unglück vorbeigeschlittert. Die Propellermaschine schoss den Angaben zufolge wie der Airbus von der Piste, kam aber mit zwei geplatzten Reifen auf dem angrenzenden Grünstreifen zum Stehen. Zuvor habe es den ganzen Tag lang geregnet. Die Landebahn musste daraufhin für 20 Minuten gesperrt werden.

          Am Dienstagabend (23.50 Uhr MESZ) gab es für den Unglücks-Airbus 320 der Fluggesellschaft TAM auf der nassen Landebahn kein Halten mehr. Die Maschine rutschte bei Regenwetter über die Landebahn hinweg und löste die Katastrophe aus, als sie in eine Tankstelle prallte.

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