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Afrika Größter Wildpark in Afrika geplant

06.10.2001 ·  Nicht nur ein Herz, sondern endlich auch Platz für Tiere: Mosambik, Simbabwe und Südafrika wollen gemeinsam den größten Wildpark der Welt aufbauen.

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Die Grenzzäune fallen: diesmal für Tiere. Mosambik, Simbabwe und Südafrika wollen gemeinsam den größten Wildpark der Welt aufbauen. Die aneinandergrenzenden Gebiete des Krüger-Nationalparks in Südafrika, des Gonarezhou-Reservats in Simbabwe und des Coutada Jagdgebietes in Mosambik sollen zu einem riesigen Naturreservat zusammengefügt werden. Die angrenzenden Naturschutzgebiete eingerechnet wird der Park fast 100.000 Quadratkilometer groß, was der Größe von Portugal entspricht.

Für das grenzübergreifende Projekt würden insgesamt 1.000 Elefanten von Südafrika in das Nachbarland Mosambik gebracht, teilte das südafrikanische Umwelt- und Tourismusministerium am Donnerstag mit. Dies sei der umfangreichste Tiertransport seit rund 50 Jahren und solle in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein. Der Park soll sich über die Grenzen der drei Länder hinweg zunächst auf 35.000 Quadratkilometern erstrecken und den Namen Gaza-Krüger-Gonarezhou, kurz GKG, tragen.

Umzug der Elefanten hat begonnen

In einem symbolischen Akt öffnete der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela am Donnerstag eine Grenzschranke für einen der ersten Elefantentransporte. Die Tiere, unter ihnen auch einige junge Elefanten, sollten sich zunächst in einem geschlossenen Gehege an ihre neue Umgebung gewöhnen, bevor sie in die Wildnis entlassen würden, hieß es. 23 Elefanten seien schon nach Mosambik gebracht worden.

Das größte Tier-Königreich

Der südafrikanische Umweltminister Valli Moosa sprach vom gegenwärtig „bedeutsamsten Naturschutz-Projekt der Welt". „Dies wird wahrhaftig das größte Tier-Königreich der Welt", sagte er weiter.

Für die Tiere im berühmten südafrikanischen Krüger-Nationalpark bringt der Park nicht nur ein Plus an Lebensraum, sondern wieder eine Lebensperspektive. Weil das Areal für die rund 9.000 Elefanten dort zu eng wurde, war schon laut darüber nachgedacht worden, einen Teil der Tiere zu töten, um den Erhalt der übrigen zu ermöglichen. Auch den Leoparden, Löwen, Büffeln und Nashörnern werden im neuen riesigen Wildpark besser Lebenschancen eingeräumt.

Noch sind Widerstände zu überwinden

Doch die Widerstände gegen den Park sind nicht von der Hand zu weisen: In Mosambik hat die Wilderei in den vergangenen Jahren zugenommen. Wildtiere wurden gejagt, um den Menschen Fleisch zu liefern. Dabei gingen die Wilderer zum Teil auch gewaltsam gegen Wildhüter vor, die sie erwischt hatten. In Simbabwe könnten sich außerdem Besitzansprüche von Kriegsveteranen zum Problem ausweiten. Sie erheben erste Ansprüche auf Gebiete innerhalb des GKG-Parks. Die unrühmlichen Enteignung der Veteranen in diesem Jahr wurden von der Regierung Simbabwes gebilligt.

Chancen auch für Menschen

Doch es geht bei dem Projekt nicht nur um die Tiere in einer Region, in der Millionen arme Menschen leben. Von einem derart attraktiven Wildpark erhoffen sich die beteiligten Länder auch Impulse für den internationalen Tourismus, indem Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung geschaffen werden könnten. Die Armut der Bevölkerung ist auch der Grund, dass die Wilderei im Grenzgebiet wieder zugenommen hat. Das neue Naturreservat soll auch das Bewußtsein der Bevölkerung gegenüber der schützenswerten Fauna stärken.

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