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Ägypten Mehr als 40 Kinder sterben bei Verkehrsunfall

Eine nicht ausreichend gesicherte Bahnanlage hat in Ägypten zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Ein Schulbus mit 60 Kindern an Bord wurde von einem heranrasenden Zug erfasst.

© REUTERS Am Unglücksort in Manfalut, rund 500 Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo

Bei dem Zusammenstoß eines Schulbusses mit einem Zug sind in Ägypten mindestens 47 Menschen getötet worden, darunter 44 Kinder. Das Unglück ereignete sich am Samstagmorgen in der südlichen Provinz Assiut. Rund 60 Kinder saßen den Behörden zufolge im Bus, als dieser vom Zug an einem Bahnübergang der Stadt Manfalut erfasst wurde.

Das Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf das Transportministerium, dass der Busfahrer wohl versucht habe, die Gleise noch in letzter Sekunde zu überqueren. Er und zwei Busbegleiter wurden bei dem Unfall ebenfalls getötet, hieß es. 13 Menschen seien verletzt worden.

Als Reaktion auf den Unfall reichte der Transportminister Mohammed Raschad al-Matini seinen Rücktritt ein. Präsident Mohammed Mursi ließ über seinen Sprecher erklären, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei, um die Verantwortlichen für das „tragische Unglück“ zu finden.

Ungesicherte und völlig veraltete Bahnanlagen führen in Ägypten immer wieder zu schweren Unfällen. Die Signalvorrichtungen sind zum Teil noch handbetrieben, Schranken an den Übergängen gibt es kaum. Meist sind Nachlässigkeit und menschliches Versagen die Unfallursachen. Das gilt auch für Busunglücke, die sich oftmals auch wegen waghalsiger Manöver der Fahrer ereignen.

Jährlich kommen nach ägyptischen Medienberichten rund 7000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben - Tendenz steigend.

Quelle: dpa

 
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