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Germanwings-Katastrophe : Airbus-Chef kritisiert Talkshows nach Flugzeugabsturz

  • Aktualisiert am

Airbus-Chef Manager kritisiert die Talkshows nach der Germanwings-Katastrophe. Bild: dpa

In den Talkshows nach der Germanwings-Katastrophe hätten Experten „spekuliert, fantasiert und gelogen“, sagt Airbus-Chef Thomas Enders. Er fordert eine striktere Kontrolle durch die Fernsehräte. Der Gebührenzahler werde für dumm verkauft.

          Der Vorstandsvorsitzende des Luftfahrtunternehmens Airbus, Tom Enders, hat scharfe Kritik an den TV-Talkshows nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs geübt. „Was wir kritisch hinterfragen sollten, ist das Unwesen, das manche ’Experten’ vor allem in TV-Talkshows treiben“, sagte Enders der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Teilweise wurde dort ohne Fakten spekuliert, fantasiert und gelogen. Oft hanebüchener Unsinn. Das ist eine Verhöhnung der Opfer“.

          Zugleich forderte Enders eine bessere Kontrolle durch die Fernsehräte. „Das ist Missbrauch der Medienmacht. Diese Leute verkaufen uns alle für dumm. Und dafür gibt es dann noch Honorare vom Geld der Gebührenzahler. Hier stimmt die Aufsicht in den Anstalten nicht.“

          Die Piloten verteidigte Enders hingegen. Sie seien „normalerweise sehr zuverlässig, erstklassig ausgebildet“. Der Airbus-Chef: „Piloten verdienen auch weiter unser Vertrauen. Ein schwarzes Schaf macht noch keine Herde.“

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