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8-Jährige über die Zukunft : „Mit 40 mag ich Lego immer noch“

  • -Aktualisiert am

Wollen später mal beide die Erde verlassen: Laura als Astronautin und Jan als Legobauer auf einem fremden Planeten. Bild: Max Kesberger

Die Zweitklässler Jan und Laura reden über die Zukunft, das Älterwerden und die Frage, ob Erwachsene mehr Angst haben als Kinder.

          Laura und Jan, ihr seid beide acht Jahre alt. Was bedeutet für euch das Wort Zukunft?

          Laura: Wenn man weiter weg denkt. Nicht jetzt, sondern weiter raus.

          Jan: Hundert Jahre zum Beispiel.

          Und wie wäre es mit morgen? Ist der Tag morgen auch die Zukunft?

          Jan: Nein.

          Ab wann ist es denn die Zukunft?

          Jan: Ab einem Jahr.

          Habt ihr euch mal überlegt, wie die Zukunft aussehen könnte?

          Jan: In der Zukunft gäbe es zum Beispiel Essen in der Schule. Damit meine Eltern nicht mehr so viel kochen müssen. Oder das Essen würde sich von selber machen, das wäre auch toll.

          Wie meinst du das?

          Jan: Wenn es in der Zukunft zum Beispiel Roboter gibt, die so etwas erledigen.

          Wie würden die aussehen?

          Jan: Die würden Menschen ähneln und auf Rollen fahren. Die würden dann anstrengende Arbeiten erledigen.

          Laura: Oder Zimmer aufräumen.

          Was, denkt ihr, könnte noch in der Zukunft passieren?

          Jan: Es gibt weniger Müll.

          Laura: Oder dass man Müll aufessen kann.

          Jan: Dass die Autos dann fliegen können. Dann wären die Straßen frei, dann kann man da Fahrrad fahren oder laufen.

          Laura: Aber dann ist die Luft so voll. Ich finde besser, wenn man beamen kann.

          Was ist Beamen?

          Laura: Wenn man auf einen Knopf drückt, und dann woanders herauskommt.

          Und wo würdest du dich dann hinbeamen?

          Laura: Zu meiner Oma. Zu fahren dauert es sechs Stunden. Beim Beamen müsste ich einfach nur auf den Knopf drücken und wäre da.

          Jan: Wenn die Maschine kaputt wäre und dich woanders hinbringen würde, was würdest du dann machen?

          Laura: Dann würde ich versuchen, sie zu reparieren.

          Wo wohnt ihr in der Zukunft?

          Jan: Ich glaube, dass es fliegende Häuser gibt. Wenn die Sonne explodiert, kann man einfach mit seinem Haus zu einem anderen Planeten fliegen.

          Laura: Ich wohne im Wald. Da ist es immer schön kühl. Oben im Baum. Und dann gibt es da noch einen Austobe-Raum. Und ein Schwimmbad.

          Und in der Zukunft könnte man auch den ganzen Tag Süßigkeiten essen, oder?

          Jan: Nein, ich würde auch auf meine Zähne achten.

          Wenn du in der Zukunft ein Erwachsener bist und keiner sagt dir mehr, was du machen sollst, würdest du trotzdem auf deine Zähne achten?

          Jan: Ja, ich glaube schon. Seit meine Mutter mal ein Loch hatte beim Zahnarzt, benutzen wir jeden Tag Zahnseide. Und wir putzen sehr ordentlich.

          Was wären es noch so für Sachen, die man, obwohl es Roboter gibt, selbst machen muss?

          Jan: Lego-Bauen. Das würde ich niemals Robotern überlassen.

          Laura: Ich auch nicht. Noch nicht mal meinem Papa.

          Habt ihr in der Zukunft auch Kinder?

          Jan: Ja, ich würde dann mal heiraten. Dann hätte ich zwei Kinder. Drei wären zu viel. Weil ich denen auch Taschengeld geben will.

          Wie viele Kinder wirst du in der Zukunft haben, Laura?

          Laura: Drei. Zwillinge und noch ein größeres Kind.

          Jan: Aber du kannst doch nicht bestimmen, ob es Zwillinge werden.

          Vielleicht in der Zukunft schon?

          Jan: Stimmt, man kann sich in einigen Ländern auch schon die Samen von Männern einfrieren lassen und dann bei den Frauen reinoperieren. Aber nicht in Deutschland, da ist das verboten. Irgendwo in Japan, China oder sonstwo.

          Wie seht ihr später eigentlich aus?

          Jan: Ich denke so wie jetzt - nur ein bisschen größer.

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