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15.000 Euro Hohes Kopfgeld für die Ergreifung eines Luchs-Mörders ausgelobt

 ·  Mitte März präparierte ein Unbekannter im Bayerischen Wald ein totes Reh und tötete so die Luchskatze „Tessa“. Umweltschutzorganisationen haben nun ein Kopfgeld in Höhe von 15.000 Euro für die Ergreifung des Täters ausgelobt.

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© dpa Am Rande des Nationalparks Bayerischer Wald wurde die Luchskatze „Tessa“ vergiftet.

Zur Ergreifung des bayerischen Luchs-Mörders ist eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt. Die Umweltschutzorganisation WWF und die Gregor Louisoder Umweltstiftung erhöhten die bereits ausgelobte Belohnung von 5000 Euro noch einmal um 10.000 Euro, wie der WWF am Mittwoch mitteilte. Angesichts der gefährlichen Dreistigkeit des Täters sei jeder Hinweis aus der Bevölkerung extrem wertvoll.

Die Luchsin „Tessa“ war Mitte März tot im Bayerischen Wald gefunden worden. Sie starb an einer Vergiftung. Ein Unbekannter hatte ein von „Tessa“ gerissenes Reh mit Gift präpariert. Die Umweltschützer werteten die Vergiftung als neue Eskalationsstufe der Wilderei. Außerdem habe der Wilderer Menschen gefährdet, da das präparierte Reh in unmittelbarer Nähe einer Siedlung lag und das Gift schon bei bloßer Berührung wirke. Dadurch hätten sich spielende Kinder vergiften können, auch der Revierpächter hätte sich vergiften können, wenn er das Reh angefasst hätte.

Luchse sind die größten Raubtiere Europas. In Bayern galten sie ab dem Jahr 1846 als ausgerottet. Seit den fünfziger Jahren wurden wieder vereinzelt Luchse gesichtet, später gab es Versuche der Wiederansiedlung. Allerdings hat sich die Zahl der Luchse im Bayerischen Wald zuletzt kaum erhöht.

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