26.08.2008 · Wer das Gleiche tut, verdient noch lange nicht dasselbe. Rund ein Viertel bekommen Frauen in Deutschland weniger für ihre Arbeit als die männlichen Kollegen. Nirgendwo in Europa ist die Kluft so groß. Die Ursachen dafür sind hinlänglich beschrieben.
Von Sven AstheimerWer das Gleiche tut, verdient noch lange nicht dasselbe. Rund ein Viertel bekommen Frauen in Deutschland weniger für ihre Arbeit als die männlichen Kollegen. Nirgendwo in Europa ist die Kluft so groß.
Die Ursachen dafür sind hinlänglich beschrieben: Noch immer tragen Frauen hierzulande die Hauptlasten, wenn es um die Erziehung des Nachwuchses geht. Diesen Trend hat auch das Elterngeld noch nicht umgekehrt. Kommen Mütter dann nach jahrelanger Pause in den Beruf zurück, geschieht dies oft in Teilzeit. Karriere- und Verdienstsprünge? Meistens Fehlanzeige.
Ein wenig Trost mag da die Aussicht spenden, dass sich die Arbeitgeber künftig um die Dienste ihrer Mitarbeiterinnen stärker werden bemühen müssen, wenn die Arbeitskräfte in einer alternden Gesellschaft weniger werden. Vor dem Ruf nach gesetzlichen Regelungen sei jedenfalls gewarnt. Denn das beste Argument für höhere Gehälter ist immer noch eine fundierte Ausbildung; und da stellen Frauen mittlerweile an den Hochschulen schon die Mehrheit.
Diese berechtigten Ansprüche in nach wie vor von Männern dominierten Unternehmen auch entsprechend zu vertreten ist zugegeben schwierig - aber Frauensache.
Denkfehler
Jan Kuhlmann (jan.kuhlmann)
- 26.08.2008, 23:08 Uhr
Frauen ueberprivilegiert
Horst Trummler (Vandale6906)
- 26.08.2008, 23:58 Uhr
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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