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Klimaschutz : Umwelt-Organisationen begrüßen G-20-Ergebnisse

Indiens Premierminister Narendra Modi (l.), Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (r.) beim G-20-Gipfel in Hamburg Bild: AFP

Bis auf die Vereinigten Staaten und die Türkei, die auf einmal Bedingungen stellt, stehen die G 20 weiter zum Pariser Klimaabkommen. Das freut insbesondere Umweltschutzorganisationen.

          Das Bekenntnis der „G 19“ zum Pariser Klimaabkommen wird von zahlreichen Umwelt-Organisationen begrüßt, trotzdem fordern viele von ihnen weitere Anstrengungen. „Heute hat sich gezeigt, dass sich zumindest 95 Prozent der Staaten gemeinsam für unser Klima und unseren Planeten einsetzen wollen“, sagte Kristin Reißig, bei der Umweltschutzorganisation WWF für Klima- und Energiepolitik zuständig. „Auch wenn die US-Regierung die gemeinsamen Bemühungen nicht länger unterstützen will, sehen wir in den USA und weltweit, dass sich nicht-staatliche Akteure, wie Städte, Unternehmen und Zivilgesellschaft, weiter für den Schutz unseres Klimas einsetzen.“ Wichtig sei nun, diese Aktivitäten zusammenzubringen, „durch ein klimafreundliches Stromsystem, eine Neuausrichtung der weltweiten Finanzströme und die Umsetzung langfristiger Klimapläne“.

          Hanna Decker

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Laurence Tubiana, Chefin der European Climate Foundation (ECF), hielt das Verhandlungsergebnis von Angela Merkel “angesichts des politischen Umfelds” für eine “bemerkenswerte Leistung”. Trump sei international isoliert. “Es ist nun an den Staats- und Regierungschefs, Kanzlerin Merkel einbezogen, die globale Energiewende zu beschleunigen und das Potential für Gesundheit und Wirtschaft zu heben.“ Das Treffen zwischen Kanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der kommenden Woche sei dafür ein passender Auftakt.

          Entwicklungshilfe und Infrastrukturinvestitionen

          Lob gibt es für den Anhang zum Dokument, den sogenannten Hamburger Aktionsplan. Dieser sei „das konkreteste Ergebnis zur Klimapolitik, das es bei der G 20 je gab", sagt Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch. Er begleitet den G-20-Prozess schon lange und gilt als sehr gut vernetzt. Der Plan zeige, „dass es jetzt nicht mehr nur um die Bekräftigung des Paris-Abkommens geht, sondern um die Schritte zu seiner Umsetzung." In dem Dokument betonen die „G 19“ zum Beispiel die Bedeutung von langfristigen Klimaschutzstrategien.

          Sie verpflichten sich, Entwicklungshilfe und Infrastrukturinvestitionen an Klimazielen auszurichten und nennen Schritte, mit denen Unternehmen und Investoren zur Offenlegung ihrer Klimastrategien ermutigt werden können. Bals findet gut, „dass die 19 Partner sich auch zu ihrer Verantwortung für die Armen und durch den Klimawandel besonders Verletzlichen bekennen und eine globale Partnerschaft für Finanzierungs- und Klimaversicherungslösungen starten." An vielen Stellen müsse der Plan jedoch noch konkreter werden. Außerdem müsse Merkel auch für Deutschland dringend einen Plan für einen sozialverträglichen Kohleausstieg vorlegen.

          Auch Jennifer Morgan, Geschäftsführerin von Greenpeace International, verwies auf den schmutzigen Energieträger. “Die G 19 waren heute standhaft und haben erfolgreich das Paris-Abkommen gegen Trumps Ausstiegsentscheidung verteidigt, aber das ist nicht genug.“, sagte sie. Die G 19 hätte sich dazu bekennen müssen, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu beschleunigen.

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