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Frankreich : Fillon beansprucht UMP-Parteivorsitz

  • Aktualisiert am

Der frühere Premierminister François Fillon will das Ergebnis bei der Urwahl der UMP anfechten Bild: AFP

Das Kampf um den Parteivorsitz der konservativen UMP hat abermals eine Wende genommen. Der frühere Premierminister François Fillon hat das Ergebnis der Urwahl angefochten, bei der laut Wahlkommission Jean-François Copé zum Wahlsieger ausgerufen wurde.

          Der Machtkampf bei den französischen Konservativen setzt sich fort. Am Mittwoch hat der frühere Premierminister François Fillon das offizielle Ergebnis der Urwahl vom Sonntag angefochten und sich selbst zum Sieger erklärt. Die Ergebnisse von drei Überseegebieten seien nicht berücksichtigt worden, teilte Fillon in einem Schreiben mit. Daher sei das am Montagabend verkündete Ergebnis, nach dem sich der bisherige Generalsekretär der UMP, Jean-François Copé, mit einem Vorsprung von 98 Stimmen durchgesetzt habe, ungültig.

          Fillon forderte, dass der frühere Premier- und spätere Außenminister Alain Juppé vorübergehend die Partei führen solle. Copé lehnte das ab. „Es gab Ergebnisse. Wir müssen uns jetzt zusammenfinden und zusammenarbeiten“, sagte er in Paris. Solange keine andere Entscheidung gefallen sei, bleibe er Vorsitzender der Partei. Auch der Vorsitzende der internen Wahlkommission, Patrice Gélard, erklärte, dass er die Entscheidung zugunsten von Copé nicht mehr rückgängig machen könne. Allenfalls eine Berufungskommission sei dazu in der Lage. Fillon sagte aber, Gélard habe ihm bestätigt, dass drei Überseegebiete nicht in die Zählung einbezogen wurden. Anderenfalls läge Fillon nach dessen Angaben mit 26 Stimmen Vorsprung bei fast 176000 abgegebenen Stimmen vorn. der FDP im Bundestag unsicher.

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