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Frankfurter Flughafen Lufthansa-Passagiere saßen wegen Nachtflugverbots fest

16.12.2011 ·  Erst fehlte ein Passagier, dann zeigte ein Signal mögliche Probleme an und schließlich war es zu spät zum Abheben: Mehr als 500 Lufthansa-Passagiere verbrachten die Nacht am Frankfurter Airport.

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521 Lufthansa-Passagiere haben die Nacht auf Freitag unfreiwillig am Frankfurter Flughafen verbracht. Ein Airbus A 380 nach Johannesburg durfte wegen einer fehlenden Einzelgenehmigung der Luftaufsichtsbehörde nach 23.00 Uhr nicht mehr starten, berichtete das Unternehmen am Freitag.


Die Maschine hätte am Donnerstag planmäßig um 22.10 Uhr abheben sollen. Der Start verzögerte sich aber wegen eines nicht erschienenen Passagiers, dessen Gepäck wieder aus dem Flieger geholt werden musste. Als der Großraumjet dann um 22.45 Uhr an der Startbahn stand, habe ein Signal mögliche Probleme an den Flügelklappen gezeigt. Eine sofortige Überprüfung habe ergeben, dass es sich um eine Fehlanzeige handelte, berichtete ein Sprecher. Doch nach weiteren zehn Minuten sei keine Startgenehmigung mehr erteilt worden.

Keine angaben zu Kosten
 

Die Passagiere seien in Hotels rund um den Flughafen untergebracht worden mit Ausnahme derjenigen, die kein Visum für den Schengenraum vorlegen konnten. Sie mussten im Transit-Terminal auf Feldbetten übernachten und wurden von Lufthansa-Kräften versorgt. Die Maschine startete am Freitagvormittag mit mehr als zwölf Stunden Verspätung nach Südafrika.


Die Lufthansa und andere Fluggesellschaften protestieren schon länger gegen das seit Ende Oktober geltende vorläufige Nachtflugverbot. Ihrer Ansicht nach werden die möglichen Ausnahmeregeln von der hessischen Landesregierung zu rigide gehandhabt. Starts nach 23.00 Uhr werden danach nur aus Gründen genehmigt, auf die die Gesellschaften keinen Einfluss haben, wie etwa schlechtes Wetter. Technische Pannen am Flugzeug oder Schwierigkeiten mit Passagieren wie im vorliegenden Fall gehören nicht zu den möglichen Genehmigungsgründen. Vor der A 380 waren im November auch schon zwei Condor-Langstreckenjets über Nacht am größten deutschen Flughafen stehengeblieben.


Der Lufthansa-Sprecher wollte sich nicht zu den konkreten Kosten äußern, die Lufthansa in solch einem Fall selbst zu tragen hat. Zu den Aufwendungen für die Unterbringung kommen zusätzlich Kosten etwa durch die Umplanung der Umläufe sowie dem Einsatz weiterer Crews und Flugzeuge. Wegen der Unwägbarkeiten an der Nachtgrenze hatte die Lufthansa den planmäßigen Start der Johannesburg-Maschine für den Winterflugplan um 30 Minuten nach vorne gezogen.

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