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Veröffentlicht: 15.01.2016, 21:37 Uhr

ZDF-“Traumschiff“ Entschädigung für Kreuzfahrt mit Sascha Hehn

Der Dreh einer Folge des ZDF-„Traumschiff“ vermasselt Urlaubern den Reisespaß. Ein Gericht sieht das genauso und verdonnert das Reiseunternehmen zu einer Entschädigung.

© dpa Das aus der Fernsehreihe „Traumschiff“ bekannte Schiff „MS Deutschland“ verließ im Juni 2015 den Hafen von Kiel und startete damit seine letzte Kreuzfahrt

Mit dem ZDF-„Traumschiff“ verbinden die meisten Menschen Flucht aus dem Alltag und Entspannung. Für ein Berliner Ehepaar war es das Gegenteil. Wegen Beeinträchtigung durch den Dreh während ihrer Kreuzfahrt bekommen die zwei Geld zurück. Das Amtsgericht Bonn gab ihrer Klage auf Reisepreisminderung statt. Wie eine Sprecherin am Freitag bestätigte, muss das Bonner Reiseunternehmen den 82 und 79 Jahre alten Eheleuten für die Reisetage, an denen auf ihrem Kreuzfahrtschiff gedreht wurde, 1022,76 Euro zurückzahlen. Das ist eine Minderung um 20 Prozent an zwölf Drehtagen.

ZDF-Serie "Das Traumschiff" © dpa Vergrößern Die „Traumschiff“-Crew an Deck (v.l.n.r.): Schiffsarzt Nick Wilder, Chefstewardess Heide Keller und Kapitän Sascha Hehn

Die Eheleute hatten die 26-tägige Kreuzfahrt von Vietnam nach Neuseeland auf der „MS Amadea“ für 11 080 Euro gebucht. Was die erfahrenen Kreuzfahrer nicht wussten: Das relativ kleine Schiff mit 600 Passagieren ist seit Anfang 2015 Drehkulisse fürs „Traumschiff“. Entsprechend waren immer Teile des Luxusliners, vor allem das Promenadendeck, für Aufnahmen mit Sascha Hehn als Kapitän und Heide Keller als Chefstewardess gesperrt. Das Ehepaar fühlte sich auch gestört durch lautes Hämmern und Sägen und Megafon-Anweisungen. Als Passagier sei man stets auf der Flucht vor dem Filmteam gewesen.

Es gehöre zum Vertrag einer ordnungsgemäßen Reise, so das Urteil der Bonner Amtsrichterin, dass Passagiere jederzeit alle Freizeitmöglichkeiten nutzen könnten. Einschränkungen beispielsweise durch die Absperrungen des Promenadendecks für die Dreharbeiten seien ein Reisemangel und müssten nicht hingenommen werden. (AZ: Amtsgericht Bonn 101C 423/15)

Quelle: dpa

 

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