Wetterkatastrophen wie die gegenwärtige Flut in weiten Teilen Europas schädigen Privathaushalte und Unternehmen. Manche Firmen aber leiden nicht nur im Katastrophenfall.
Alleine, dass die Sonne sich in diesem Sommer so rar macht, kann Biergärten, Straßencafés und Landwirte auch außerhalb des Überflutungsgebietes empfindlich treffen. Auch Bekleidungshersteller leiden unter den kühlen Temperaturen. Im Winter wiederum sind Heizölfirmen und Stromlieferanten auf Kälte angewiesen, und auch die Reifenhersteller brauchen Schnee, damit ihr Geschäft läuft.
Wie die Umsätze dieser Betriebe sind fünf Prozent des Bruttosozialproduktes der westlichen Industriestaaten vom Wetter abhängig. In Westeuropa sind das rund 300 Milliarden Dollar.
Optionen bringen Geld im Schadensfall
Gegen Wetterkapriolen können Unternehmen sich seit einiger Zeit mit Derivaten absichern. Gebräuchliche Wetterderivate sind Optionen. Sie sichern eine Firma gegen die Zahlung einer bestimmten Prämie im Schadensfall ab.
Kauft beispielsweise ein Golfclub eine solche Option, zahlt sein Vertragspartner den zuvor festgelegten Vertrag, falls die Golfsaison zu wenig Sonnentage hatte. Tritt der Schadensfall nicht ein, erhält der Golfclub zwar keine finanzielle Gegenleistung für seine Prämie. Aber er hat sein Risiko abgesichert und sich damit vor zu stark schwankenden Umsätzen geschützt.
Die verlinkten Texte informieren darüber, wie Wetterderivate funktionieren.
