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Kommentar : An der Wall Street

Die Wall Street in New York: Sitz der amerikanischen Börse Bild: AFP

Dass Amerikas Börse von einem Rekord zum nächsten klettert, ist nicht der Irrationalität geschuldet. Statt Rezession wird seit 75 Monaten in Folge Beschäftigung aufgebaut. Mit Trump dürfte es noch mehr werden.

          Es wäre ein Leichtes, die immer neuen Kursrekorde an der Wall Street als Ausdruck irrationalen Überschwangs und als Beleg für eine Spekulationsblase zu bezeichnen. Man kann aber auch anders darauf blicken. Die amerikanische Wirtschaft hat bei sehr niedriger Inflation 75 Monate in Folge netto Beschäftigung aufgebaut. Man muss bis in die Vorkriegszeit zurückgehen, um einen so langen Zeitraum zu finden, in dem sich der Arbeitsmarkt kontinuierlich verbessert hat.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          In diesem langen Zeitraum haben Naseweise wiederholt den bevorstehenden Eintritt der amerikanischen Wirtschaft in eine Rezession angekündigt, für den es niemals einen handfesten Hinweis gab. Der Ölpreis befindet sich heute auf einem Niveau, mit dem sowohl die amerikanischen Förderer wie auch die amerikanischen Verbraucher leben können.

          Was immer der neue Mann im Weißen Haus konkret tun wird: Es spricht vieles dafür, dass eine Steuerreform den Unternehmensgewinnen eher nützt als schadet. Natürlich sind amerikanische Aktien nach traditionellen Kriterien schon lange nicht mehr billig. Aber solange die Wirtschaftsdaten stimmen, muss man die Börse nicht kaputtreden.

          Dow Jones

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          Quelle: F.A.Z.

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