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Wall Street Aktien kaum verändert - Merck verlieren 10 Prozent

 ·  Die Aktienkurse an den amerikanischen Börsen haben sich am Montag nur wenig verändert. Die Anleger hielten sich wegen der Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl am heutigen Dienstag zurück.

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Die Aktienkurse an den amerikanischen Börsen haben sich am Montag nur wenig verändert. Die Anleger hielten sich wegen der Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl am heutigen Dienstag zurück. Der Dow Jones Index stieg leicht um 0,3Prozent auf 10054 Punkte. Der S&P-500-Index blieb konstant bei 1130 Punkten, und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index legte um 0,3 Prozent auf 1980 Punkte zu.

Die Aktien von Merck & Co. brachen um 10 Prozent auf 28,17 Dollar ein. Ausgelöst wurde der Kurseinbruch durch einen Bericht im "Wall Street Journal", wonach der Pharmakonzern versucht haben soll, Hinweise über erhöhte Risiken des Arthritis-Medikamentes Vioxx über mehrere Jahre geheim zu halten. Merck hatte Vioxx, mit dem das Unternehmen jährlich 2,5 Milliarden Dollar umsetzte, Ende September wegen des erhöhten Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos vom Markt genommen. Auf der Gewinnerseite standen Peoplesoft. Die Titel verteuerten sich um 10,6 Prozent, nachdem Konkurrent Oracle seine Offerte für Peoplesoft um 3Dollar auf 24 Dollar je Aktie erhöht hatte.

Ölpreis deutlich gesunken

Der deutliche Rückgang des Ölpreises auf zeitweise weniger als 50 Dollar je Barrel (159 Liter) bewirkte die leichte Kurserholung an der Wall Street und schob die Unsicherheit über den Ausgang der Präsidentenwahl im Handelsverlauf in den Hintergrund. Daher drehten die Aktienkurse nach anfänglichen leichten Kursverlusten ins Plus. Nach Ansicht von Marktteilnehmern wird aber die Wahl in den nächsten Tagen die Börsenlage bestimmen. Dabei rechnen Händler und Analysten mit steigenden Notierungen, sollte George W. Bush das Rennen machen. Für den Fall des Einzugs seines Herausforderers John Kerry ins Weiße Haus werden moderate Kursabschläge erwartet. Die Konsumausgaben der Verbraucher sind im September zum Vormonat auf das Jahr hochgerechnet real um 0,5 Prozent gestiegen nach einem Rückgang von 0,1 Prozent im August, teilte das Handelsministerium mit. Analysten hatten einen Zuwachs von 0,6 Prozent erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1930 Werte legten zu, 1371 gaben nach und 155 blieben unverändert. Neue Höchststände hatten 192 Titel, neue Tiefstände 13.

Die Staatsanleihen tendierten leichter. Titel mit 10 Jahren Laufzeit gaben um 16/32 auf 101 10/32 nach, die Rendite stieg auf 4,09 Prozent. Anleihen mit 30 Jahren Laufzeit schwächten sich um 28/32 auf 107 26/32 ab. Die Rendite legte auf 4,85 Prozent zu. (kön./Reuters)

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