Home
http://www.faz.net/-gv6-7guz3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Zertifikate und ETFs

Vollgeld Geld, das nur die Notenbank schöpfen kann

Anhänger des Vollgeldes wollen Banken verbieten, weiter Geld zu schöpfen. Anstatt dessen soll die Zentralbank die Geldmenge vollständig kontrollieren können.

© dpa Vergrößern Beim Vollgeld soll die Notenbank die vollständige Kontrolle über die Geldmenge bekommen.

„Vollgeld“ nennt sich eine Idee zur Reform des Geldsystems: Banken soll nicht länger erlaubt sein, Geld zu schöpfen. Bislang können Banken das, indem sie Kunden bei der Kreditvergabe auf deren Girokonto eine Einlage gutschreiben, für die sie bei der Zentralbank nur eine Mindestreserve halten. Die Anhänger des Vollgeldes wollen, dass die Notenbank die vollständige Kontrolle über die Geldmenge bekommt. Dazu könnte man die Banken verpflichten, eine Mindestreserve von 100 Prozent bei der Notenbank zu halten. Oder man könnte festlegen, dass überhaupt nur noch die Notenbank Geld schöpfen darf.

Die Anhänger des Vollgeldes vergleichen ihre Pläne mit alten Zeiten, als es noch kein Buchgeld gab, sondern nur Scheine und Münzen, die vom Staat geschaffen wurden. Zu den Befürwortern gehören der Doktorvater von Josef Ackermann, Hans Christoph Binswanger, und Joseph Huber, ein Professor aus Halle. 5,2 Billionen Euro gibt es in Europa - aber nur 879 Milliarden Euro Bargeld.

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Der Preis des Geldes Die neue Welt der Negativzinsen

Wer Geld spart, zahlt jetzt drauf. Wer einen Kredit aufnimmt, muss am Ende weniger zurückzahlen. Das ist die neue Welt der negativen Zinsen. Wie verrückt ist das denn? Mehr Von Christian Siedenbiedel

16.02.2015, 10:15 Uhr | Finanzen
Mehr als nur Schmuck Glänzendes Geschäft mit Gold in der Türkei

Gold ist bei vielen Türken beliebt - nicht nur als Schmuck, sondern auch als Wertanlage. Das Land ist der viertgrößte Goldmarkt der Welt und der zweitgrößte Exporteur. Die Firmen reagieren auf die Nachfrage, Banken bieten zum Beispiel die Ausgabe von Münzen an Automaten an. Mehr

24.02.2015, 16:48 Uhr | Gesellschaft
Geldpolitik Die Anleihemärkte unterschätzen den Aufschwung

Die Anzeichen für einen Konjunkturboom nehmen zu, aber die Renditen für europäische Staatsanleihen fallen auf Rekordtiefs. Der Grund ist die EZB. Mehr Von Gerald Braunberger

27.02.2015, 08:36 Uhr | Finanzen
Deutsche Bundesbank Von Münz-Archäologen und Geldschein-Detektiven

Der eine ist auf verbranntes Geld spezialisiert, der andere auf falsches. Eine spezielle Abteilung der Deutschen Bundesbank steht ganz in Dienste des Baren. Rund eine Million Geldscheine und 100.000 Münzen prüfen die Mitarbeiter jedes Jahr. Mehr

23.01.2015, 12:01 Uhr | Wirtschaft
Schuldenkrise Bundesbank ermahnt Athen

Die Bundesbank sorgt sich, Griechenland könnte Notkredite für Geschäftsbanken zu einer illegalen monetären Staatsfinanzierung missbrauchen. In der EZB wird derweil nach Informationen der F.A.Z. über eine nochmalige Ausweitung der Nothilfen nachgedacht. Mehr Von Philip Plickert

16.02.2015, 16:53 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.08.2013, 12:41 Uhr

Offline Banking Bankkunden wollen Filialen - aber nicht dafür zahlen

Nur wenige Mausklicks entfernt - die Mehrheit nutzt das Internet für alltägliche Geschäfte. Dennoch ist die Nähe zur Filiale noch immer ausschlaggebend für die Wahl der Hausbank. Mehr Von Markus Frühauf 12 4

Wertpapiersuche