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Vollgeld : Geld, das nur die Notenbank schöpfen kann

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Beim Vollgeld soll die Notenbank die vollständige Kontrolle über die Geldmenge bekommen. Bild: dpa

Anhänger des Vollgeldes wollen Banken verbieten, weiter Geld zu schöpfen. Anstatt dessen soll die Zentralbank die Geldmenge vollständig kontrollieren können.

          „Vollgeld“ nennt sich eine Idee zur Reform des Geldsystems: Banken soll nicht länger erlaubt sein, Geld zu schöpfen. Bislang können Banken das, indem sie Kunden bei der Kreditvergabe auf deren Girokonto eine Einlage gutschreiben, für die sie bei der Zentralbank nur eine Mindestreserve halten. Die Anhänger des Vollgeldes wollen, dass die Notenbank die vollständige Kontrolle über die Geldmenge bekommt. Dazu könnte man die Banken verpflichten, eine Mindestreserve von 100 Prozent bei der Notenbank zu halten. Oder man könnte festlegen, dass überhaupt nur noch die Notenbank Geld schöpfen darf.

          Die Anhänger des Vollgeldes vergleichen ihre Pläne mit alten Zeiten, als es noch kein Buchgeld gab, sondern nur Scheine und Münzen, die vom Staat geschaffen wurden. Zu den Befürwortern gehören der Doktorvater von Josef Ackermann, Hans Christoph Binswanger, und Joseph Huber, ein Professor aus Halle. 5,2 Billionen Euro gibt es in Europa - aber nur 879 Milliarden Euro Bargeld.

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