18.07.2007 · Die Börsen erreichen einen Höchststand nach dem anderen. Macht nichts. Institutionelle Anleger sind optimistisch wie lange nicht mehr.
Den Sorgen um zunehmende weltweite Kreditrisiken zum Trotz sind die großen institutionellen Anleger zuversichtlich wie lange nicht mehr. Der Optimismus unter Fondsmanagern lag im Juli auf einem 16-Monats-Hoch, wie die internationale Monatsumfrage von Merrill Lynch unter 186 Investmentprofis ergab. „Trotz der jüngsten Unsicherheiten an den globalen Kreditmärkten sind institutionelle Anleger voll in Aktien mit starkem zyklischen Bezug investiert“, kommentierte die weltweit drittgrößte Investmentbank die Ergebnisse ihrer Studie.
Demnach glauben die befragten Fondsmanager, die zusammen ein Vermögen von 618 Milliarden Dollar verwalten, fest an eine Fortsetzung des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs und an weiter wachsende Unternehmensgewinne. Als eine Konsequenz setzen sie zunehmend auf risikoreichere Investments. Entwicklungsländer sind den Angaben zufolge die Hauptprofiteure dieser Entwicklung. Dies geht zu Lasten von Anlagen in Amerika und der Eurozone, hieß es.
Größter Optimismus für Aktien seit Februar 2006
69 Prozent der Vermögensmanager setzen der Umfrage zufolge die Anlagekategorie Aktien auf „übergewichten“. Das ist der höchste Wert seit Februar 2006. Im Vormonat waren es noch 66 Prozent gewesen. „Übergewichten“ heißt, dass die Befragten mehr Aktien halten, als es Vermögensmodellen entspricht. 72 Prozent der Befragten gaben zugleich an, Anleihen „unterzugewichten“. Im Juni waren es 66 Prozent gewesen. 35 Prozent erklärten, Aktien aus Entwicklungsländern überzugewichten. Zu den großen Gewinnern gehören Merrill Lynch zufolge auch Technologiewerte, die von 26 Prozent übergewichtet werden.
Auch wenn die Fondsmanager die weitere wirtschaftliche Entwicklung positiv beurteilen, sorgen sie sich doch um die aktuellen Kreditkrisen an den Finanzmärkten. In Amerika sind derzeit etliche zweitklassige Hypothekenkredite, die sogenannten Subprimes, notleidend. Solche Kreditausfallrisiken seien das größte Problem für die Stabilität der Finanzmärkte, glauben 72 Prozent der Befragten. Risiken aus der Geldpolitik, wie höhere Leitzinsen oder schwankungsreiche Wechselkurse, sind nur für 44 Prozent ein größeres Problem.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |