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Wall Street Der schwächste Börsen-Monat steht vor der Tür

29.08.2011 ·  Gemeinhin wird der Oktober als der schwächste Börsenmonat wahrgenommen. Doch der Blick auf die Historie rehabilitiert den Oktober. Die rote Laterne hat vielmehr der in Kürze beginnende September inne.

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In den vergangenen Tagen haben die Weltbörsen unter Anführung der Wall Street zu einer Kurserholung angesetzt. Diese Verschnaufpause hat man sich auch hart verdient, schließlich sind die Notierungen in den Wochen zuvor so schnell und so stark wie selten zuvor in den Keller gerutscht.

Ob hinter den jüngsten Kursgewinnen mehr steckt als nur eine Zwischenerholung wird sich erst noch zeigen müssen. Rein saisonal betrachtet können sich die Anleger jedenfalls längst noch nicht beruhigt zurücklehnen. Wenn sich die Geschichte wiederholt, sollten sie sich vielmehr besser anschnallen. Denn mit dem vor der Türe stehenden September wartet der schwächste Börsenmonat überhaupt erst noch auf sie.

September weist über alle vier Betrachtungszeiträume hinweg Verluste auf

Wie schwach sich die Kurse am amerikanischen Aktienmarkt in der Vergangenheit im September entwickelt haben, zeigen Daten vom Finanzdienstleister Standard & Poor´s (S&P). Demnach stehen mit Blick auf den S&P 500 Index hier über alle vier Betrachtungszeiträume hinweg (1929, 1945, 1970 und 1990) die schwächsten Ergebnisse zu Buche. So hat etwa der September dem S&P 500 Index seit 1945 im Schnitt ein Minus von 0,5 Prozent beschwert. Das ist miserabel im Vergleich mit dem Plus von 0,67 Prozent, der sich durchschnittlich für alle Monate seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ergibt.

Aber nicht nur das: Der September notierte in allen vier Betrachtungszeiträumen im Minus und ziert mit dieser Bilanz wie bereits erwähnt noch vor dem Februar das Tabellenende in der monatlichen Performance-Rangliste. Zum Vergleich: Mit Platz sieben rangiert der als Crash-Monat wahrgenommene Oktober im Mittelfeld.

Volatilität im September und Oktober sehr hoch

Die Geschichte spricht somit dafür, dass der Wall Street eventuell noch ein paar weitere schwache Wochen bevorstehen. Langeweile dürfte auch deshalb aufkommen, weil der September zudem auch zu den volatilsten Börsenmonaten gehört. Seit 1945 schwankten die Kurse hier in zehn Fällen um mehr als zehn Prozent. Das bedeutet Rang drei in der Volatilitätsrangliste. Und danach schließt sich mit dem Oktober auch gleich der Spitzenreiter in dieser Tabelle an.

Bei S&P hält man vor diesem Hintergrund beim derzeit bei knapp 1.200 Punkten notierenden S&P 500 Index eine Erholung bis in den Bereich von 1.250 bis 1.260 Punkten für möglich. Bis sich Hinweise auf eine wieder anziehende Konjunktur einstellen, raten die Experten um Investmentstratege Sam Stovall aber zu einer generell vorsichtigen Vorgehensweise.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors wieder.

Quelle: @JüB
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