13.02.2010 · Verluste an den Aktienmärkten wie derzeit müssen nicht immer schlimm sein. Mit den richtigen Indexfonds (ETF) können Anleger sogar davon profitieren. Diese Fonds führen die Bezeichnung „Short“ und einen Indexnamen.
Von Dyrk ScherffVerluste an den Aktienmärkten wie derzeit müssen nicht immer schlimm sein. Mit den richtigen Indexfonds (ETF) können Anleger sogar davon profitieren. Diese Fonds führen die Bezeichnung "Short" und einen Indexnamen.
Der am meisten gehandelte Short-Indexfonds in Deutschland ist der Short Dax ETF von DB X-Trackers, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Dieser Fonds gewinnt ein Prozent, wenn der Aktienindex Dax ein Prozent verliert. In den vergangenen 30 Tagen legte er 7,7 Prozent zu.
Indexfonds gibt es in verschiedenen Risikovarianten
Die riskantere Variante ist der ETFX Dax 2x Short Fund. Er steigt und fällt doppelt so stark wie der Dax. Verliert der Dax also ein Prozent, legt der Indexfonds zwei Prozent zu. Seit Mitte Januar gewann der Fonds schon 15 Prozent. Steigt der Dax aber, verliert der Fonds auch doppelt so stark.
Short-Indexfonds gibt es auch für die wichtigsten Indizes von Frankreich, Großbritannien oder Amerika, Aktienindizes für Gesamteuropa und den Euroraum sowie für einzelne Branchen wie IT oder Grundstoffe. Allerdings weisen nur die Fonds, die von fallenden Bank- und Versicherungsaktien profitieren, akzeptable Handelsumsätze auf. Bei anderen wird oft noch nicht mal ein Kurs am Tag ermittelt. Sind die Umsätze zu klein, riskieren Anleger, zu spät wieder aus den Fonds herauszukommen.
Sie sind in der Regel vergleichsweise preiswert
Short-Indexfonds sind ein preiswerter Weg, auf Verluste zu spekulieren. Die laufenden Gebühren liegen zwischen 0,15 und 0,6 Prozent im Jahr. Hinzu kommt die Provision der Bank beim Kauf und Verkauf und der Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs, der je nach Fonds variiert, aber meist maximal drei Prozent betragen darf.
Die Gelder sind auch geschützt, wenn die Fondsgesellschaft Insolvenz anmeldet. Trotzdem sind sie keine konservativen Produkte. Sie taugen nur für kurzfristige Investments. Denn Kursverluste über mehrere Jahre sind selten.
Dyrk Scherff Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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