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Reform des Bankensystems Bankenlobby im Rückzugsgefecht

 ·  Verbietet man den Banken, weiter auf eigene Rechnung zu handeln, muss der Steuerzahler im Krisenfall dafür nicht zahlen. Aber dann droht der Untergang des deutsche Erfolgsmodells - eine Diskussion im House of Finance der Frankfurter Uni.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Peter Ehrl
Peter Ehrl (pehrl) - 29.01.2013 05:42 Uhr

Banken müssen nicht gerettet werden

Banken müssen nicht gerettet werden, schon gar nicht vom Steuerzahler. Schon immer gingen Banken pleite, jeder, der sein Geld dort hintrug wusste das. Jetzt meinen Politiker, sie müssten Banken retten - und das auch noch selektiv. Die Folge werden Ungerechtigkeit und laissez faire sein, denn die Politik wird die Geldwirtschaft nie völlig kontrollieren können und eine Bank mit Rettungsschirm muss sich nicht mehr so anstrengen.

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Cornelius Schwarz

Hauptsache Aktivismus

Nachdem die Politik mit ihrer Politik des billigen Geldes so viel Gutes für ihre Ideologie und ihren Machterhalt getan hat, haben sich die Banken wie gewünscht in Transmissionsmechanismen verwandelt, um das Geld in die "Realwirtschaft" zu pressen.

Hier hat das überflüssige Geld, wie bekannt, den Sinn von Investitonen durch kreative Zerstörung bewiesen.

Mit diesem Erfolg haben die Politiker wieder einmal bewiesen: Kapitalismus ohne die regulierende Hand sozialistischer Politiker funktioniert nicht.

Was zu beweisen war.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 28.01.2013 11:50 Uhr

Rationalität der sog. Märkte gibt es nicht!

Die Finanzbranche hat ein überragendes Interesse daran, den Unterschied zu verwischen zwischen Kredit- und Anlagegeschäft und insgesamt von Finanzmarkt zu sprechen. Und die Politik plappert es nach. So wird suggeriert, hier sei durchgängig die Rationalität des Marktes am Werk.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 27.01.2013 21:26 Uhr

Der Erfolg der Wirtschaft und die Banken

Wie ist es zu verstehen, dass der Erfolg der Wirtschaft vom Beibehalten des Universalbankensystems abhängt?
Zunehmend ist doch zu beobachten, dass die in der Realwirtschaft stattfindende Wertschöpfung von zunehmender Abschöpfung im Bank/Finanzbereich bedroht wird. "Inzwischen wurden mit dem Spekulationssektor des neoliberalen Regimes Ökonomie und Gesellschaft in die dauerhafte, unaufhebbare Verschuldung und endlose Zinszahlung von privaten Haushalten, Unternehmen und Staaten getrieben und dabei letztlich fast der ganze ökonomische Mehrwert abgesaugt - für ein ´Blasen-Spiel´ mit und für sich selbst. Dieses `Spiel´allerdings wird die Menschheit in kürzester Zeit in verschiedenste Formen des Kollapses treiben, deren Zeitzeugen und Opfer wir ja bereits sind." (W. Elsner)

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 27.01.2013 21:25 Uhr

Es wird sich nichts ändern: Der Bürger wird zahlen

Von keiner Partei im Bundestag (außer Die Linke) wird der Grundsatz von Frau Dr. Merkel bezweifelt, dass alle Banken systemrelevant sind (gilt auch für die IKB, die kaum einer kennt).
Dieses bedeutet eindeutig, dass im Schadensfall der Steuerzahler haftet.
Die Banken haften höchstens mit den Einlagen des Bankenrettungsfonds und der ist lächerlich gering aus gestattet im Verhältnis zu den Risiken der Banken.
Eine Diskussion der "Bankentrennung" geht an der Sache vorbei, denn im Schadensfall wird seitens jeder Regierung argumentiert:
"Der Schaden ist für die Industrie ist zu groß und die Banken sind deshalb systemrelevant".
Der Steuerzahler haftet und zahlt - so oder so, nur mit einer vernünftigen Finanztransaktionssteuer kann das Problem gelöst werden.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 27.01.2013 21:03 Uhr

Deutsches Erfolgsmodell?

Kann ich nicht erkennen! Deutschland hat EINE einzige Bank, die international von Bedeutung ist. Und diese Bank, die Deutsche Bank, ist erst mit dem Einverleib von Bankers Trust in diese Position gekommen. Ferner merke ich an, dass Kemmer als Risikovorstand im Brennpunkt der skandalösen Ereignisse bei der Bayerischen Landesbank in Zusammenhang mit dem Kauf der Hypo-Adria stand. Hierzu musste er den Staatsanwälten rede und antwort stehen. Nun geriert er sich zum Branchensprecher! Skandalös!

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walter mayer

es reicht


es reicht - eine neue Bewegung

es reicht - mit der Frauen Quote

es reicht - mit dem Banken Bashing

es reicht - mit den Steuern

es reicht - mit den Strompreisen

es reicht - sozial Gier

es reicht mit den Schulden

es reicht mit der staatlichen Steuerverschwendung für Flüghäfen, Opern, Brücken, Schuldenzinsen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.01.2013 11:51 Uhr
Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 28.01.2013 11:51 Uhr

Die Gewinne werden privatisiert, die Kosten sozialisiert

Die Finanzbranche hat ein überragendes Interesse daran, den Unterschied zu verwischen zwischen Kredit- und Anlagegeschäft und insgesamt von Finanzmarkt zu sprechen. Und die Politik plappert es nach. So wird suggeriert, hier sei durchgängig die Rationalität des Marktes am Werk.

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Closed via SSO

Traumhaft

Aus dem Artikel:
Die systemischen Risiken der Bankbranche sollen verringert werden, damit der Steuerzahler im Falle einer künftigen Krise erst als letzte Instanz zur Kasse gebeten wird und nicht als erste Instanz zahlen muss.
Erfolgsmodell? Als solches würde ich ein Modell bezeichnen bei dem der Steuerzahler überhaupt nicht zur Kasse gebeten wird. Bei Misswirtschaft haben die Folgen nur die Aktionäre bzw. Teilhaber und die handelnden Personen zu tragen. Kann ich mit meinem Gewerbe auch irgendwoe beantragen daß ich nicht pleite gehen darf und notfalls der Steuerzahler zum Erhalt der Firma einspringen muss. Anfang oder Ende - mir ist beides recht......

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walter mayer

da waren es nur noch ZWEI


hat ja auch Vorteile wenn ein Trennbankensystem einführt wird. Dann braucht Hessen nichts mehr in den Länderfinanzausgleich mehr einzuzahlen, da waren es nur noch ZWEI, Bayern und Baden-Württemberg

dann wird in D verboten schnelle grosse Autos zu bauen. UPPS, da waren nur noch ein Land das Bezahlt, BaWü.

dann wird es verboten Maschienen zu bauen die Strom verbrauchen, upps da war D pleite und wir haben 100.000 Hungertote und Bürgerkrieg

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Gerold Keefer

"Ob es besser wird, wenn es anders wird, weiß ich nicht ...

... Dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll, ist gewiss."

Georg Christoph Lichtenberg

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25.01.2013, 16:30 Uhr

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