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Aktienhandel Französische Finanzsteuer vertreibt die Anleger

 ·  Die Finanztransaktionssteuer belastet die Börse Paris. Die Anleger weichen in ausländische Aktien und in steuerbefreite Derivate sowie kleine und mittelgroße Aktien aus.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (7)
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Christoph Gruber

@Nico Lemmens

Wenn ich Sie richtig verstehe, ist eine solche Steuer erfolgreich, wenn Sie in der ganzen Eurozone erhoben wird. Dieser Ansicht sind auch unsere famosen Europolitiker. Es hat ihnen noch niemand gesagt, dass Zürich, London, New York und Singapore auch Finanzplätze sind. Die werden sich die Hände reiben bei Einführung einer EU-Finanztransaktionssteuer!

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Christian Treczoks

Konsequenz muss her.

Das Spiel funktioniert nur dann, wenn die Regeln eine gewisse Symmetrie aufweisen. Solange diese nicht da ist, werden interessierte Parteien jede Asymmetrie gnadenlos ausnutzen.

1. Finanztransaktionssteuer für alles, ohne Ausnahmen. Selbst für die Auszahlung am Automaten oder den Einkauf per EC-Karte. Dafür dann aber einen pauschalen Freibetrag für jeden.

2. Besteuerung von Investitionen aus Ländern, die keine solche Transaktionsbesteuerung haben. Hört sich erst einmal merkwürdig an, aber so verbilligt man Investitionen aus dem (erweiterten) Inland. Natürlich kann man Millionen in Shanghai anlegen, aber wenn es dort herumliegt, kann es kein Geld verdienen. Geld produziert eben kein Geld. Nur Wirtschaft produziert einen Mehrwert.Und keine der bekannten Steueroasen kann aus sich selbst den Mehrwert schaffen, der ihrem Zinsniveau entspricht.

Bei all dem hilft natürlich nur ein konsequentes Miteinander. Es ist möglich, erfordert aber politische Rückrat an vielen Stellen.

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Hans Edelmann

Nicht nur in Frankreich!

Durch hohe oder neue Steuern Anleger abzuschrecken oder zu vertreiben, ist ein politisches Gesellschaftsspiel, das in europäischen Staaten zunehmend ausgeübt wird. Auch deutsche
Parteien mischen da längst ihre Karten.

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Klaus Zeiger
Klaus Zeiger (Zeigerk) - 28.12.2012 10:15 Uhr

Steuereinnahmen oder Marktsteuerung

Dass der französiche Staat die erhofften Steuereinnahmen aufgrund von Ausweichbewegungen nicht erzielen werden können, dürfte auf der Hand liegen und kann keine Überraschung sein. Hier stellt sich eher die Frage auf welchen (naiven) Annahmen die Steuermehreinnahmen berechnet wurden; doch hoffentlich nicht auf der Basis unveränderter Geschäftstätitkeiten. Der Mechanismus funktioniert also: Besteuerung reduziert Aktivitäten. Gerade kurzfristig ausgelegte Transaktionen durch "am schnellen Profit orientierte geldgierige Finanzjongleure" finden wohl nicht mehr in dem Ausmass wie früher statt. Was war daher also nochmal der Zweck der Steuer?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 09:03 Uhr
thomas schulz

Wer ist denn hier naiv ?

Risikofreudige Anleger machen nun einen großen Bogen um F und Sie schließen daraus, daß die Besteuerung den ökonomisch schädlichen, aber profitablen Hochfrequenzhandel reduziert hätte.

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Nico Lemmens
Nico Lemmens (nlemmens) - 28.12.2012 08:28 Uhr

Frankreich und morgen?

Jetzt klagen die Franzosen und morgen ? Unser Problem sind wir selbst . Warum verstehen wir nicht das nur ein Gesetz für ein Thema auf Euro ebene funktionieren kann .
Wenn wir es ehrlich meinen und unsere Gier endlich verbannen dann hat jeder von uns mehr Sicherheit und können uns dem zuwenden wofür wir hier sind : leben und leben lassen.

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Paul Banaschak

Das stand gestern sogar in 20 Minuten drin

aber das ist auch kein Wunder sondern war vorherzusehen.
Aber wie sagen ja einige: lasst uns doch erst mal ein Jahr schauen, was wirklich passiert.
Oder anders ausgedrückt: stecken wir den Kopf in den Sand und hoffen, dass alles gut wird.

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27.12.2012, 19:55 Uhr

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