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Strategie Mit „gepaarten Trades“ zu relativ sicherer Rendite

04.08.2003 ·  Die Börsen sind massiv gestiegen, aber wie geht es nun weiter? Man kann die Frage umgehen mit intelligenten Strategien. Zum Beispiel mit solchen, die sich auch im Repertoire der Hedgefonds befinden.

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In den vergangenen Wochen und Monaten sind die Börsen phantastisch gelaufen und haben sich von ihren Märztiefs erholt. Nun stellt sich immer wieder die Frage, ob die Rallye noch weitergehen, ob es zu einer Stagnation oder gar zu einer größeren Gegenbewegung kommen kann. Denn viele Aktien sind zumindest aus fundamentaler Sicht hoch bewertet und die Konjunktur kann trotz all der positiv interpretierten Konjunkturdaten nach wie vor nicht richtig überzeugen.

Was kann man als Anleger in so einer Situation tun? Entweder in Aktien investiert bleiben und sich gegen mögliche Rückschläge durch die geschickte Platzierung von Stopp-Loss-Aufträgen absichern. Oder Strategien anwenden, wie sie beispielsweise die Hedgefonds in ihrem Repertoire haben. Nämlich Marktneutrale. Ihr Vorteil: Sie bieten konkurrenzfähige Erträge bei gleichzeitig deutlich reduziertem Risiko und verminderter Renditekorrelation mit einer reinen Aktienanlage.

„Die guten ins Töpfchen - die schlechten ins Kröpfchen“

Eine Variante sind zum Beispiel so genannte "gepaarte Trades". Das ist eine qualitativ geprägte Form des marktneutralen Anlegens. Der Anleger geht gewissermaßen von Branche zu Branche und filtert nach seinen Kriterien einmal die beste (X) und die schlechteste Aktie (Y) in Bezug auf die erwartete Kursentwicklung heraus. Dann kauft er die Aktie X und verkauft gleichzeitig die Aktie Y leer. Damit spekuliert er in erster Linie auf die unterschiedliche Kursentwicklung zwischen X und Y und ist dabei relativ unabhängig davon, was an den Börsen sonst noch passiert.

Er verdient nicht nur dann Geld, wenn X an Wert gewinnt und Y nachgibt, sondern auch dann, wenn in steigenden Börsen entweder X stärker zulegt als Y oder in fallenden Märkten Y mehr verliert als X. Falls Privatanleger keine Möglichkeit haben, Aktien leer zu verkaufen, so können sie die Strategie auch mit Optionsscheinen umsetzen. Sie kaufen eine Kaufoption auf X und gleichzeitig eine Verkaufsoption auf Y. Dabei sollten sie allerdings bereit sein, etwas mehr zu investieren. Denn die Rechnung geht nur auf, wenn sie langlaufende Optionen wählen, die gleichzeitig auch noch tief im Geld sind. Denn nur dadurch schalten sie den Einfluß der Volatilität und den Zeitwertverlust wenigstens in einem überschaubaren Rahmen aus.

Schönes Beispiel in der Automobilbranche

Ein sehr schönes Beispiel bietet in diesem Zusammenhang der Blick auf den Automobilsektor, speziell auf einen Vergleich zwischen BWM und DaimlerChrysler (siehe Grafik). Wer Ende Januar des Jahres 2000 Aktien von BMW gekauft hat und gleichzeitig Papiere von DaimlerChrysler leer verkauft hat, der blieb nicht nur unbehelligt von der Baisse, sondern er hat in der Zwischenzeit einen Gewinn von beinahe 100 Prozent erwirtschaftet. Weitere Beispiele sind auch in anderen Branchen zu finden, beispielsweise in einem Vergleich zwischen der Deutschen Bank und der BNP Paribas.

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