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Staatsanleihen : Portugiesische Renditen brechen ein

Portugal begibt seit rund einem Jahr keine mehrjährigen Anleihen mehr. Bild: dapd

Die Renditen portugiesischer Staatsanleihen sind am Freitag stark zurückgegangen. Lagen sie im Januar noch bei 22 Prozent, sind sie aktuell auf 5,8 Prozent gesunken.

          Der seit einiger Zeit zu beobachtende Rückgang der Renditen portugiesischer Staatsanleihen hat sich am Freitag erheblich beschleunigt. Die Rendite zweijähriger Papiere ging nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg um die Mittagszeit gegenüber dem Vortag um 92 Basispunkte auf 5,79 Prozent zurück.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Die Rendite hatte am 30. Januar noch bei rund 22 Prozent gelegen. Auch der Preis für Kreditausfallderivate (CDS) auf fünfjährige Staatsanleihen ermäßigte sich erheblich. Er fiel um 67 auf 881 Basispunkte. Sein Hoch hatte er ebenfalls am 30. Januar mit 1653 Basispunkten gesehen.

          Portugal gibt im zweiten Halbjahr 2013 wieder neuer Anleihen aus

          Es lag am Freitag keine aktuelle Nachricht vor, die den Renditerückgang erklären könnte. Portugal befindet sich seit rund einem Jahr unter dem Rettungsschirm des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) und begibt seitdem keine mehrjährigen Anleihen mehr, sondern nur noch kurzlaufende Geldmarktpapiere. Das Hilfsprogramm sieht vor, dass Portugal im zweiten Halbjahr 2013 wieder mit der Ausgabe neuer Anleihen beginnen soll.

          Die Umsätze in portugiesischen Anleihen und CDS sind gering. Das Land erfüllt im Gegensatz zu Griechenland die ihm von IWF und EU gestellten Auflagen klaglos. Anders als der Anleihemarkt lässt sich am portugiesischen Aktienmarkt jedoch keine Hausse beobachten. Der PSI-Aktienindex notiert in der Nähe eines langjährigen Tiefs.

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