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Serie DSW will Vertrauen in die Aktie erhalten

13.08.2002 ·  Politischer Einfluss und Interessenvertretung der Kleinaktionäre - so definiert die DSW ihre Aufgaben.

Von Petra Krüll
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Gegründet wurde die DSW, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., am 28. März 1947 in Düsseldorf. Ausgangspunkt für die damalige Initiative waren unter anderem die Entflechtung und Dekartellisierung des IG Farben Konzerns und des Montanbereichs sowie die rasche Durchführung der Wertpapierbereinigung und die Beseitigung der Umtauschverluste aus der Währungsreform für Inhaber von Reichsanleihen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich dieser Zielkanon um einiges verändert. Gleich geblieben ist jedoch, dass sich die DSW auf allen Ebenen für die Interessen der privaten Anleger insbesondere in Deutschland einsetzt.

Die Struktur der DSW...

Heute ist die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mit etwa 25.000 Mitgliedern der führende deutsche Verband für private Anleger. Die hauptamtliche Geschäftsführung hat ihren Sitz in Düsseldorf. Bundesweit gibt es neun Landesverbände, die von ehrenamtlichen Landesgeschäftsführern geleitet werden. Alle Repräsentanten der DSW sind Fachleute. In der Mehrzahl Juristen, aber auch Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Bankkaufleute.

Die Aufgaben des Aktionärsschutzes sind vielfältig und setzen an verschiedenen Punkten an. Sowohl auf der politischen Ebene als auch gegenüber den Aktiengesellschaften und den Banken setzt sich die Schutzvereinigung für die Interessen der privaten Anleger ein.

... und ihre Aufgaben

Etliche Gesetze über den Kapitalmarkt tragen die Handschrift der DSW. So finden sich in den umfangreichen Vorschlägen der Regierungskommission „Corporate Governance - Unternehmensführung, Unternehmenskontrolle, Modernisierung des Aktienrechts“ unter Leitung von Prof. Theodor Baums ihre Vorstellungen für einen verstärkten gesetzlichen Aktionärsschutz in Deutschland. Auch in der Folgekommission „Corporate Governance Kodex“ unter Leitung von Gerhard Cromme war die DSW erneut als einzige Aktionärsvereinigung vertreten. Außerdem war die DSW Mitglied der Expertengremien, die das deutsche Übernahmegesetz oder auch das vierte Finanzmarkt-Förderungsgesetz inhaltlich vorbereitete.

Auf etwa 1.000 Hauptversammlungen hat die DSW im Jahre 2001 die Interessen ihrer Mitglieder und anderer Aktionäre gegenüber den Unternehmensverwaltungen vertreten.
Kostenlose außergerichtliche Rechtsberatung speziell auf dem Gebiet des Aktien- und Bankrechts gehört ebenso zu ihrem Service für die Mitglieder wie die Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen per Musterprozeß. Wurden fundamentale Aktionärsrechte verletzt, hat die Einleitung von Gerichtsverfahren in vielen Fällen eine Ausgleichszahlung für die Mitglieder erwirkt. Die Erstberatung wird den Mitgliedern stets kostenlos erteilt. In aufwändigen Fällen, wie Beratung bei Vermögensverwaltungsverträgen, Prüfung von Prospekthaftungsansprüchen oder der Überprüfung von Börsentermingeschäften wird mit den betroffenen Anlegern stets eine moderate Aufwandspauschale vereinbart.

Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld ist der Bereich der Investmentclubs. Die Schutzvereinigung ist Dachverband der rund 6.500 deutschen Investmentclubs. Sie unterstützt Interessierte bei der Gründung neuer Clubs, zum Beispiel mit einer Mustersatzung, und steht den Clubs bei Problemen gerne mit kompetenter Beratung zur Seite.

Ziel: Vermittlung von Aktienwissen

Neben diesen Dienstleistungen für Mitglieder ist es das erklärte Ziel der DSW, die Aktienkultur in Deutschland zu fördern und das Wissen über das Anlagemedium Aktie zu verbessern. Aus diesem Grund werden Seminare zu unterschiedlichen Themen rund um die Börse veranstaltet. Um den Anlegern nicht nur die Aktienanlage, sondern auch die Aktiengesellschaften selbst näher zu bringen, gibt es Aktienforen und Betriebsbesichtigungen. Im Rahmen der Aktienforen stellen sich zwei oder drei interessante Unternehmen den Fragen des Publikums. Meist werden die Unternehmen durch ein Mitglied des Vorstandes präsentiert. Die Teilnehmer haben hier die Chance, direkt mit den Entscheidern zu sprechen und sich selbst ein Bild über das Management zu machen. Ein Informationskanal, der häufig genug nur den institutionellen Anlegern offen steht.

Durch die Börsenentwicklung insbesondere in den vergangenen Jahren hat die Beratungstätigkeit und Informationsarbeit der DSW noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Nach der Emissionsflut stellt sich nun die Aufgabe, trotz Bilanzmanipulationen und zum Teil grober Fehlinformation seitens des Managements bei den Anlegern das Vertrauen in die Aktie zu wahren.

Petra Krüll ist Pressesprecherin der DSW

Quelle: @aend
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