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Schwarzbuch Börse Das sollten Anleger bei Zertifikaten beachten

 ·  Die Bank wirbt kräftig für ein Zertifikat? Das bedeutet Kosten, die die Rendite schmälern können, heißt es im aktuellen „Schwarzbuch Börse“. FAZ.NET dokumentiert die Empfehlungen der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

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Die Bank bewirbt das Zertifikat? Das bedeutet Kosten, die die Rendite schmälern können. Sie wissen nicht, wie es mit der Zahlungsfähigkeit des Emittenten bestellt ist? Das ist schlecht. Wenn die Bank zahlungsunfähig wird, kann das Geld der Anleger nämlich verloren sein.

Diese und andere Tipps gibt die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) in ihrem aktuellen „Schwarzbuch Börse“ (www.sdk.org). FAZ.NET dokumentiert die Empfehlungen der SdK.

Tipps zum Zertifikatekauf:

- Definieren Sie eine klare Anlagestrategie und wählen Sie falls notwendig erst dann ein dazu passendes Produkt aus. Lassen Sie sich nicht durch Zertifikate zu einer Anlagestrategie verführen.

- Kaufen Sie keine Zertifikate von Anbietern mit schlechter Bonität, da der Einsatz im Falle einer Insolvenz unabhängig von der Marktentwicklung verloren ist.

- Lesen Sie vor einem Investment immer aufmerksam den Verkaufsprospekt und notieren Sie sich die Funktionsweise und offen ausgewiesene Kostenkomponenten, wie Verwaltungsgebühren oder Ausgabeaufschläge.

- Kaufen Sie nur Zertifikate, deren Preis Sie nachvollziehen können und meiden Sie Produkte, die keinen Rückzahlungsanspruch verbriefen.

- Kaufen Sie keine Zertifikate auf Aktienindizes oder Körbe, bei denen Dividendenzahlungen nicht in den Basiswert einfließen.

- Meiden Sie Zertifikate, die sich auf Basiswerte beziehen, die vom Emissionshaus eigens kreiert und berechnet werden.

- Beachten Sie, dass die meisten Anlagezertifikate intransparente Preisaufschläge enthalten. Diese sind zu Beginn der Laufzeit am höchsten und werden dann sukzessive vom jeweiligen Emissionshaus abgebaut.

- Bedenken Sie, dass von Banken beworbene oder aktiv angebotene Zertifikate in der Regel die höchsten Preisaufschläge und damit entsprechend niedrigere Renditen aufweisen.

- Beachten Sie, dass Sie während der Restlaufzeit prinzipiell keinen Rechtsanspruch auf faire Sekundärmarktpreise haben.

- Kaufen Sie Zertifikate mit Optionskomponenten nur, falls es eine Vielzahl vergleichbarer Produkte anderer Anbieter gibt und Sie die Preise vergleichen können. Dies ist allerdings fast nur für Discountzertifikate auf verbreitete Basiswerte möglich.

- Klassische Indexzertifikate auf Performanceindizes wie den Dax sind meist uneingeschränkt zu empfehlen, da hier Dividenden in die Wertentwicklung der Zertifikate mit einfließen und die Preise auch von nicht professionellen Anlegern nachvollzogen werden können. Beachten Sie, dass bei Basiswerten in Fremdwährung eventuelle Wechselkurssicherungen (Quanto-Zertifikate) abhängig von den Zinsdivergenzen auch Geld bringen können. Kurssicherungen bei japanischen Basiswerten müssten zum Beispiel bei fairem Pricing den Zertifikatepreis verbilligen.

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