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Schuldenkrise Italien gerät wieder stärker in den Fokus der Märkte

 ·  Die Renditen italienischer Staatsanleihen steigen weiter. Dennoch stießen die am Mittwoch ausgegebenen Geldmarktpapiere auf gute Nachfrage. Die Lage wird unterschiedlich eingeschätzt.

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Rudolf Vetter

Habe leider sehr schnell recht bekommen ...

Die Weiterentwicklung war auch nicht schwierig vorherzusehen. Am 10.6.2012 schrieb ich:

"Die Märkte nehmen den nächsten Wackel-Kandidaten ins Visier - die Politik hinkt hinterher!

Es wird interessant sein, in den nächsten Tagen zu schauen, bei welchem Land als nächstes die Zinsen für die Staatsanleihen in die Höhe steigen werden - das Muster der Märkte ist klar. Bereits wird es viele Investment-Banken geben, die in den letzten Tagen Short-Positionen auf Italien- und Frankreich-Papiere aufgebaut haben und nun die notwendigen Schritte einleiten werden, damit diese Warrants/Options baldmöglichst in die Höhe schnellen und abkassiert werden kann.

Kaum ist der nächste EU-Gipfel Ende Monat vorbei, wird in Brüssel die nächste Hektik ausbrechen, wenn italienische und vielleicht auch französische Finanzpolitiker sich über die teure Refinanzierung ihrer Staatspapiere beklagen: "Urgente, urgente, Euro-Bonds, per favore, subito!".

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Madeleine Pyka

@ Peter Hoch

Och das weiß ich nicht. Wir hatten einen Hyundai in Irland gemietet, nein, nicht die Marke speziell, aber wie das so geht, es gab eben den, ein Neuwagen übrigens.
Jeden Tag fiel was anderes ab, die Sonnenblende, die Radkappen einzeln, irgendwas war immer, und als wir den Wagen zurückgaben mit den Teilen die wir wiederfanden in einem Karton nebenbei und erklärten warum meinte der Autovermieter na und, ist doch bloß ein Hyundai. Ja gut, ist sechs Jahre her, trotzdem kann ich Ihre Schwarzmalerei bezüglich Autos anderer europäischer Länder nicht unterschreiben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 10:44 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 13.06.2012 10:44 Uhr

Naja, Frau Pyka, die Hyundai und Kia fuer den europaeischen Markt werden mittlerweile in der

Slowakei gebaut, in Produktionsanlagen, die der VW-Qualitaet nicht nachstehen. Marchionne haelt 70 - 80 % der Arbeitskraefte in seinen italienschen Fabrik-Museen permanent in CIG, der italienischen Form der Kurzarbeit. Wir haben eine Produktion im Industrie-Distrikt Pomezia-Aprilia, suedlich von Rom - dort sind mittlerweile 60 - 70 % der Fabriken geschlossen, Pharmazie, Flugzeugindustrie, Baubranche .... Die italienischen Gebietskoerperschaften schieben eine Welle von 70 Milliarden an ueberfaelligen Kundenzahlungen vor sich her (ueberfaellig heisst hier mehr als 300 Tage ueber Ziel) und die Banken sind alle im credit crunch, ein Mittelstaender, der jetzt schliessen muss oeffnet seinen Betrieb nie wieder. Italien ist flach.

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Andreas Müller

Die Geier kreisen

Jeder Tag, an dem Deutschland in der Euro-Zone verbleibt, ist ein Verbrechen am deutschen Volk. Die Geier kreisen immer offener über Deutschland. Erst sind es die Medien, bald wird eine Mehrheit der europäischen Führer eine Übernahme aller Schulden der Rotwein-Zone durch Deutschland verlangen.
Schnell, Frau Merkel, zögern Sie keinen Tag länger mit der Wiedereinführung der Deutschen Mark.

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Daniele Marino

Italiens Wirtschaft bricht nicht ein!

Klar die Wettbewerbsfähigkeit vor allem in Bezug auf China macht Italien zu schaffen. Aber "Made in Italy" ist halt eben immer noch ein ganz besonderes Qualitätssiegel. Im Bereich Maschinenbau, Mode / Textilindustrie, Agrikultur, Möbel / Haushaltswaren gehört Italien seit Jahrzehnten zu den führenden Industrienationen und diese Zweige brechen auch nicht ein. Probleme der italienischen Wirtschaft sehe ich eher im hohen Haushaltsdefizit und in der mangelnden Entwicklung erneuerbarer Energien.

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Jonas Fütterer
Jonas Fütterer (Eco23) - 12.06.2012 21:29 Uhr

Surreal

Diese Vorstellung hat mittlerweile dermaßen groteske Züge angenommen, die es sich lohnt, sich jene einmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Europa und der Rest der Industrienationen erwartet von einem Staat, der selber eine Verschuldung über ca. 80% des BIP aufweist (Tendenz aufgrund von bereits erfolgten Zahlungen an die europäische Pherephrie - und in gefühlten 2 Wochen Frankreich - überproportional steigend) , die am stärksten alternde Bevölkerung Europas (ergo eine eine mittelfristig ansthende Flut von Rentenansprüchen und aller Wahrscheinlichkeit nach einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Dienstleistugen und Produkten, welche v.a. öffentlich finziert werden), anderen Staaten Geld zu geben (offiziell sind es ja immer noch "Kredite"), deswegen selber künstlich höhere Zinsen zahlen zu müssen und dabei trotzdem noch der Buhmann des Kontinents zu sein, wenn er nur mal anfängt, darüber zaghaft zu murren?

Ohne Witz, damit kann nicht mal Dürrenmatt mithalten...

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 12.06.2012 20:18 Uhr

Dritte-Welt-Lebensstandard ante Portas

Das größte Problem Italiens ist die Wettbewerbsfähigkeit. Italien verhält sich zu den aufstrebenden Industriemächten, wie Fiat zu Hyundai - keine Chance.

Renault/Peugeot/Citroen zu Hyundai sieht allerdings auch nicht viel besser aus. Hier brechen ganze Industriezweige weg. Wahrscheinlich für immer.

Und die Chinesen sind noch gar nicht am Start. Hier zeichnet sich nicht weniger als eine Katastrophe ab.

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Otto Klapfenberger

Was soll das?

Italien macht voraussichtlich 1,7% neue Schulden und 2013 0,5%! Wo liegt das Problem? Die waren doch noch nie unter 110%/BIP verschuldet.
Da mach ich mir um Frankreich mehr Sorgen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 10:53 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 13.06.2012 10:53 Uhr

glauben sie das bloss nicht; ISTAT ist auch nicht besser als die Griechen; in der Statistik fehlen

vollkommen die Defizite correnti der Gebietskoerperschaften, die Risiken aus Derivat-Geschaeften, unzaehlige ertragsarme Immobilien der oeffentlichen Hand sind erfolgswirksam in staatlichen Objektgesellschaften geparkt etc.; Tremonti war ein Meister der finanza creativa und die jetzigen Techniker stehen ihm nicht nach.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 12.06.2012 20:15 Uhr

Eine Organspende für die Südländer?

Ein italienischer Professor hat jetzt einen offenen Brief an Schäuble geschrieben mit dem Inhalt, ein Arzt - Deutschland - dürfe einem Kranken - den Südländern - die erforderliche Medizin in Form von Schuldenübernahme (Eurobonds etc. ...) nicht verwehren.

Was lernen wir daraus?

1. Der Patient hat keine Verpflichtung sich selbst um seine Gesundheit zu kümmern, dafür sind andere da

2. Der Arzt soll seine eigenen Organe für den Kranken spenden, im Klartext "damit der Kranke noch lange saufen kann soll der Arzt seine Leber spenden und krepieren"

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 12.06.2012 20:14 Uhr

Die Situation wird auch herbeigeredet um die alternativlose Selbstbediehnung zu ermöglichen

Wenn die Zinsen steigen nachdem "gerettet" wurde, bedeutet dass doch nur, dass sich jetzt die ganzen Geier auf die frisch geöffneten Rettungsmiliarden zu ermöglichen. Oder sehe ich da etwas falsch. Zumal die Nachrichten primär aus angelsächsische Nachrichtenagenturen stammen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 21:04 Uhr
Ulla Nachtmann

Klar, Herr Staack

Ich bin überzeugt, dass ein Soros ,short' südliche Banken ist. Vielleicht auch die betroffenen Banken selbst. So kann man doch was ,bewegen'.

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Siegfried Kellner

Das war ja nicht anders zu erwarten.

Und was meinen die Gesundbeter in der Regierung dazu..???............. NICHTS !
Schnell, Frau Merkel hinfahren und noch ein paar Milliarden versenken, diesmal in Italien.

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Ulla Nachtmann

Nachtrag

Ich las heute - könnte in der Welt gewesen sein -, dass 70% der Italiener vom euro enttäuscht sind und meinen, dass es vorher besser war.
Vielleicht sagt uns ja Frau Gossmann-Walter was dazu?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 09:57 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Echt Herr Pellegrini,

dass m.d. Gemüse und Hühner mache ich schon. Habe ich mir v. Ihren Landsleuten abgeguckt un l'orto e galline - e anche un l'assino per la bellezza.
Zur Not, machen wir auf pelligrini und pilgern zu Padre Pio um e. Kerze anzuzünden,
vielleicht hilfts. ;-)

die Kaufkraft ist mit dem Euro überall in Europa gesunken, deswegen wer liebt eigentlich den Euro in Europa?
Ausser das er Überweisungen einfacher macht, nicht mehr auf Tagesvaluta umzurechnen ist,
nicht mehr umwechseln braucht, hat er dem Normalbürger nicht viel gebracht.
Ich sehe nur, wenn man in seinen Einkaufskorb schaut, ist nicht viel drin für z.B. 40 Euro. Für 80.000 Lire gabs wesentlich mehr. Aber das ist in Deutschland nicht anders.

Die Prämie der dt. Autoindustrie betrifft relativ wenige, und vom Export sprich Wirtschaftswachstum i. D. sind viele der arbeitenden Bevölkerung leider vollkommen ausgeschlossen

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Markus Teuber

Kein Wunder

In Italien waren die Preise für Waren und Dienstleistungen nach der TEuro-Einführung auch in's schon Obzöne gestiegen .
.
Wer im Jahr 2003 -2 Jahre nach der TEuro-Einführung- dort Urlaub machte ,konnte dies hautnah miterleben.
.
Damit sind übrigens nicht irgendwleche Hotelpreise oder sonstigen Touristen-Preise gemeint (welche ja immer höher als der reale Wert sind),sondern alltägliche Waren und Dienstleistungen,welche der Italiener als Einwohner zu zahlen hat(te).
.
Und diese Preiserhöhungen waren auch nie der Inflation geschuldet.
.
Aber merke : "Der TEuro ist ein Segen für ganz Europa,welches sich sonst ohne denselben fortwährend bekriegen würde !"

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Andrea Peter Luciano Pellegrini

Italien und Euro

Ohne Euro, gab es mehr Inflation, aber, die Gehalte stiegen mit proportion. Mit den Euro, kaum inflation (offiziell, nicht real), aber, die Gehalte, sind von der kaufkraft wesentlich gesunken!!!

Des wegen lieben die Italiener nicht den Euro.

Die grosse schuldt Italiens, ist das die Italienischen Regierungen (Alle, von Prodi bis Berlusconi) haben die nidriegen Zinsen nicht genutz den Schuldenberg wenigstens anfangen zur reduzieren.

Der grosse Paradox, ist das die meisten Deutschen den Euro nicht lieben, obwol er der Deutschen Industrie ein riesigen vorteil zum Export gebracht haben.
7.000 € praemie haetten die VW Mitarbeiter ohne die Waerung Euro nie in leben bekommen!!

Falls der Euro platzt, es rette wer kann, zum glueck habe ich 70 qm Garten, da baue ich schon Gemuese an, und, falls es so weiter geht, werde ich auch Huener zuechten!!!

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Karin Gossmann-Walter

Nein, diese Eindruck habe ich nicht,

der Italiener ist eher mit Montis Sparprogramm, vorab auch eines von Berlusconi, derart malträtiert, ausgenommen natürlich die sehr Wohlhabenden, Politiker und Mafia, dass
sie schwer stöhnen. Aber gemeinsam lamentieren macht ja bekanntlich eine schwierige Situation leichter ;-). Wenn jetzt noch mal 2 Punkte die Mwst. heraufgesetzt werden sollte, wie angekündigt, na dann.....
An "Europa" glaubt auch d. Italiener immer weniger.

"Schnell, Frau Merkel" - darauf sollte man gar nicht hören!
Monti und Konsorten sollten sich das mit den Eurobonds aus dem Kopf schlagen und ihre Energie für notwendige u. machbare Maßnahmen verwenden.
Und nicht täglich diese Volksverdummung verbreiten, Eurobonds wären die Lösung.

Dieser Buchhaltertyp Monti geht auf Betteltour...beschämend !

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Ulla Nachtmann

Die italienischen Zumutungen verdanken wir...

alleine der Meisterdiplomatin Merkel!
Wer mantrahaft „alternativlos“ und „scheitert der euro, scheitert Europa“ etc. benutzt, kriegt irgendwann die Retourkutsche:
.
„Darunter argumentiert der Chefredakteur Roberto Napolitano, dass es allein in der deutschen Verantwortung liege, Europa zu retten, mit einer allgemeinen Schuldengarantie, und einer gemeinschaftlichen Garantie für alle Bankschulden in Europa.“
Ich nehme an, dass Napolitano – wer weiß in wessen Auftrag er 1 Zeh ins heiße Wasser hält? - den Boden prüft.
Der Grund könnte Spanien sein:
„ISDA vermiest Anlegern den Appetit auf spanische Bonds“ (finanzenpunktnet)
Spanien fällt JETZT aus bei EFSF Zahlungen. Es bleiben nur noch die 3 großen Länder F, Dtld, Italien plus die kleinen Niederlande, Österreich, Finnland, Lux.
Ein weiteres downgrade F liegt für mich in der Luft.
Kann + will Italien angesichts eigener Misere noch zahlen? Ich habe da meine Zweifel.
Unerfüllbare Forderungen an andere stellen, macht eigene Umkehr leichter

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Edda Kuhlmann

Oxymoron

Der Nationalstolz in den suedlichen Laendern macht Ueberstunden, man rueckt in Empoerung zusammen, besinnt sich eigener Wurzeln und schwinkt vehement die Nationalflagge. Und nachdem man dann so seine Unabhaengigkeit und Reife bekundet hat, dreht man sich um und erwartet von Deutschland, das ganze zu bezahlen. Teenager machen das auch so.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 19:17 Uhr
Olivier Paria
Olivier Paria (Olipa) - 12.06.2012 19:17 Uhr

Wenn ich die Kommentare im FAZ Forum lese...

...frage ich mich wirklich in welchem Land der Nationalstolz am meisten Überstunden macht....

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Peter Ramsauer

Schnell, Frau Merkel

es ist 5 nach 12 in der Euro-Dämmerung - beenden Sie das Euro-Experiment bevor in ganz Europa brennende Barrikaden auf den Straßen errichtet werden.

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Jahrgang 1962, Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

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