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Rohstoffe Opec-Produktion gibt leicht nach

 ·  Die Ölproduktion der Opec-Länder ist im Mai zum ersten Mal seit acht Monaten gesunken. Derweil debattiert das Ölkartell über die weitere Fördermenge.

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Die Ölproduktion der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist im Mai zum ersten Mal seit acht Monaten gesunken, nachdem Anbieter wie Irak, Nigeria und Iran ihr Angebot reduzierten. Die zwölf Staaten des Ölkartells, die für rund 40 Prozent des Ölangebots auf der Welt sorgen, lieferten 31,58 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl am Tag. Dies geht aus dem neuen Opec-Monatsbericht hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Im April produzierte die Opec jeden Tag noch 31,64 Barrel Öl.

Saudi-Arabien liefert mehr Öl

Die Höhe der Opec-Förderung ist bedeutsam, weil sie ein wichtiger Faktor für das Ölangebot und damit das Preisniveau auf der Welt ist. Im vergangenen Dezember hatte die Opec ihre Förderquote auf 30 Million Barrels am Tag festgelegt. Dennoch wurde diese Marke übertroffen. Das liegt daran, dass Saudi-Arabien als größter Opec-Anbieter sein Angebot zuletzt erheblich gesteigert hat - so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr - und für den Ausfall iranischen Öls eingesprungen war. Wegen des Atomstreits zwischen dem Westen und Iran kaufen viele Länder weniger Öl aus Iran. Ab Juli gilt ein Importstopp für iranisches Öl in der Europäischen Union.

Am Donnerstag will die Opec bei ihrem Treffen in Wien über ihre künftige Fördermenge sowie die Preisentwicklung des Rohöls beraten. Nachdem die Ölpreise in den vergangenen Wochen stark gesunken sind, zeigt sich jetzt ein Konflikt innerhalb der Opec über die Förderhöhe: Länder wie Saudi-Arabien, aber auch Kuweit, Qatar und die Vereinigten Arabischen Emirate haben nichts gegen eine höhere Förderung. Anbieter wie Venezuela und Iran sind hingegen daran interessiert, die Produktionsmenge zu senken und damit die Preise zu stützen. Die Analysten der Bank Barclays argumentieren allerdings, dass die Opec sich am Donnerstag wohl zu keiner Änderung der Fördermenge entscheidet.

Derweil gaben die Ölpreise am Dienstagnachmittag weiter nach: Brent-Öl kostete 0,9 Prozent weniger auf 97 Dollar, WTI-Öl verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 82 Dollar.

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