11.05.2012 · Die Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise könnten kaum schlechter sein, trotzdem fällt der Goldpreis weiter. Seit Anfang des Jahres sind die Gewinne im Rohstoffsektor dahin.
Von Tim HöfinghoffRichtlinien für Lesermeinungen
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Natürlich steht jedem frei sein Geld dort anzulegen, wo es ihm
gutdünkt aber ich glaube nicht, daß Gold dem Anleger viel
Freude bereiten wird. Fakt ist nunmal, daß es wenig produktive
Nachfrage gibt, dafür umsomehr spekulative. In Krisenzeiten ist es
eine Anlageform für ängstliche, die aber leider ohne Zinsen
kommt und deren Erwerb und Aufbewahrung teuer ist
Insgesamt glaube ich nicht daran, daß der Erwerb von Gold
sonderlich clever ist, gute Aktien sind sicher viel erfolgvwrsprechender .
Wie gesagt, wer daran glaubt soll es tun, ich halte mich allerdings dem
Golde fern
"die Aktien solider Unternehmen sind langfrsitig immer die bester Anlage"? Das ist Unsinn
Schauen Sie mal nach Japan,
denken Sie an die USA-Depression ab 1929
und an die Stagnation beim Dow Jones von Anfang der 1960er Jahre bis 1982-
trotz hoher Inflation.
Von den zeitweilig horrenden Verlisten deutscher Qualitätswerte in
den letzten 100 Jahren und Nokia, Telekom und den anderen
Lieblingsaktien deutscher Privatanleger ganz zu schweigen.
Das ist keine Frage des Glücks
Dies ist weniger eine Frage des Glücks, sondern der logischen Überlegung.
Gold mag am Hals einer schönen Frau gut angelegt sein, ansonsten
ist es praktisch zu nichts nütze. in Krisenzeitem ist es ein
Beruhigungsmittel für die Ängstlichen und Zitrrigen, wie
Kostolany richtig sagte, mehr eben nicht.
Da die gegenwärtige Krise ihren Höhepunkt überschritten
hat und in den nächsten 12 Monaten an Aufmerksamkeitswert verlieren
wird, wird sich meiner Ansicht nach der Goldpreis eher nach unten
entwickeln. Mich würde ein Goldpreis von 1000- 1200 Dollar nicht überraschen
So oder so, die Aktien solider Unternehmen sind langfrsitig immer die
bester Anlage, dort wird Geld verdient, werden Waren hergestellt, das
ist das was letztlich zählt.
2011 betrug die weltweite Goldnachfrage knapp 4000 t. Davon machte die
indische Schmucknachfrage knapp 570 t aus, während die Anleger
Europas mit 375 t ins Gewicht fielen.
Gerade die Schmucknachfrage reagiert nachlassend auf Preissteigerungen.
Ein Jahr zuvor fragte Indien noch 657 t für Schmuckherstellung
nach, während Europa nicht mal in 300 t Gold investierte.
Das sollte uns vor Augen führen, dass wir uns und unser
Krisengeschrei nicht so wichtig nehmen sollen, weil Europa nicht mehr
Nabel der Welt ist.
Die Zahlen habe ich dem vierteljährlichen Bericht des World Gold
Councels entnommen.