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Private Equity Performance, aber nicht ohne Risiken

19.06.2001 ·  Auch bei Private Equity ist nicht alles eitel Sonnenschein. Unternehmer und Anleger sollten wissen, worauf sie sich einlassen.

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Werbung für und auch Berichte über Private Equity mögen sich durchaus gut anhören, aber es ist sicher nicht alles Gold, was glänzt. So gibt es auch in diesem Bereich durchaus Seiten, die nicht nur in der Sonne stehen.

Hat sich etwa ein mittelständischer Unternehmer mit einer Beteiligungsgesellschaft arrangiert, so wird es ihm trotz aller Vorteile zunächst sicherlich schwer fallen, plötzlich Entscheidungen nur noch nach Absprache mit anderen zu treffen. Konnte er zuvor doch beinahe nach Belieben schalten und walten. War gelegentlich sogar einmal das „Bauchgefühl“ bestimmend, so wird er jetzt zur „Professionalisierung“ gezwungen: zumindest die wichtigen Entscheidungen wird er mit Zahlen unterlegen müssen. Bleiben die Ergebnisse unter Plan, wird die Beteiligungsgesellschaft beratend oder möglicherweise auch korrigierend eingreifen. Im äußersten Notfall wird der Unternehmer sogar durch einen Geschäftsführer ersetzt.

„Knackpunkte“

Auch für Anleger, die ihr Geld einbringen möchten, gibt es einige Punkte, die sie mit ins Kalkül ziehen sollten. So mag zwar der Markt durchaus interessant sein, aber für den normalen Anleger ist er direkt nicht zugänglich. Wenn er nicht gerade mehrere Millionen auf dem Konto hat, wie beispielsweise Pensionskassen von Firmen, dann kann er nur über die „Private-Equity-Fonds“ in das Segment einsteigen. Diese sammeln das Geld der Anleger und verteilen es auf verschiedene Private-Equity-Firmen.

Auf Grund der langwierigen und komplizierten Wertermittlung ist in der Regel die Handelbarkeit der Anteile eingeschränkt. Selbst börsennotierte Fonds verzeichnen zum Teil nur verhaltene Handelsvolumina. Ein Anleger sollte damit am langfristigen Wertzuwachs orientiert sein, denn auch auf Ausschüttungen muss er verzichten.

Anlagehorizont und Investmentstil entscheiden

Aber nicht nur der Anlagehorizont spielt eine Rolle, sondern auch der Schwerpunkt des gewählten Fonds. So gab es gerade in den vergangenen Jahren einige Initiatoren, die sich speziell auf die Beteiligung an neu gegründeten Unternehmen der Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche konzentriert hatten. Sie erzielten überragende Renditen, solange sie ihre „Schäfchen“ innerhalb kurzer Zeit mit hohen Gewinnen an die Börse bringen konnten. Dieser „Ausgang“ ist ihnen aber nach dem Niedergang der „neuen Märkte“ weitgehend versperrt. So sitzen sie zum Teil jetzt noch auf Beteiligungen, die sie kaum noch verwerten können - und wenn, dann nur mit gewaltigen Wertberichtigungen. Das hat sich natürlich mit negativer Performance bemerkbar gemacht, bei einzelnen Fonds mussten sogar die Manager gehen.

Wichtig ist eine ausgewogene Mischung zwischen den Anlagestilen. Je nach Risikoneigung kann der Anteil an Wagniskapital höher sein, wenn ein Anleger für hohe Renditeerwartungen auch ein zunehmendes Risiko akzeptiert. Ist er eher konservativ, so sollte der Fonds mehr auf die „sichere Seite“ setzen und in die Expansion etablierter Unternehmen, in die Übernahme bestehender Betriebe ohne Betriebsnachfolger oder in den Kauf abgespaltener Unternehmenssparten investieren. Wie bei anderen Anlagen gilt auch hier: eine gesunde Mischung bringt den Erfolg.

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