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Nach Italiens Wahlen Der Schock der Märkte

 ·  Nach der Wahl in Italien ziehen die Investoren ihr Geld aus dem Land. Eurokurs und Aktien fallen. Was genau stört Italiens Geldgeber an dem italienischen Patt?

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 27.02.2013 12:12 Uhr

Wie lange halten wir das noch durch?

Ich bin ein Befürworter des Euro - noch. Aber wie lange halten wir das noch durch jedesmal mit Angst auf die Länder des ClubMed zu schauen ob sie uns finanzpolitisch mit ihrer Unberechenbarkeit nicht mit in den Abgrund ziehen. Es ist die Mentalität und die Denke in Italien die von jeher verhindert hat dass das Land eine vernünftige Wirtschaftspolitik betreibt. Vor dem Euro hat man dies durch regelmäßige Abwertungen der Lira ausgeglichen, wie die Franzosen es auch taten. Jetzt geht das mit dem Euro nicht mehr aber man hat sein Verhalten nicht umgestellt und man wird es auch nicht umstellen. Derzeit ist es wieder Italien, zusätzlich zu Spanien, Griechenland und Portugal und morgen sicher auch Frankreich. Wie lange können wir das noch aushalten? Das Vertrauen in den € ist geschwunden. Die Polen wollen ihn nicht mehr. Die Tschechen und die Briten sowieso nicht. Wir müssen endlich eine Lösung finden sonst bleibt uns nur die Amputation des ClubMed.

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Ulla Nachtmann

"Was genau stört Italiens Geldgeber an dem italienischen Patt?"

Ganz einfach: die Unsicherheit über das was kommen könnte.
Nichts hassen Investoren mehr als Unsicherheit, denn sie ist leider unkalkulierbar.
Wenn dann Montebourg gleich noch kräht: ich will unbegrenzten Schuldenankauf durch Draghis EZB, dann weiss der intelligente Investor jedoch, dass in la grande nation inzwischen alles den Bach runter geht. Trübe Aussichten - auch für den teuro.

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Alexander Hoos

arriverderci Italia .....

.... bye bye Euro.

Es ist traurig aber wahr: Deutschland sollte sich von dem gescheiterten Experiment des Euro verabschieden.

Die Wahl in Italien hat einmal mehr gezeigt, dass gewisse Länder überhaupt kein Interesse an stabilen Verhältnissen haben oder schlicht aufgrund ihrer Mentalität nicht dazu in der Lage sind.

Es wäre Zeit für unser Land, Farbe zu bekennen und sich wieder einmal auf deutsche Tugenden wie Fleiß, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, kurz: Disziplin zu bekennen. Ohne Pathos, ohne Blick zurück im Zorn.

Ohne Deutschland hätte es den Euro nie gegeben. Mit dem Euro wird es Deutschland irgendwann nicht mehr geben.

Wir sollten dem Schrecken ein Ende bereiten.

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Gerhard Franz

Kindliche Ansichten

Professor Monti verstand die Welt nicht mehr: Da hatte er sich ein Jahr mit einer "Sparpolitik" angestrengt - natürlich sparen nur die Bürger, der Staat überzieht weiterhin sein Konto, lediglich die Schuldenaufnahme geht zurück! - und greinte nun, daß die Belohnung der Kapitalmärkte ausbliebe. Und der Sozialist Bersani stieß ins gleiche Horn, nachdem man über eine Dekade von nahezu gleichen Zinsen in Euroland profitiert hatte und nun die bösen Deutschen für die Austeritätspolitik verantwortlich machte (Berlusconi). Das zeigt: alle sind gleich - bis auf Beppo Grillo, der den ganzen Politik-Circus als Klamauk entlarvt hat. Wie ein Pferd, das über einen Oxer springt und deswegen gleich ein Zuckerl bekommt, verlangen diese großen Kinder sofort nach einer Belohnung. Nachdem man die 63. Nachkriegsregierung erhält. Nachdem man Dekaden über seine Verhältnisse gelebt hat, frühzeitig in Pension geht, fehlt jetzt ein Winston Churchill, nicht nur in bella Italia, auch in der "Grande Nation"

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Paul Pauländer

Wohin mit dem Geld ?

Investieren ja, aber wo ? Wohin nur mit dem Geld ? In die marode USA ? Zu den chinesischen Kommunisten ? Oder bei den korrupten Russen ? Die "Märkte" haben bald die Wahl zwischen Durchfall und Verstopfung. So hat man sich die Sache mit dem Euro und dem Dollar sicher nicht vorgestellt. Sicherheit wollen sie, die "Märkte" ? Für wen und was ? Man wird wohl kaum drum herum kommen, gewisse Risiken einzugehen.

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26.02.2013, 12:12 Uhr

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