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Nach der Herabstufung Italien kommt mühelos an neue Milliarden

 ·  Die amerikanische Ratingagentur S&P beurteilt die drittgrößte Volkswirtschaft des Euroraums schlechter. Dennoch kommt das Land zunächst wie geplant an neuen Kredit. Der echte Test ist morgen.

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Italien hat nicht mit unmittelbaren Folgen der nun niedrigen Kreditnote zu kämpfen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Währungsunion nahm an diesem Mittwoch rund 9,5 Milliarden Euro neuen Kredit auf. Um für ein Jahr 7 Milliarden Euro zu leihen, musste das Schatzamt eine durchschnittliche Rendite von etwas mehr als 1 Prozent bieten - zuletzt verlangten Investoren für die Papier noch etwas weniger als 1 Prozent.

Viel spannender dürfte eine Auktion neuer Staatsanleihen an diesem Donnerstag werden, die im Jahr 2044 auslaufen. Während der Finanzkrise ist es Ländern, die in den Fokus gerieten, bisher trotz allem häufig noch möglich gewesen, sich für kurze Fristen neues Geld zu leihen.

Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) stufte am Dienstagabend ihr Rating für Italien von BBB+ auf BBB herab. Damit befindet sich die Note nur noch zwei Stufen oberhalb des als nicht mehr investitionswürdig geltenden Bereichs (Ramsch). Italiens Wirtschaft steckt derzeit in der längsten Rezession seit Jahrzehnten und kämpft zugleich damit, die Budgetvorgaben der Europäischen Union einzuhalten.

Italiens Notenbankchef Ignazio Visco mahnte infolge der Herabstufung, am Reformkurs festzuhalten und eine
umsichtige Finanzpolitik zu betreiben. Italien dürfe nicht riskieren, das Vertrauen der Investoren zu verlieren, sagte Visco während einer Versammlung des italienischen Bankenverbands.

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