21.10.2001 · Die Mark geht, der Euro kommt. FAZ.NET hat sich dazu in der Welt der Münz-Sammler umgehört und einige anregende Aspekte zusammengetragen.
Von Hans HeuserDie Mark geht, der Euro kommt. Die nächsten Wochen markieren einen wichtigen Punkt in der Geschichte des Geldes in Deutschland. Während das Thema Euro die meisten Menschen im Hinblick auf dessen Funktion als künftiges Zahlungsmittel bewegt, schauen andere schon auf ganz andere Aspekte im Zusammenhang mit diesem historischen Zeitpunkt. Denn gerade für die Sammler von Münzen ist das eine spannende Zeit.
Aktuell beherrscht dabei noch der Abschied von der Mark weite Teile der Auseinandersetzung mit dem Thema Münzen. Das hat sich zuletzt noch einmal eindrucksvoll bei der Ausgabe der „Goldmark“ gezeigt, die ganz offensichtlich sehr breite Schichten von Sammlern anspricht. Im Beitrag „Abschied von der D-Mark vergoldet“ hat sich Wolfgang Erzinger deshalb mit den Wertsteigerungsmöglichkeiten auseinandergesetzt, mit denen die Goldmark aufwartet.
Tipps vom Experten
Aber die Mark ist ja nicht in letzter Zeit zu einem attraktiven Sammelgebiet geworden. Der Beitrag „Beginn und Ende: 130 Jahre Deutsche Mark“ blickt zurück in die frühe Geschichte der Mark-Münzen, die zum Teil einen ansehnlichen Wert erreicht haben.
Im Interview mit Christian Stoess von Deutschlands ältestem Münzhandelshaus Dr. Busso Peus Nachf. (siehe Link „Mehr als nur die Suche nach Wertsteigerung“) erfahren vor allem Einsteiger ins Münzen-Sammeln, wie man sich diesem Thema am besten nähert. Stoess gibt dabei nicht nur wertvolle Tipps zur Informationsbeschaffung. Der Experte erklärt auch, worauf man achten sollte, um einen möglichst fairen Preis zu erzielen.
Euro: Die Rückseiten sind das Interessante
Andere blicken derweil schon über den Tellerrand der Mark hinaus auf die neuen Euro-Münzen. Da faszinieren nicht nur die unterschiedlichen Rückseiten der zwölf großen Euro-Teilnehmer-Staaten. Von besonderem Interesse für Sammler sind vor allem die Kleinstauflagen von Kleinstaaten wie San Marino, dem Vatikan und Monaco. Die bieten zumindest die größere Chance auf einen Wertzuwachs.
Wie man das Thema Münzen-Sammeln so gestalten kann, dass es zu einem Interessensgebiet für weite Teile der gesamten Bevölkerung werden kann, das zeigt der Blick auf eine Erfolgsstory aus Amerika. Die US-Regierung hat mit einem speziellen Programm zur Gestaltung der Rückseiten von Viertel-Dollar-Stücken nicht nur ein besonderes Interesse für die Münze und das Sammeln an sich geweckt. Gleichzeitig zeigen uns die Amerikaner, wie man damit auch noch den eigenen Bürgern Nachhilfe in Landeskunde geben kann. Eine gelungene Kombination.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |