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Zuschuss zur Pflegeversicherung Der Pflege-Bahr ist da

 ·  Pflege im Alter ist teuer. Die gesetzliche Kasse trägt im besten Fall die Hälfte der Kosten. Mit dem sogenannten Pflege-Bahr bezuschusst der Staat seit Jahresanfang den Abschluss einer speziellen Pflegeversicherung. Fast zehn Anbieter gibt es schon. Die Tarife sind attraktiv.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (5)
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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 20.01.2013 08:41 Uhr

Es wird Zeit, den Pflegeheimen

mit ihren horrenden Forderungen den Garaus zu machen. Entweder man gründet "Alten-WGs" und beschäftigt eine Pflegekraft aus Polen oder man kümmert sich um einen Pflegeplatz im fernen Thailand. Dieses ist immer noch preiswerter, als einem Heim 3.000 Euro und mehr monatlich in den Rachen zu werfen. Leider nicht für alle machbar.

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Michael Arndt

Pflege macht immer arm...

Und die FAZ lernt die Finanzmathematik nie mehr.
Nehmen wir an, ein junger Mensch (wie jung denn nun, das fehlt leider im Artikel) sichert 1.500,00 p.m. ab. Bis er nun die Versicherung in Anspruch nimmt (nehmen wir an, in 30 oder 40 Jahren), wird das so um die 6.00,00 Euro p.m. kosten, sofern es den Euro dann noch gibt.
Na Prima...
Pflege ist nicht versicherbar, die staatlichen Zuschüsse sind ein übler Witz. Für die Versicherung muss ein Kapitalstock von mindesten 100 TEUR vorhanden sein, zzgl. einer Dynamik. Wo soll das herkommen, bei den genannten Minibeträgen?
Und wer benötigt würde diese Versicherung benötigen? Natürlich nur Eltern, denn entlastet werden evtl. vorhandene Kinder. Und natürlich der Staat.
Für Alleinstehende wird die Allgemeinheit zahlen. Wozu also da eine Vorsorge?

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Art Bleiglass

Der Weg ins Chaos...

... eigentlich sollte man Pflegeversicherungen verbieten, damit die Angehörigen endlich erkennen, dass sie fuer ihre Alten zuständig sind. Die Familien werden systematisch zerrissen, Kinder in die Kita, Opa ins Heim, damit man sich "verwirklichen" kann. Und das am Ende auf Kosten des Staates, d.h. auf Kosten anderer.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 07:27 Uhr
Eberhard Stoeckel

Liberale Individualisierung der Gesellschaft

= gleich inhumane Atomisierung der Gesellschaft, insbes. der Familie. Wahrscheinlich auch deshalb der Besorgnis erregende Niedergang der Reproduktionsrate. Und noch beängstigender sind die liberalen Versuche, per IvF gleichgeschlechtliche Mann-Weiber/Weib-Männer (mit zusätzlichem Adoptionsrecht) dem Aussterben entgegenzuwirken. Was uns dann erwartet, kann nur vermutet werden.

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Closed via SSO
Björn Hiemer (bhiemer) - 20.01.2013 02:56 Uhr

In alten Zeiten vielleicht

In alten Zeiten wäre das problemlos gegangen - in der Großfamilie, die örtlich auch dann eher beisammen wohnte, wenn die Kinder erwachsen geworden waren, war es nie ein Problem, Pflegebedürftige zu versorgen, auch wenn die Qualität oft vom Mangel bestimmt war.

In heutigen Zeiten sieht es allerdings anders aus - wer selbst pflegt, steht oft allein da, und er braucht dafür Zeit, und diese Zeit wird einem nicht automatisch vergütet. Dafür gibt es ggf. die Pflegekasse; das ist heute selbstverständlich, und nur Leute, die selbst nie pflegen mussten, lästern über staatliche finanzielle Hilfen.

In diesem Fall handelt es sich aber mehr um das Versprechen einer Hilfe, die aller Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Bundesregierungen peu a peu wieder demontiert wird, bevor sie jemand ernstlich nutzen kann. Zuviele steuerliche und andere finanzielle Unbestimmtheiten lauern darin. Ein klassisches Werk dieser Bundesregierung: Halber Wille trifft auf halbe Fähigkeit.

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19.01.2013, 15:43 Uhr

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