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Lebensversicherung : 63.163 Euro schrumpfen zu 35.881 Euro

Niedriger Zins: Wie viel bleibt von der Lebensversicherung noch übrig? Bild: dpa

Niedrige Zinsen machen Lebensversicherungen zu schaffen. Für Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, die Auszahlungsbeträge zu erwirtschaften. Berechnungen des Bundes der Versicherten beunruhigen.

          Wegen der niedrigen Zinsen fällt es Lebensversicherungen immer schwerer, ihre versprochenen Auszahlungsbeträge zu erwirtschaften, wie Berechnungen des Bundes der Versicherten für den Finanzausschuss des Bundestages belegen. In einem ersten Fall wurden Anfang 1997 einem Versicherten auf Grundlage eines Zinssatzes von 7 Prozent 63.163 Euro versprochen, wenn auch nur eine Verzinsung von 4 Prozent garantiert.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Weil die Beteiligung an den Überschüssen geringer ausfällt, sinkt das Ergebnis nun schon auf 38.877 Euro. Der Zusatzpuffer, den die Versicherer aufbauen müssen, um auch später noch die garantierten Auszahlungen leisten zu können, schmälert deren Ablaufleistung heute deutlich. Der Effekt ist umso größer, je niedriger der garantierte Zins ist. Hinzu kommt eine Reduzierung durch die Zinszusatzreserve um weitere 125 auf 38.752 Euro.

          Wichtiger ist ein weiterer negativer Effekt: der Wegfall der Beteiligung an den Bewertungsreserven oder Schlussüberschüssen, so dass nach Angaben des Versichertenbundes am Ende nur noch 35.881 Euro herauskommen. Im zweiten Fall wurde Anfang 2007 eine Verzinsung von 5,4 Prozent erwartet, 2,25 Prozent wurden garantiert. Auch hier hat die allgemeine Minderung der Überschussbeteiligung den größten Effekt: 38.537 Euro statt 48.629 Euro. Die Zinszusatzreserve reduziert in dem Fall das Ergebnis spürbar auf 32.180 Euro. Der Wegfall der Beteiligung an den Bewertungsergebnissen oder Schlussüberschüssen führt zu einem Wert von 29.453 Euro. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) macht den Rückgang der erzielten und prognostizierten Kapitalerträge für die deutlich sinkende Überschussbeteiligung verantwortlich. Mehr Mittel würden in den Unternehmen benötigt, um die Zinsgarantien im Niedrigzinsumfeld abzusichern, heißt es in einer Unterlage für die Finanzpolitiker im Bundestag. Die Zinszusatzreserve habe „allenfalls“ einen geringen Zusatzeffekt auf die Überschussbeteiligung. Mit ihrer Einführung im Jahr 2011 sei die Gesamtverzinsung bisher nur um 0,1 bis 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen.

          Quelle: F.A.Z.

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