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Vermögensfrage : Es lohnt sich, Vergleichsportale zu vergleichen

  • -Aktualisiert am

Hoffentlich richtig versichert: Sturmschäden in Düsseldorf Bild: dpa

Vergleichsrechner im Internet helfen dabei, die günstigste Autoversicherung zu finden. Aber nicht alle Portale überblicken den ganzen Markt. Das gilt besonders für Check24, Geld.de, Preisvergleich.de oder Verivox.

          Bald hebt es wieder an, das traditionelle Ritual: Im Herbst kalkulieren die Autoversicherer ihre Tarife und verschicken Briefe mit den neuen Preisen, und spätestens dann beginnt das große Bäumchen-wechsle-dich. Bis Ende November dürfen die meisten Autoversicherungen gekündigt werden, also sortieren die knapp 100 Versicherer links die Kündigungen und rechts die Anträge. Es geht um 61 Millionen Verträge, um 24 Milliarden Euro und damit um das Brot-und-Butter-Geschäft der Branche. Das sorgt für Wettbewerb. So etwas freut die Versicherten – und die Vergleichsportale.

          Die sind längst fester Teil des großen Umdenkens, und einige von ihnen verdienen dabei mit. Einige, nicht alle. Von denen, die mitverdienen, weil sie in Wirklichkeit große Versicherungsmakler sind, werden Geschichten erzählt von hohen Provisionen, von Staffeln je nach vermittelter Vertragszahl, von listigen Einstellungen der Suchmaschinen, die dann immer die Anbieter mit den guten Provisionen finden. Und von eher überflüssigen Vertragsmerkmalen, die als wichtig herausgestellt werden. Was ebenso von Wettbewerbern erzählt wird.

          Und es gibt Eigenaussagen wie die von Autoversicherung.de, einem Portal der Sparkassengruppe: „Die bisher im Markt tätigen Vergleichsportale wie zum Beispiel Check24, Verivox und Geld.de nehmen typischerweise für einen vermittelten Kfz-Vertrag 75 bis 100 Euro Vermittlungsprovision vom Versicherer. Wir nehmen für die Vermittlung eines Vertrages über unser Portal von den beteiligten Versicherern 45 Euro.“

          HUK-Coburg findet nicht statt

          Tatsache ist, dass derlei Provisionen einigen sparsamen Versicherern zu hoch sind. Deshalb schlagen diese Gesellschaften einen Bogen um teure Portale und geben ihre Tarife nur für andere Vergleichsrechner frei. Die Folge trifft jeden Interessenten, der bei teuren seine neue Police sucht: Ihre Auswahl ist keine Garantie auf den preiswertesten Versicherungsschutz. Die HUK-Coburg beispielsweise, ein durchaus preisgünstiger, führender Autoversicherer, findet seit Jahren auf Check24, dem Marktführer unter den Maklerportalen mit angeblich zehn Millionen vermittelten Verträgen, nicht statt. Auch nicht bei Preisvergleich.de oder Geld.de. Geld.de behauptet dennoch vollmundig, „Nur bei Geld.de, alle Anbieter von Autoversicherungen im Vergleich!“ und winkt mit einer „Tiefstpreisgarantie“ – eine Aussage, die in wissenschaftlichen Untersuchungen der Portale nicht bestätigt wurde.

          Es gibt aber auch andere Vergleichsportale. Die verzichten darauf, Versicherungsverträge zu vermitteln. Deshalb erhalten sie auch keine Provisionen. Die Folge des Vermittlungsverzichts: Einerseits sind mehr Versicherer im Vergleichsboot. Andererseits müssen sich die Interessenten selbst um ihre Police kümmern und die Antragsprozedur beim Versicherer der Wahl noch einmal absolvieren. Provisionsfreie Portale gibt es bei den Verbraucherschützern wie der Stiftung Warentest oder dem Bund der Versicherten und bei einem Dienstleister, der für viele Portale, darunter die der Verbraucherschützer, Software und Daten zur Verfügung stellt und die Anfragen auch berechnet.

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