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Die Vermögensfrage Eigenheim und Aktien lohnen sich nur bei hohen Zinsdifferenzen

 ·  Schulden tilgen und dabei gleichzeitig Aktiendepots aufbauen, setzt einen entsprechenden Mut zum Risiko voraus. Das kommt aber für viele Anleger nicht in Frage.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (13)
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Hans Zahn

Haken am Beispiel

Ein paar Mitte 30 mit einem Einkommen von 120.000, das nicht einmal ein halbes Jahresnetto an Ersparnissen hat, hat nicht unbedingt Spardisziplin bewiesen und sollte auf solche Finanzierungsarten, die schon fast borderline Spektulation sind, lieber verzichten. Entweder voll tilgen oder weiter mieten.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.04.2013 23:51 Uhr
Hans Zahn

Freud'scher Verschreiber

Natürlich haben sie ein GANZES Jahresnetto an Ersparnissen.
Was bei 120.000 Euro Bruttogehalt + (2x Kindergeld + diverse Optimierungsmöglichkeiten via Steuererklärung, die der Autor unterschlagen hat) trotzdem sehr wenig ist. Was tun die Herrschaften denn mit 4000 Euro monatlich?
Nicht, dass es Ihnen nicht gegönnt sei, meine Anmerkung stellte ja auch nicht die Option des Hauskaufs in Frage, sondern die Idee, das Ganze über einen endfälligen Kredit zu lösen, wenn die Spardisziplin nicht die ausgereifteste ist.

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Mat Ras
Mat Ras (vonBuelo) - 15.04.2013 12:30 Uhr

Re: Lesen hilft

@ Mapar: Tatsächlich hilft das Lesen des Artikels. Die € 70.000.- stellen keine eigenen Erspanisse des jungen Paares da, sondern stammen wohl von den Eltern.

Allerdings wurde in dem Artikel beschrieben, dass die Eltern über Ersparnisse von € 70.000,- verfügen würden. Das ist dagagen eher unrealistisch: 1. Das die Eltern dann ihre gesammten Ersparnissse überlassen & 2. Das die Kinder die gesammten Erspanisse der eltern ohne Skrupel entgegen nehmen. Ich jedenfalls würde es meinen Eltern für Ihren ( vermutlich) Ruhestand lieber als "eiserne Reseve" zugestehen.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 14.04.2013 21:56 Uhr

Lesen hilft

Und rechnen auch. Das Paar hat 70.000 Euro gespart, somit ein ganzes Jahresnetto. Das ist in dem Alter gar nicht schlecht, denn das Einkommen ist sicher noch nicht lange so hoch.

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Martin Enzinger

Wieder mal weltfremdes Beispiel

Wie viele Paare mit sicheren und ortsfesten Arbeitsplätzen sowie 120.000 EUR p.a. und zwei Kindern gibt es in der heutigen deutschen Realität?

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günther reichert

@Klaus Demota....um die Angstkäufe an Immobilien zu verhindern und verschleudertes Betongold

von Anfang an zu stoppen,sowie die oft begleitenden Nöte v Hauskäufern,Vermietern u Mietern gar nicht aufkommen zu lassen,wäre eine gesetzliche Regelung angebracht,dass Spargeldvermögen oberhalb 100.000 Euro,dass vermutlich in Zukunft im Falle eines Bankencrashes(worst case)herangezogen wird(so die Vorstellungen von Michael Barnier,EU-Kommissar)nicht mehr belastet wird als der Besitz von Immobilien.D.h.dass der Staat dann berechtigt ist,dass Immobilienbesitzer wie nach dem Krieg Zwangshypotheken aufnehmen müssen(wobei in Friedenszeiten der Verkehrswert und nicht der Einheitswert gelten soll).Die Kommunen sollten in d Feinjustierung das Recht haben,die Grundsteuern für Immobilienbesitz zu variieren.

Ich verbinde diese Überlegung mit einem Aufruf an die Leser eine Petition beim Deutschen Bundeszag unter bundestag.de elektronisch einzureichen,dass genau dieses Thema behandelt.

Es ist dringend notwendig,denn eine gesetzl.Regelung ist rascher zu haben als Hundertausende Häuser zu bauen!

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Hans Klein
Hans Klein (buzzsaw) - 13.04.2013 22:46 Uhr

Realismus

Ein Ehepaar, dass 120.000 Euro brutto, bzw. 72.000 Euro netto im Jahr verdient, kann sich so etwas sicher leisten. Die bringt es auch nicht um, wenn die Aktien nicht mehr so stark steigen oder sogar fallen. Die Frage ist, wie realistisch diese Ausgangssituation ist. Ich vermute eher selten.

Dann stellt sich für mich auch die Frage nach der Zielgruppe der FAZ. Wenn man erst soviel Geld verdienen muss, um zur Zielgruppe zu gehören, dürfte die FAZ der Frankfurter Rundschau bald folgen.

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Klaus Demota

wer ist denn so blöd...

...und baut bzw. erwirbt jetzt in der propagandistisch befeuerten Hausse eine Immobilie - gleich ob zu Vermietungs- oder Selbstbewohnzwecken?

Alle Umfeldkosten sind extrem gestiegen, vom Fliesenleger bis zum Maler!

Aber die Michel tun es - genau wie bei der T-Aktie!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2013 12:53 Uhr
günther reichert

Es sollte auch Notstandsgesetze für den Bürger geben-sozusagen ein Schutz des Bürgers vor sich

selbst.

Nur weil die Griechen,Zyprioten,Portugiesen,Spanier,teileweise Italiener) pleite sind und die Zinsen in DE niedrig sind,verführt das Bürger aus Angst des Verlusts von Vermögen zu Haus-und Wohnungskäufen,die oft überteuert sind.Zudem wisssen die meisten Bürger nicht,dass ein Haus gehörig an Wert verlieren kann,am Schluss bekommt man vielleicht gerade noch den Wert für das Grundstücks.Zudem gibt es aufgrund der "wandernden Kaufkraft" erhebliche Verluste mit der Zeit.Hausbesitzer wollen das nicht wahrhaben,pflegen Garten und machen Instandsetzung-alles dies zählt bei Verkauf oft nichts.

Hausbesitzer sollten sich mehr für eine gescheite Politik einsetzen und nicht sich verabschieden,dass sie sich nur um ihr Anwesen kümmern und gar nicht merken,dass sie nicht allein sind.Dieses moderne Biedermeierverhalten(mein Haus-das bin ich,anderes interessiert mich nicht)kann Demokratien zerstören.siehe:Italiener etc haben hohen Immobilienbesitz,reiten aber die Gesellschaft in den Abgrund.

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Peter Müller

Und dank solcher "Experten"...

... kollabieren ganze Finanzierungen und Familien, weil die Finanzierer nicht in der Lage sind, ihr Portfolio so zu steuern, dass 8 oder auch nur 4% JEDES Jahr zu erwirtschaften. In Jahren mit -10 % , was nicht ungewöhnlich ist, brauche die Anleger aber im kommenden Jahr rund 15 %, um auf Kurs zu bleiben. Ganz abgesehen von nervös werdenden Bankern wird der Kunde auch nervös. Solcherlei beratene Kunde landen fuer gewöhnlich im finanziellen Nirvana, sobald z.b Arbeitslosigkeit auftritt, dann klappt das Kartenhaus zusammen. Wie schon gesagt, diese "Experten" kennt hier in Bremen praktisch keiner. Dürfte wohl besser sein, wenn man in Ruhe im eigenen Haus schlafen können möchte.

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 13.04.2013 19:06 Uhr

Alles Theorie

Wie der Autor selbst feststellt, sind Prognosen über Zukunftsrenditen nicht viel wert, schon gar nicht über so lange Zeitspannen wie 32 Jahre. Das ist unplanbar. Ich würde die Finanzierung in Teilabschnitte von 5, höchstens 10 Jahre einteilen und versuchen, sie für diese Zeitspannen zu optimieren. Die Schuldzinsen wären auf jeden Fall schon mal günstiger.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 13.04.2013 15:56 Uhr

Sehr interessante Betrachtung

Ein Aspekt noch zum Typ C: Wenn man in 140 Monaten das Darlehen abbezahlt, braucht man keine 30jährige Zinsbindung. Es genügen 10 Jahre. Das Risiko ist überschaubar, weil nach 10 Jahren kein großer Betrag mehr aussteht. Zehnjährige Darlehen sind aber zinsgünstiger zu haben. Ich weiß nicht, ob das in der Rechnung berücksichtigt wurde.

Mit den üblichen Sondertilgungsmöglichkeiten kann Typ C sogar in deutlich weniger als 10 Jahren schuldenfrei sein, wenn er gut wirtschaftet und/oder unvorhergesehen zu Erbe oder Geldgeschenken kommt.

Die Psychologie sollte man auch nicht unterschätzen: Dem Typ C gehört das Haus nach einigen Jahren, während Typ A über 32 Jahre hoch verschuldet bleibt und sein Erwerbsleben lang in einem Haus lebt, das größtenteils der Bank gehört. Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit in 10 oder 15 Jahren gefährdet bei Typ C das Haus nicht, bei Typ A schon.

Das Paar ist im übrigen vernünftig, weil es kein zu teures Objekt ausgesucht hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.04.2013 08:57 Uhr
Bernhard Knapp

Ja, hat er

Überschläglich wurde mit 2% gerechnet.
Was aber wie so oft beim Autor außen vor bleibt, sind Inflation und die fast als sicher anzunehmende Erhöhung des Steuersatzes für Kapitalerträge in der (nahen) Zukunft ...

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13.04.2013, 11:06 Uhr

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