10.02.2013 · Die Verknüpfung mit Bausparverträgen und Aktienanlagen ist mit Vorsicht zu genießen. Das ist teurer oder von steigenden Aktienkursen abhängig.
Von Volker Looman, BremenRichtlinien für Lesermeinungen
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dass Banken heutzutage aus jedem Kunden das Ertragsmaximum
herausquetschen wollen.
Das führt zu der bekannten "Cross-Sellung-Subkultur" bis
zum Erbrechen. Witzig ist dabei, dass die Banken den
Bausparveträgen so gut wie nichts verdienen.
Aber so gut wie nichts ist eben besser als gar nichts.
Die Zeche zahlt der Kunde. Privat genutzte Immobilien nicht oder nut
teilweise zu tilgen um z. B. einen Bausparvertrag anzusparen, ist
schlicht Unsinn...
Absolute Zustimmung
Da kann ich mich nur anschließen. Wenn der Berater noch einen BSV
oder die kfw mit ins Boot bekommt - und dabei muss das für den
Kunden nicht zwingend günstiger sein, oft ist nur die momentane
monatl. Belastung geringer - dann wird er das tun. Das bedeutet mehr
Provision, da mehr Abschlüsse etc.
Etwas schlechtere Konditionen in Kauf zu nehmen zur Erlangung von
Sicherheit oder einen BSV zur Reservierung günstiger Zinsen
abzuschließen ist generell nichts Schlechtes. Aber dann bitte mit
1-2% Zinsen und nicht mit deutlich über 3%!
Um die 7% der Kreditsumme sollte jeder aufbringen können. Vor ein
paar Jahren waren eben 5% Zinsen und 1-2% Tilgung - jetzt hat das
gedreht. Also: Tilgen, tilgen, tilgen!
Mit Sondertilgungsoptionen kann man so in 10-13 Jahren gut Schuldenfrei werden.
Mit einer ganz klassischen Immobilienfinanzierung - und ohne ein Schar
Berater 'versorgt' zu haben!
Selbstverständlich geschieht die Geldschöpfung aus den Nichts.
Das wird ja nicht mal von der Bundesbank bestritten.
Nehmen wir an, ein Kunde des Kreditinstituts hat auf seinem Girokonto
5,- €. Nun will er für eine Eigentumswohnung 100.000 €
als Kredit aufnehmen. Dann entsteht auf der Aktiv-Seite der Bilanz ein
Darlehenskonto mit 100.000 €, während auf der Passivseite der
Stand des Girokontos entsprechend um den gleichen Betrag erhöht
wird, also auf 100.005 €.
Wird dieses Geld nun an eine andere Bank überwiesen, sinkt der
Saldo des Girokontos wieder auf 5 €, während sich auf der
gleichen Seite der Bilanz (immer noch Passiva) sich der Saldo des Kontos
"Verbindlichkeiten an andere KI" um 100.000 € erhöht.
Fertig.
Danke für Ihre Großzügigkeit
Aber in Finanzdingen ziehe ich das Wissen dem Glauben vor. Daß Sie
auf meine wirklich klare Darstellung nur auf ein Youtube-Video verweisen
können, um Ihren Glauben zu rechtfertigen, bestätigt meine
Annahme über den Quell solchen Volksglaubens.
Ein anderer Poster hier verweist auf eine Fernsehsendung. Ja, wenn es im
Fernsehen kommt, muß es stimmen, oder vielmehr das, was man
verstanden hat ohne jedes Basiswissen.
Herr Woolf, ich bin doch ein gutmütiger Mensch, ...
damit auch Sie es endlich glauben und auch die buchung- und bilanztechnischen Details der Schöpfung von Giralgeld aus dem Nichts nachvollziehen können, möchte ich Ihnen ein Video von Prof. Binswanger (Doktorvater von Herr Ackermann!) ans Herz legen. Sie finden es bei youtube unter Eingabe folgender Wortfolge: Referat Prof. em. H.C. Binswanger TEIL 1/3. Im übrigen mache diese Aktion in der Hauptsache für die anderen Leser.
Guter Punkt
Also hat der Käufer der Wohnung jetzt 100.000 Euro Schulden und der
Käufer 100.000 Euro mehr auf dem Konto. Kein Geld ist entstanden.
Nur der eine bei der einen Bank, der andere bei der anderen. Das macht
es so verwirrend.
Ohne Banken könnte auch der VK direkt mit dem K Ratenzahlung
vereinbaren (mit oder ohne Zinsen). Das wäre exakt der gleiche
Vorgang. Der K hätte zu Beginn, vor der ersten Rate 100.000 Euro
Schulden beim VK. Hat der VK dadurch Geld geschöpft? Schöpft
ein Händler Geld, der mir auf Rechnung etwas verkauft?
Auch hier der Hinweis: Wenn Kredite Geld aus dem nichts wären,
dürften Bilanzen von Banken nicht ausgeglichen sein. Sind sie aber.
Dann eben weiter...
Bei dem anderen KI erhöht sich auf der Aktivseite der Posten "Forderungen an andere KI", während das Geld auf der Aktivseite dem Kunden, der die Wohnung verkaufte, auf dem Girokonto gutgeschrieben wird, jeweils um besagte 100.000 €.
Nicht fertig
Wenn es damit fertig wäre, hätte die andere Bank keine Passiva-Seite. Hat sie aber.
Argumentation im Artikel nicht überzeugend.
Sie basiert auf 3,75% für das Bauspardarlehen. Die Angebote, die ich kenne, liegen deutlich darunter. Sichere Geldanlagen liegen aufgrund der EZB-Politik bei etwa 0,2 bis 1%. Wer Angebote mit mehr als 1% wählt, geht ein Risiko ein (selber schuld bei der nächsten Krise). Wieso sollen sich Aktien zukünftig mit 7 bis 8% rentieren? Mit einem Bausparvertrag kann man sich heute niedrige Darlehenzinsen sichern für die Zeit ab etwa 2022, erst mal ansparen und ggfs. aufstocken. Bei Finanzierungen dienen BSV oft als Ergänzung zu den Festdarlehen, um in die höhere Beleihung "zu kommen". Je nach Situation 'kann' das Bausparen also sinnvoll sein. Provisionen darf man nicht nur negativ sehen. Vertriebskosten können in den Produktpreis versteckt werden oder als Provision offen ausgewiesen werden. Honorarberatungen kosten auch Geld. Welche gewerblichen Leistungen kosten denn (versteckt oder offen) kein Geld? - Was mich allerdings stört, ist, daß die Provisionen zu Beginn bezahlt werden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 18:17 UhrWarum Aktien?
Weil das Anteile an Firmen sind, also Sachwerte. Viele solide Firmen
zahlen jährlich eine nennenswerte Dividende, da hat man auch ohne
große Kurssteigerungen eine Rendite deutlich > 1 Prozent.
Das Geld, das Sie der Bausparkasse kostenlos zur Verfügung stellen,
wird durch die Inflation entwertet und ist keinesfalls krisensicher.
Vertriebsziele dominieren Finanzierungsart
Bei aller berechtigten Kritik an den Modellannahmen, so wäre es doch absolut wünschenswert wenn Eigenheim-Finanzierungskunden erstens nach ihren Wünschen gefragt würden und zweitens die Alternativen so sauber vorgerechnet bekämen, wie Loomann das hier macht. Stattdessen dominieren in der Praxis Vertriebsvorgaben, an denen sich die Berater orientieren müssen. Jeder Banker kennt doch den euphemistischen Begriffs des "Bausparziels", der beschreibt, welche Bausparsummen mit den Kunden abgeschlossen werden sollen. Und daraus entstehen dann eben solche Bauspar-Kombi-Finanzierungen, die für den Kunden billiger aussehen, als sie wirklich sind. Klassische Mogelpackungen eben. Verlierer dabei sind die Kunden und auch die angestellten Berater, die wider besseres Wissen die Menschen übervorteilen müssen, die ihnen meistens (leider) blind vertrauen.
Wenn ich den Artikel richtig verstehe...
... dann scheint es sich ja nicht zu lohnen einen Bausparvertrag
abzuschließen, allerdings nur, wenn man die heutigen Zinsen als
Vergleichsgröße nimmt. Das Problem aber, dass die aktuellen
Kreditzinsen wohl eher wieder steigen werden, womit das ganze wieder zum
Blick in die Glaskugel wird.
Die Frage bleibt also, was tut jemand der in ein paar Jahren bauen
möchte jetzt am sinnvollsten? Sparen auf irgendeinem dämlichen
1,8%-Tagesgeld-Konto? Aktien - mit dem Risiko nachher eine Garage statt
einem Haus bauen zu können? Oder doch einigermaßen passable
Zinsen mit einem Bausparvertrag sichern?
Wie Alex Zunker schrieb
Das Geld vernünftig anlegen, vor allem in Aktien (gut, der Einstieg
war vor ein paar Jahren günstiger).
Bauen, wenn genügend Eigenmittel zur Verfügung stehen.
Mit dem Bausparvertrag vernichten Sie über Jahre Geld, um
möglicherweise einen etwas besseren Zins fürs Darlehen zu
bekommen. Aber nur wenn die Zinsen extrem steigen bis dahin.
Als Beispiel: Wir haben gebaut vor ein paar Jahren, als der
Darlehenszins bei der Bank noch 5,5 Prozent betrug (für 10 Jahre).
Wir hatten zwei Bausparverträge zuteilungsreif (abgeschlossen wegen
vermögenswirksamer Leistungen). Bei beiden wäre das Darlehen
teurer gewesen, obwohl die Bausparkasse etliche Jahre lang unser Geld
fast zinslos hatte.
Die Immobilie ist zu teuer für den Käufer
Wer nicht in längstens zehn Jahren abbezahlt haben kann,
übernimmt sich. Zehn Prozent jährliche
Sondertilgungsmöglichkeit sind kein Problem, auch mindestens
zweimal kostenlose Änderung der Standardtilgung.
Mit einer Anfangstilgung von fünf Prozent und der jährlichen
Ausnutzung der Sondertilgung kann man in weniger als sechs Jahren
schuldenfrei sein. Läuft es finanziell mal nicht so gut, macht man
mal keine Sondertilgung und reduziert die Standardtilgung. Insgesamt ist
das risikoarm.
Mit genialen Kombinationen finanziert man hauptsächlich
zusätzliche Provisionen und Gebühren, ebenso mit dem
lächerlichen Bauspar-Guthabenzins. Entgegen weit verbreiteter
Meinungen ist Geld von der Bausparkasse besonders teuer.
Wie die Überschrift sagt, einfache Kredite sind am sinnvollsten.
Und vor allem ein Objekt, für das man sich nicht mehrere Jahrzehnte
verschulden muß.
Also erstmal mit Aktien die Eigenmittel erhöhen, _bevor_ man kauft,
wie Herr Zunker vorschlägt.
Die klassische Art der Finanzierungsberechnung und der Sparmodelle, die
hier vorgestellt werden, verschweigen leider ein paar Kleinigkeiten:
.
Den 0.5% Zinsen, die der Sparer erhält stehen 7% reale Inflation
(ohne Statistikfälschung) gegenüber und der Bauherr haftet mit
seiner Arbeitskraft und seiner realen Immobilie für Geld, das der
Bank bei Kreditvergabe weder gehört, noch überhaupt existiert
hat, also erst bei Krediterstellung geschöpft, sprich "aus der
Luft erfunden" wird.
.
Warum sollte der Kunde also derartig viel Arbeits- und Lebenszeit in
Form von Kreditrückzahlung, an kriminelle Parasiten und Schmarotzer
verschenken, die nichtexistente Werte verleihen, die erst nach
Kreditvergabe vom Kreditnehmer durch echte Arbeit und echten Sachwert
geschaffen werden?
.
Um dieses Betrugssystem richtig zu finden, muss man wohl Analytiker und
"Finanzexperte" sein?
Herr Woolf, ich gebe es (fast) auf, ....
Ihnen ist wohl nicht zu helfen! Ich weiß nicht, was Sie finanztechnisch draufhaben, aber Leute wie Dirk Müller sind weiter wie Sie. Mein letzter Versuch mit Ihnen: Sogar erstmalig im ÖR wurde die Geldschöpfung "aus dem Nichts" thematisiert. Suchen Sie bei youtube mal mit folgenden Begriffen "NDR bei Beckmann Franz HÖRMANN Dirk MÜLLER".
Herr Grosse, das ist falsch
Sie haben etwas bei der Bundesbank gelesen, das Sie nicht verstanden haben.
Zeigen Sie eine einzige Bankbilanz, in der mehr Kredite vergeben sind
als an Einlagen und ähnlichem vorhanden. Die gibt es nicht. Es gibt
keine Geldschöpfung aus dem Nichts, schon gar nicht bei Baudarlehen.
Herr Woolf, es tut mir leid, Sie liegen aber falsch, überprüfen Sie lieber Ihre eigene Kompetenz ...
Geldschöpfung erfolgt wirklich aus dem Nichts, über die Ausgabe von vorher nicht vorhandenem Geld als Kredit. Wie dann es nun technisch abläuft (Bilanzverlängerung?) oder bezeichnet wird, ist zweitrangig. Wichtig ist, das Ged war vorher noch nicht da. Lesen Sie in den Bundesbankbroschüren nach. Vor einigen Monaten brachte die FAZ einen detaillierten Artikel über den Geldschöpfungsprozess. Leider sind diese Tatsachen eben noch kein allgemeines Wissen.
Inflation
Selbstverständlich legen Sie die reale Inflation fest, das ist so
richtig überzeugend.
Was Eigenkapital bedeutet haben Sie nicht verstanden. Das macht ja
nichts, aber Sie sollten eben nicht mit Begriffen hantieren, deren
Bedeutung Sie nicht kennen. Als Hinweis: Banken veröffentlichen
Bilanzen. Eigenkapital ist nur einer von neun Posten bei den Passiva.
Die Aktiva (unter anderem vergebene Kredite) entsprechen immer den
Passiva (zum Beispiel Einlagen der Kunden).
Das kam in dem Youtube-Film sicher nicht vor, denn es gefährdet
nachhaltig den Volksglauben von der Geldschöpfung aus dem Nichts.
Geschwurbel
ist es wohl eher, ohne jedes Argument von Geschwurbel zu sprechen.
.
Selbstverständlich beträgt die reale Inflation 7% und woher
stammt das Giralgeld, das bei Kreditaufnahmen auf Knopfdruck erzeugt
wird? Sicherlich nicht aus Einlagen, denn möglicherweise haben
selbst Sie schon etwas über die mangelnde Eigenkapitaldeckung der
Kreditinstituten gelesen? Diese liegt bei den kapitalstärksten
Unternehmen bei sagenhaften 8%.
Bestrugssystem
Sowohl die gefühlte Inflation als auch die angebliche
Geldschöpfung aus dem Nichts sind reines Geschwurbel.
Trotzdem ist Bausparen keine gute Idee.
Wer bauen will, sollte in Aktien anlegen.
Warum das? Aktien bringen die meiste Rendite. Sollten die Aktien hohe
Stände erreicht haben, sollte man verkaufen und das Kapital
für den Hausbau nutzen.
Der Kardinalfehler, den viele machen, ist folgender: Man legt sich von
vornherein darauf fest, wann gebaut wird, anstatt einfach eine
renditestarke Anlage laufen zu lassen und einen guten Zeitpunkt abzuwarten.
Zunker legt sein Geld nur in Aktien an. Ein Haus hat er schon, dabei ist
er erst Anfang 30. :-)
Ein Bausparvertrag (BSV) ist gut aus folgenden 3 Gründen:
1. Grundsätzlich zwingt ein BSV zum regelmäßigen Sparen
und das meisten beizeiten. Wer beispielsweise seine ersten EURONEN im
Kindesalter in einen 50.000er-BSV anlegt und mit 28 bis 35 Jahren dann
seine 40% einbezahlt hat, der bekommt jede Immo-Finanzierung im
gegebenen Rahmen.
2. Ein BSV die Krönung zu einem einfachen Annuitätendarlehen.
Vorausgesetzt, er wird nahezu zeitgeich fällig.
3. Hohe Tilgung sorgt beim BSV dafür, dass dieses Darlehen in
Zeiten der Berufstätigkeit (im mittleren Alter) getilgt werden kann
(ca. 12 Jahre). Anschließend kann man sich mit dem Langläufer
namens Annuitätendarlehen beruhigt in seinem Sessel
zurücklehnen. Ein großer Batzen der monatlichen Belastung ist
mit Rückzalung des BSVs erledigt.
PS: Als ich 1987 mein Haus baute, standen meine DM 100.000-Aktien leider
gerade mal bei knapp DM 90.000. Alleine die 1.000 Stück Mannesman
(Vodafone) hätten später mein Haus auf einen Schlag abbezahlt,
hätte ich sie bis 1993 im Depot gelassen. Aber: Scheidung 1989!!!
Nicht der Königsweg
Aktien bringen die meiste Rendite? Möglich, aber zehntausende
'Gläubige' haben auch schon hohe zweistellige Prozente Verlust
eingefahren. Also existiert auch ein hohes Risiko.
Das was Sie als Kardinalfehler bezeichnen, würde ich als
üblichen Lebensplanentwurf einstufen. Wieviele haben in jungen
Jahren schon das freie Kapital zur Anlage um binnen zehn Jahren dieses
zu vervielfältigen, so dass es zum Eigenheim reicht? Und wieviele
derer, denen ein Eigenheim ein 'Lebenstraum' ist, warten bis 55 um
diesen zu verwirklichen?