Home
http://www.faz.net/-hbv-757jh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
 

„Unisex“-Tarife kommen Gleiche Versicherungstarife für Männer und Frauen

 ·  Von Freitag an kosten Versicherungen für Männer und Frauen gleich viel. Die Einführung war zuletzt unsicher, weil das nötige Gesetz nicht richtig beschlossen war.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (3)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Hans Edelmann

Die EU muss nun auch für gleiche Lebensdauer der Geschlechter sorgen.

Unisex-Tarife setzen nach Gruppenrisiken voraus, dass die Lebenserwartung von Männern und
Frauen in etwa gleich ist. Im Durchschnitt leben aber Frauen gegenwärtig ungefähr fünf Jahre
länger als Männer und haben daher auch eine entsprechend höhere Prognose für Krankheiten
und Krankheitskosten. Da nun Unisex-Tarife im Vorgriff schon einmal erzwungen werden,
muss die EU konsequenterweise umgehend auch gleiche Lebenserwartung für die verschiedenen Geschlechter herbeiführen.

Empfehlen
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 22.12.2012 21:12 Uhr

Viel Wind um nichts.

Entscheidender für eine die Beitragshöhe bei Versicherungen dürften sein: Beruf, Raucher/Nichtraucher, Alter. Das Frauen im Durchschnitt länger als Männer leben, ist ja nicht gottgegeben. Männer ergreifen häufiger gefährliche Berufe und rauchen häufiger.

Die Versicherungen tun so, als hätte man vorher so viel gespart und man könnte als Mann oder Frau - ja nachdem - noch schnell ein Schnäppchen machen, bevor das Unisex-Zeitalter bei den Versicherungen einläutet wird.

Empfehlen
Ulrich Stöckl
Ulrich Stöckl (licuala) - 22.12.2012 13:54 Uhr

Unisex-Versicherungstarife - wenn realtiätsferne EU-Bürokraten ungleiches gleich machen wollen!

Wenn bei der Kalkulation von Versicherungstarifen geschlechtsspezifische Merkmale nicht berücksichtigt werden dürfen, muss der Versicherer das höhere Risiko zugrunde legen. Zwangsläufig steigen so die Prämien. Jede Familie hat ein bestimmtes Budget für Versicherungen. Mit diesem müssen die existentiellen Risiken abgesichert werden. Solange in Familien das Haupteinkommen durch den Ehemann erwirtschaftet wird, hat die Ehefrau ein hohes Interesse daran, eine finanzielle Absicherung bei Tod des Ehemanns zu erhalten. Also schlossen bisher mehr Männer als Frauen Risikolebensversicherungen ab. Daran wird sich nichts ändern. Also muss der Versicherer davon ausgehen, dass er mehr Männer und diese höher als Frauen versichert. Die Unisexprämie berücksichtigt das höhere männliche Sterblichkeitsrisiko. Die höhere Prämie schreckt Frauen zusätzlich vom Abschluß ab und es werden noch mehr Männer als Frauen versichert. "self-fulfilling prophecy" nennt man das. Da brauche ich nichts zu beobachten!

Empfehlen

20.12.2012, 15:44 Uhr

Weitersagen
 
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen