http://www.faz.net/-gv6-74boy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 13.11.2012, 12:30 Uhr

Studie „Finanztest“ Verbraucher können bei Gas und Strom kräftig sparen

Wer den Energieversorger wechselt, kann hunderte Euro pro Jahr sparen. Das haben Modellrechnungen der Stiftung Warentest für die neue Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ ergeben.

© AP Das größte Sparpotenzial haben laut „Finanztest“ Kunden, die den Grundtarif ihres örtlichen Versorgers zahlen.

Den Ärger über steigende Strom- und Gaspreise sollten Verbraucher nicht auf sich sitzen lassen: Wie Modellrechnungen der Stiftung Warentest für die neue Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ ergaben, können Kunden stattdessen mit einem Wechsel des Energieversorgers pro Jahr bis zu 331 Euro beim Strom und bis zu 656 Euro beim Gas sparen - je nach Verbrauch und Wohnort. Durch einen Wechsel des Versorgers ließen sich die  Preiserhöhungen, die vielen Kunden zum Jahreswechsel drohten, ausgleichen, berichtete die Zeitschrift.

Mehr zum Thema

Für ihre Untersuchung verglich die Stiftung Warentest für drei Musterhaushalte in 20 Städten verbraucherfreundliche Tarife miteinander, damit Kunden „möglichst viel Preissicherheit“ haben und „nicht jedes Jahr einem Neukundenbonus nachjagen“ müssen. Diese Tarife bieten demnach unter anderem eine monatliche Zahlungsweise statt Vorkasse, mindestens zwölf Monate Preisgarantie, kurze Kündigungsfristen und kurze Anschlusslaufzeiten.

Vor Wechsel Vergleichsrechner zu Rate ziehen

Das größte Sparpotenzial haben laut „Finanztest“ Kunden, die den Grundtarif ihres örtlichen Versorgers zahlen. Dies seien beim Strom mehr als 40 Prozent der Haushalte, beim Gas mehr als 20 Prozent. Die größten Preisunterschiede beim Gas stellten die Tester in Hannover, Frankfurt am Main, Leipzig, Mainz und Schwerin fest. Beim Strom können Haushalte mit einem Verbrauch von 5500 Kilowattstunden demnach in 15 Städten mindestens 100 Euro im Jahr sparen. In Hannover, Mainz und Saarbrücken seien die Sparmöglichkeiten aber noch höher.

Die Stiftung Warentest rät, vor einem Wechsel einen Vergleichsrechner im Internet zu Rate ziehen. Dabei sollten Kunden jedoch die Voreinstellungen der Suchmasken anpassen: Am wichtigsten sei, das Häkchen bei „Bonus berücksichtigen“ wegzuklicken. Sonst zahlen bequeme Kunden im zweiten Vertragsjahr oft drauf. „Boni und freie Kilowattstunden sind eine beliebte Marketingmasche, um sich in den Ergebnislisten der Vergleichsrechner möglichst weit nach oben zu schieben.“ Verbraucher sollten die Rechner deshalb nicht  „unkritisch nutzen“.

Quelle: FAZ.net mit AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Autofinanzierung Autokredite zu null Prozent sind gang und gäbe

Auch für Fahrzeuge gibt es inzwischen Leasingverträge mit negativen Zinsen. Das freut nicht nur die Kunden: Autobanken erzielen einen Rekord im Neugeschäft. Mehr Von Christian Siedenbiedel

20.04.2016, 12:24 Uhr | Finanzen
Video Trübe Aussichten für die Commerzbank

Für das laufende Jahr hat die Commerzbank ein großes Fragezeichen hinter den erhofften Milliardengewinn gesetzt. Auf seiner letzten Hauptversammlung übte der scheidende Vorstand Martin Blessing abermals Kritik an der Geldpolitik der EZB. Mehr

21.04.2016, 09:04 Uhr | Finanzen
Einzelhandel verpflichtet sich Hier zahlen Verbraucher ab Sommer für die Plastiktüte

Knapp zwei Drittel der Plastiktüten im deutschen Einzelhandel werden ab dem 1. Juli 2016 kostenpflichtig. Wir zeigen auf, wo Sie künftig für Ihre Tragetasche bis zu einen Euro zahlen werden. Mehr

26.04.2016, 16:55 Uhr | Finanzen
Mobilitätsprämie Lohnt sich jetzt ein E-Auto?

4000 Euro gibt es jetzt als Prämie für Käufer von Elektroautos. Das klingt nach einem satten Zuschuss. Mancher liebäugelt nun mit einem E-Auto. Doch das kann trotzdem teuer sein. Mehr Von Martin Hock

27.04.2016, 16:01 Uhr | Finanzen
Kontogebühren Postbank-Kunden könnten bald fürs Girokonto zahlen müssen

Die Zinspolitik der EZB setzt vielen Banken zu. Deshalb überlegen nun immer mehr Institute, an Kontogebühren zu feilen. Damit ist nun die Postbank an der Reihe. Schon gibt es Forderungen der Politik, Sparer anderweitig zu entlasten. Mehr

17.04.2016, 10:41 Uhr | Finanzen
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Wertpapiersuche