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Der Steuertipp : Am Geburtstag Steuern sparen

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Den Geburtstag einer Elefantendame kann man nicht von der Steuer absetzen - andere aber unter bestimmten Voraussetzungen schon. Bild: dpa

Feste sollen gefeiert werden wie sie fallen. Arbeitnehmer sollten dabei prüfen, ob sie nicht den Fiskus an den Kosten der Feier beteiligen können. Hier kann einiges zu holen sein.

          Ein Fest feiern und es von der Steuer abziehen? Arbeitnehmer sollten generell prüfen, ob sie nicht den Fiskus an den Kosten der Feier beteiligen können. Zwar ist beispielsweise eine Geburtstagsfeier naturgemäß (auch) privat veranlasst und berechtigt damit im Allgemeinen nicht zum Werbungskostenabzug. Aber aus den übrigen Umständen des jeweiligen Einzelfalls kann sich ausnahmsweise doch eine berufliche Veranlassung der Aufwendungen (also ein Werbungskostenabzug) ergeben. Diese kann vorliegen, wenn die Feier im beruflichen Umfeld stattfindet, dem kollegialen Miteinander und daher der Pflege des Betriebsklimas dient, der Jubilar mit seiner Einladung der Belegschaft Dank zollt oder gefestigten betrieblichen Gepflogenheiten Rechnung trägt, worauf der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 10. November 2016 (Az. VI R 7/16) hinweist

          Im konkreten Fall hatte ein GmbH-Geschäftsführer neben den Aufsichtsratsvorsitzenden ausschließlich sämtliche Mitarbeiter der GmbH eingeladen. Der Arbeitgeber war in die Organisation der Veranstaltung eingebunden und damit zumindest mittelbar an deren Kosten beteiligt. Auch die maßvollen Kosten (rund 35 Euro pro Person bei etwa 70 Gästen), der Veranstaltungsort (eine einfach geschmückte Werkstatthalle des Arbeitgebers), die Zeit (Freitagnachmittag und damit zumindest teilweise während der Arbeitszeit) sowie die Billigung der Feier durch den Arbeitgeber sprachen für eine berufliche Veranlassung. Ähnliches gilt für die Feier eines Dienstjubiläums.

          Auch leitende Angestellte, die nicht unwesentlich erfolgsabhängig vergütet werden, haben gute Karten, ihre Aufwendungen für eine die Motivation steigernde angemessene Bewirtung (Buffet, Getränke, etc.) von ihnen unterstellten Mitarbeitern als Werbungskosten anerkannt zu bekommen. Es kann sich also lohnen, die Anforderungen an eine berufliche Veranlassung genau zu prüfen, die beruflichen Kriterien der Aufwendungen gut zu dokumentieren und gegenüber dem Fiskus zu belegen (zum Beispiel anhand der Gästeliste und des Veranstaltungsorts).

          Der Autor ist Steuerberater und Partner bei EY.

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