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Steuertipp : Was sich bei Minijobs jetzt steuerlich ändert

  • -Aktualisiert am

Bild: Bengt Fosshag

Bei den Minijobs hat sich einiges geändert: Die monatliche Verdienstgrenze steigt von bisher 400 auf 450 Euro. Außerdem unterliegt der Minijobber automatisch der Versicherungs- und der vollen Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Er kann sich aber davon befreien lassen.

          Minijobs sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bis zur Verdienstgrenze und bei Pauschalierung der Steuer durch den Arbeitgeber ist die Arbeit für die Minijobber steuer- und - sofern von ihnen gewollt - auch sozialabgabenfrei.

          Zu Jahresbeginn ändert sich aber einiges: So steigt die monatliche Verdienstgrenze von bisher 400 auf 450 Euro, für die der Minijobber keine Steuern zahlen muss. Eine weitere Änderung betrifft die Rentenversicherung. Während Minijobs bisher rentenversicherungsfrei waren, die Arbeitnehmer sich aber freiwillig versichern konnten, gilt nun das Umgekehrte: Der Minijobber unterliegt automatisch der Versicherungs- und der vollen Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, kann sich aber davon befreien lassen.

          Minijobber kann sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen

          Die neuen Regelungen gelten für alle Arbeitsverhältnisse, die vom 1. Januar 2013 an neu abgeschlossen werden. Alle Minijobber, die schon vor dem Jahreswechsel einen 400-Euro-Job ausgeübt haben, bleiben rentenversicherungsfrei. Wird allerdings ihr monatlicher Verdienst von 400 Euro auf maximal 450 Euro angehoben, greift die automatische Versicherungspflicht. Das heißt: Insgesamt sind 18,9 Prozent des Einkommens an die gesetzliche Rentenversicherung abzuführen. Je nach Arbeitgeber verteilt sich dieser Satz allerdings unterschiedlich. Ist der Minijobber in einem Privathaushalt angestellt, trägt er selbst 13,9 Prozent (62,55 Euro bei einem Verdienst von 450 Euro). Arbeitet er für einen gewerblichen Arbeitgeber, zahlt er nur 3,9 Prozent (maximal 17,55 Euro) - die restlichen 15 Prozent trägt das Unternehmen.

          Will der Minijobber diese Beiträge vermeiden, kann er die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragen. Doch Vorsicht: Die eingesparte Beitragszahlung ist nur ein Aspekt. Die Versicherung hat auch Vorteile: Immerhin werden die beitragspflichtigen Beschäftigungszeiten in vollem Umfang auf die Mindestversicherungszeiten (die sogenannten Wartezeiten) angerechnet, die für verschiedene Leistungen zu erfüllen sind. Das gilt unter anderem für den Anspruch auf Rentenzahlungen, für Ansprüche auf Rehabilitationsmaßnahmen oder für den Zugang zu steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie der Riester-Rente. Der Befreiungsantrag sollte daher wohl bedacht sein. Einmal gestellt, ist er für die gesamte Dauer des Beschäftigungsverhältnisses bindend.

          Steuerzahler, die sich in ihrem Haushalt von einem Minijobber helfen lassen, dürfen die Aufwendungen in Höhe von 20 Prozent direkt von ihrer Einkommensteuerschuld abziehen. Pro Jahr sind das höchstens 510 Euro.

          Die Autorin ist Steuerberaterin und Senior-Managerin bei Ernst & Young.

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