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Steuertipp : Nutzen Sie den Jahreswechsel!

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Die günstigste Steuererklärung beginnt man noch vor Silvester: Anträge müssen noch gestellt, Ausgaben vorgezogen werden.

          Zum Jahreswechsel kann es auch aus steuerlicher Sicht empfehlenswert sein, sich einen Überblick über das fast vergangene Jahr 2016 und einen Ausblick auf das anstehende Jahr 2017 zu verschaffen.

          So kann die Wahl der richtigen Lohnsteuerklasse bei verheirateten und in eingetragener Lebenspartnerschaft lebenden Steuerpflichtigen unterjährig zu mehr Netto vom Brutto führen. Maßgeblich ist hier der Unterschied zwischen den Einkommen. Das heißt, dass bei größeren Lohnunterschieden die Steuerklassenwahl III/V vorteilhaft sein kann, wobei bei annähernd gleich hohem Arbeitseinkommen über die Kombination IV/IV, eventuell mit dem sogenannten „Faktorverfahren“, nachgedacht werden sollte.

          Auch bei anstehenden, zeitlich steuerbaren Ausgaben sollte geprüft werden, ob diese noch 2016 oder erst im kommenden Jahr anfallen sollten. Es kann vorteilhaft sein, sie auf 2016 vorzuziehen. Nämlich dann, wenn das zu versteuernde Einkommen in diesem Jahr besonders hoch ist. Dann ist die Steuerersparnis höher als in einem Jahr mit geringeren Einnahmen.

          Hierunter fallen die Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit, zum Beispiel die Anschaffung von Arbeitsmitteln unter 410 Euro und bei Einkünften aus Vermietung & Verpachtung wie etwa Kosten für die Instandhaltung der Immobilie.

          Oder Ausgaben für Handwerker, haushaltsnahe Dienstleistungen und Krankheitskosten (etwa eine Brille oder Zahnersatz). Es kann auch Sinn ergeben, Ausgaben in einem Jahr zu bündeln und nicht auf diverse Jahre zu verteilen. Denn eine Auswirkung auf die Steuerlast wird bei Werbungskosten erst dann erreicht, wenn sie pro Arbeitnehmer und Jahr 1000 Euro übersteigt und bei Krankheitskosten, wenn die sogenannte Eigenbelastungsgrenze von bis zu 7 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte überschritten wird.

          Eine Verteilung auf mehrere Jahre kann jedoch bei Handwerkerkosten und haushaltsnahen Dienstleistungen ratsam sein, wenn die maximal absetzbaren Ausgaben erreicht sind. Bei Handwerkerleistungen sind das 6000 Euro im Jahr.

          Die Autorin ist Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin bei KMPG.

          Quelle: F.A.S.

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