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Steuertipp : Steuern sparen im Studium

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Die Ausbildung an einer Hochschule ist lange und kostet Geld. Bild: dpa

Studienkosten und gegebenenfalls auswärtige Unterkunftskosten machen es häufig erforderlich, dass die Eltern ihr studierendes Kind finanziell unterstützen.

          Studienkosten und gegebenenfalls auswärtige Unterkunftskosten machen es häufig erforderlich, dass die Eltern ihr studierendes Kind finanziell unterstützen. Diese Zahlungen können insbesondere bei einem Erststudium steuerlich nicht geltend gemacht werden.

          Steuerlich günstiger kann es jedoch sein, wenn statt Geldbeträgen eine Einkunftsquelle für den Zeitraum des Studiums auf das Kind übertragen wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Steuersatz der Eltern höher ist als der des Kindes. So beträgt der Steuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag bei Einzelveranlagung zum Beispiel bei zu versteuernden Einkünften in Höhe von 10.000 Euro circa zwei Prozent und bei Einkünften in Höhe von 100.000 Euro circa 35 Prozent.

          Da studierende Kinder keine oder nur geringe Einkünfte erzielen, kann es sinnvoll sein, die Einkünfte für den Zeitraum des Studiums auf das Kind zu übertragen. Als zu übertragende Einkunftsquelle bieten sich Einkünfte aus der Vermietung einer Immobilie an. Hierbei muss nicht die Immobilie auf das Kind übertragen werden, sondern dem Kind kann ein Zuwendungsnießbrauch eingeräumt werden, wodurch das Kind die Einkünfte aus der Vermietung der Immobilie erzielt.

          Der Zuwendungsnießbrauch wird steuerlich nur anerkannt, wenn er im Grundbuch eingetragen wird. Wird bei dem Kind der Grundfreibetrag in Höhe von aktuell 8820 Euro pro Jahr nicht überschritten, fallen überhaupt keine Steuern an. Hierzu hat das Finanzgericht Baden-Württemberg mit rechtskräftigem Urteil vom 13. Dezember 2016 (11 K 2951/15) im Hinblick auf die steuerliche Anerkennung zugunsten des Steuerpflichtigen entschieden.

          Im Urteilsfall hatte die Mutter der Tochter einen zeitlich befristeten unentgeltlichen Nießbrauch an einem Grundstück eingeräumt. Dieses war an den Vater für dessen Handwerksbetrieb vermietet worden. Das Gericht hat entschieden, dass die Mieteinnahmen in voller Höhe der Tochter zustehen und es sich nicht um eine missbräuchliche Gestaltung handelt, da Ziel der Gestaltung die Ausstattung der Tochter mit den nötigen finanziellen Mitteln war.

          Jürgen Lindauer ist Steuerberater bei KPMG.

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