Steuererklärung ohne Belege
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Der Steuertipp : Steuererklärung ohne Belege

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Wichtige Neuerung für die Einkommensteuererklärung: Im Regelfall müssen keine Belege mehr eingesendet werden. Bild: dpa

Bald ist es wieder so weit, die Einkommensteuererklärung ruft. Wichtige Neuerung: Im Regelfall müssen keine Belege mehr eingesandt werden. Warum man sie trotzdem fleißig sammeln sollte.

          Zwar ist das neue Jahr noch jung, aber man sollte schon jetzt an die bevorstehende Einkommensteuererklärung denken. Wer eine Steuererklärung für 2017 abzugeben hat und plant, diese selbst anzufertigen, muss dies bis zum 31. Mai 2018 erledigen. Erst die Steuererklärung 2018 unterliegt einer verlängerten Frist – bis zum 31. Juli 2019. Steuerpflichtige, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind (etwa regelmäßige Arbeitnehmer ohne Nebeneinkünfte), können ihre Steuererklärung freiwillig noch bis zu vier Jahre nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres abgeben.

          Eine wichtige Neuerung gilt schon für die Steuererklärung 2017. Steuerpflichtige müssen nämlich im Regelfall keine Belege mehr an das Finanzamt senden. Aber: Fordert das Finanzamt die Nachweise ausdrücklich an, müssen sie vorgelegt werden. Das heißt, um das Sammeln der Belege kommt man dennoch nicht herum. So müssen Handwerkerrechnungen und die entsprechenden Kontoauszüge, aus welchen die Überweisungen ersichtlich sind, nur noch auf Anfrage an das Finanzamt geschickt werden. Das Gleiche gilt für den Nachweis haushaltsnaher Dienstleistungen.

          Wer bei Kapitalerträgen den Kapitalertragsteuereinbehalt oder die Tarifveranlagung mit dem (günstigeren) persönlichen Steuersatz prüfen lassen will (sogenannte Günstigerprüfung), braucht Steuerbescheinigungen nur auf Anforderung des Finanzamts einzureichen.

          Bei Spenden über 200 Euro bleibt eine Spendenbescheinigung erforderlich. Es reicht aber aus, sie nach Bekanntgabe des Einkommensteuerbescheids ein Jahr aufzubewahren. Erteilt der Spender dem Zuwendungsempfänger eine Vollmacht zur elektronischen Übermittlung der Spendenbescheinigung an das Finanzamt, entfällt die Vorhaltepflicht.

          Um erstmals den Behinderten-Pauschbetrag geltend zu machen, muss der Nachweis der Behinderung weiter mit der Steuererklärung abgegeben werden. Auch wenn sich der Grad der Behinderung geändert hat, müssen Steuerpflichtige den entsprechenden Nachweis mit der Steuererklärung einreichen.

          Die Autorin ist Steuerberaterin und Partner bei EY.

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