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Der Steuertipp : Kosten der Privatschule absetzen

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4000 Euro kostet allein die Reservierung eines Platzes an der Main Taunus International School in Frankfurt. Bild: Patrick Junker

Wer sein Kind auf eine Privatschule schickt, kann sich das meistens leisten. Dennoch kann man den Fiskus daran beteiligen. Dabei gibt es Verschiedenes zu beachten.

          Der Besuch einer Privatschule kann mit einigen tausend Euro im Jahr erheblich ins Geld gehen. Einen Teil des Schulgelds können die Eltern steuerlich als Sonderausgaben geltend machen. Der Höchstbetrag liegt pro Kind bei 30 Prozent des Schulgelds, maximal 5000 Euro. Rechnerisch sind demnach bis zu 16.667 Euro Schulgeld jährlich steuerlich begünstigt.

          Ausgenommen sind hingegen Kosten für die Unterbringung, Betreuung und Verpflegung. Diese Aufwendungen gelten regelmäßig als über das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag abgegolten. Bei Kindern bis einschließlich 14 Jahre können Betreuungskosten zu zwei Dritteln (höchstens 4000 Euro) als Kinderbetreuungskosten berücksichtigt werden. Gegebenenfalls kann auch eine Berücksichtigung als außergewöhnliche Belastung in Betracht kommen, wenn beispielsweise die Betreuung krankheitsbedingt ist. Die Kosten einer privaten Hochschule sind nicht begünstigt.

          Allerdings gilt es, beim Schulgeld einige Voraussetzungen zu beachten. Begünstigt sind grundsätzlich Privatschulen in Deutschland und in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EU, Island, Liechtenstein, Norwegen). Eine Besonderheit besteht für die Deutschen Schulen im Ausland, die überall begünstigt sind. Sie müssen allesamt zu einem von einem zuständigen inländischen Landesministerium, der Kultusministerkonferenz der Länder oder einer inländischen Zeugnisanerkennungsstelle anerkannten Schul-, Jahrgangs- oder Berufsabschluss führen.

          Eltern sollten im Vorfeld abklären, ob eine Schule steuerlich begünstigt ist. Bei privaten Schulen, die zwar nicht selbst den Abschluss vermitteln, aber ordnungsgemäß auf einen solchen staatlich anerkannten Abschluss vorbereiten, verlangt das Finanzamt bislang von den Eltern einen Bescheid der Kultusbehörde über die ordnungsgemäße Vorbereitung auf den Abschluss.

          Dem hat aber der Bundesfinanzhof (BFH) kürzlich widersprochen. Er sieht die Prüfung dieses Kriteriums als Aufgabe der Finanzbehörde. Der BFH gewährte den Sonderausgabenabzug auch ohne diesen Bescheid (Urteil vom 20.06.2017, X R 26/15).

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