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Der Steuertipp : Den Computer von der Steuer absetzen

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Bild: $image.photoCredit

Steuerzahler können Kosten für ihren Computer zumindest teilweise als Werbungskosten ansetzen. Es kommt darauf an, ob der Rechner beruflich oder privat genutzt wird.

          Die meisten Deutschen besitzen einen Computer. Wird ein privat angeschaffter Computer nicht nur privat, sondern auch beruflich genutzt, können die Kosten zumindest teilweise als Werbungskosten von der Einkommensteuer abgesetzt werden - unter gewissen Voraussetzungen. Unerheblich ist dabei, ob es sich um einen PC, einen Tablet-Computer oder um einen Laptop handelt.

          Nutzt der Steuerpflichtige den Computer sowohl beruflich als auch privat, sind die Anschaffungskosten grundsätzlich aufzuteilen. Soweit die Anschaffungskosten auf die berufliche Nutzung entfallen, können sie als Werbungskosten bei der Einkommensteuer angesetzt werden. Bei einer privaten Mitbenutzung, die 10 Prozent der Arbeitszeit nicht überschreitet, können die gesamten Kosten steuerlich geltend gemacht werden.

          Private und berufliche Nutzung oft über Pauschale berechnet

          Oftmals ist es schwierig, den konkreten Umfang der beruflichen Nutzung nachzuweisen. Können die Nutzungsanteile nicht im Einzelnen aufgeführt werden, gehen die Finanzgerichte und die Finanzämter pauschalierend von einer hälftigen Aufteilung aus. Der Steuerpflichtige muss jedoch glaubhaft machen können, dass er den Computer nicht nur in unwesentlichem Maße beruflich einsetzt.

          Vorgaben der Finanzverwaltung zum Nachweis der beruflichen Nutzung des Computers bestehen nicht. Es reicht aus, wenn der Steuerpflichtige darlegt, dass der Computer zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten wie den Empfang von E-Mails und Newslettern oder zur beruflichen Weiterbildung verwendet wird. Dazu können einzelne Seiten oder Links abgespeichert und als Anlage der Steuererklärung beigefügt werden. Soll eine berufliche Verwendung von mehr als 50 Prozent geltend gemacht werden, bestehen höhere Dokumentationsanforderungen. Der Nutzer muss dann eine Art PC-Fahrtenbuch führen.

          Steuerpflichtige kann Kosten für Zusatzgeräte wie Drucker nicht gesondert absetzen

          Der berufliche Anteil der Anschaffungskosten ist über einen Zeitraum von drei Jahren linear abzuschreiben. Vorgegeben ist eine monatsgenaue Abschreibung. Das bedeutet: Für jeden Monat kann ein Anteil von 1/36 als Werbungskosten angesetzt werden. Bei Anschaffungskosten von bis zu 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) kann der berufliche Anteil der Anschaffungskosten ausnahmsweise im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden.

          Wichtig ist: Nach Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs kann der Steuerpflichtige die Kosten für Zusatzgeräte wie Monitor, Drucker, Scanner und externe Festplatte nicht gesondert absetzen, sondern nur zusammen mit dem Computer.

          Der Autor ist Steuerberater und Manager bei KPMG in Frankfurt.

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